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Sprichwörter · Alltag und Natur

Sprichwörter über Haus und Heimat

Das eigene Zuhause ist sprichwörtlich der Maßstab für alles andere. Auch die Kehrseite kommt vor: Wer nie weg war, kennt nichts anderes.

17 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert

Bekannte Sprichwörter

Sprichwörter mit belegter Herkunft

  • Alte Bäume verpflanzt man nicht.

    Sprichw.

    Ältere Menschen sollte man nicht aus ihrer gewohnten Umgebung reißen.

    Herkunft: Eine gärtnerische Erfahrung, die auf den Menschen übertragen wird: Ein alter Baum wächst nach dem Umsetzen kaum noch an, weil die Wurzeln zu weit reichen.

    Themen: AlterVeränderung

    Siehe auch: Dreimal umgezogen ist einmal abgebrannt. Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

  • Ein Baum, den man oft versetzt, wächst nicht.

    Sprichw.

    Wer ständig neu anfängt, kann nirgends richtig Fuß fassen.

    Herkunft: Eine gärtnerische Erfahrung: Ein häufig umgepflanzter Baum bildet keine tragfähigen Wurzeln aus. In deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.

    Themen: VeränderungNatur

  • Bleibe im Lande und nähre dich redlich.

    Sprichw.

    Rat, in der vertrauten Umgebung zu bleiben und ehrlich sein Auskommen zu suchen.

    Herkunft: Der Satz stammt aus Psalm 37 im Alten Testament.

    Themen: ArbeitReisen

    QuelleAltes Testament

  • Eigener Herd ist Goldes wert.

    Sprichw.

    Ein eigenes Zuhause ist durch nichts zu ersetzen.

    Herkunft: Der Herd war der Mittelpunkt des Hauses und in der Rechtssprache zugleich das Zeichen eines eigenen Hausstands. In deutschen Sprichwortsammlungen ist die Formel seit dem 16. Jahrhundert belegt.

    Themen: FamilieOrdnung

    Siehe auch: Trautes Heim, Glück allein.

  • Gäste sind wie Fische, nach drei Tagen fangen sie an zu riechen.

    Sprichw.

    Auch der willkommene Besuch sollte nicht zu lange bleiben.

    Herkunft: Der Vergleich ist als lateinisches Sprichwort überliefert und wird häufig Benjamin Franklin zugeschrieben, ist aber deutlich älter.

    Themen: NachbarnFreundschaft

    QuelleBenjamin Franklin

    Siehe auch: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

  • Ein guter Zaun macht gute Nachbarn.

    Sprichw.

    Klare Grenzen ersparen den Streit darüber, wo sie verlaufen.

    Herkunft: Ein englisches Sprichwort, das durch Robert Frosts Gedicht „Mending Wall“ (1914) allgemein bekannt wurde.

    Themen: NachbarnStreit

    QuelleRobert Frost

    Siehe auch: Man soll alte Geschichten ruhen lassen.

  • Ost, West, zu Hause best.

    Sprichw.

    So schön es anderswo sein mag, am wohlsten ist man daheim.

    Herkunft: Der Reimspruch ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt und gehört zu den Haussprüchen, die über Türen und auf Wandtellern angebracht wurden.

    Themen: Reisen

    Siehe auch: In der Fremde lernt man die Heimat schätzen. Der Heimweg ist immer kürzer.

  • Der Prophet gilt nichts im eigenen Land.

    Sprichw.

    Im vertrauten Umfeld wird eine Leistung oft weniger anerkannt als von Fremden.

    Herkunft: Der Satz geht auf das Neue Testament zurück (Matthäus 13,57).

    Themen: NachbarnNeid

    QuelleNeues Testament

    Siehe auch: Dank kostet nichts und wiegt doch schwer.

  • Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder.

    Sprichw.

    Wo gesungen wird, geht es friedlich zu; als Aufforderung zu bleiben gemeint.

    Herkunft: Die Verse stammen aus einem Gedicht von Johann Gottfried Seume (1804).

    Themen: NachbarnFreundschaft

    QuelleSeume

Kurze Sprichwörter

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