Sprichwörter · Arbeit und Gesellschaft
Sprichwörter über Wissen, Seite 2
53 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 2 von 2
Bekannte Sprichwörter
Wer für Noten lernt, vergisst nach der Prüfung.
Sprichw.Wissen, das nur dem Abschluss dient, bleibt nicht.
Herkunft: Eine Formel aus der Bildungsdiskussion des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer auswendig lernt, weiß nichts, er kann nur aufsagen. Was man versteht, vergisst man nicht.
Wer reisen will, muss fragen können.
Sprichw.Unterwegs kommt weiter, wer sich nicht scheut, um Auskunft zu bitten.
Herkunft: Eine volkstümliche Reiseregel des 19. Jahrhunderts.
Themen: ReisenWissenBescheidenheit
Siehe auch: Wer reist, vergleicht; wer vergleicht, versteht. Wer reist, lernt Länder kennen; wer bleibt, lernt sich selbst. Wer reist, hat etwas zu erzählen.
Wer reist, lernt Länder kennen; wer bleibt, lernt sich selbst.
Sprichw.Beide Wege bringen Erkenntnis, nur eine andere.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: ReisenWissenHaus und Heimat
Siehe auch: Wer daheim bleibt, lernt die Welt nicht kennen. Wer reist, vergleicht; wer vergleicht, versteht. Wer reist, hat etwas zu erzählen.
Wer reist, vergleicht; wer vergleicht, versteht.
Sprichw.Erst der Blick von außen macht das Eigene begreiflich.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Siehe auch: Wer reist, hat etwas zu erzählen. Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Wer reist, lernt Länder kennen; wer bleibt, lernt sich selbst.
Wer selbst repariert, versteht die Sache.
Sprichw.Erst beim Auseinandernehmen begreift man, wie etwas funktioniert.
Herkunft: Eine Handwerksformel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer auswendig lernt, weiß nichts, er kann nur aufsagen. Was man versteht, vergisst man nicht. Was man nicht erklären kann, hat man nicht verstanden.
Wer sich selbst kennt, überschätzt sich nicht.
Sprichw.Wer die eigenen Grenzen kennt, verspricht nicht mehr, als er halten kann.
Herkunft: Der Gedanke geht auf die Inschrift von Delphi zurück und findet sich bei Sokrates und den Stoikern.
Themen: BescheidenheitKlugheit und DummheitWissen
QuelleOrakel von Delphi, Sokrates
Siehe auch: Wer sich am eigenen Werk nicht satt sieht, hat wenig geleistet. Wer reist, lernt Länder kennen; wer bleibt, lernt sich selbst. Wer maßhalten kann, braucht keinen Arzt.
Wer viel liest, weiß viel; wer viel wandert, sieht viel.
Sprichw.Es gibt zwei Wege zur Kenntnis: das Buch und den eigenen Weg.
Herkunft: Eine volkstümliche Merkformel, in deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Wissen veraltet, Denken nicht. Wissen ist Macht. Wer viel liest und nichts denkt, wird nur belesen.
Wer viel weiß, redet wenig.
Sprichw.Wirkliche Sachkenntnis muss sich nicht dauernd behaupten.
Herkunft: Der Gedanke findet sich in der antiken Philosophie und im ostasiatischen Schrifttum. Im Deutschen ist die Formel seit dem 19. Jahrhundert geläufig.
Themen: WissenBescheidenheitKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Eigenlob stinkt. Wer recht hat und schweigt, verliert nichts. Wer leise auftritt, wird länger gehört.
Wissen ist das Einzige, das sich vermehrt, wenn man es teilt.
Sprichw.Anders als Besitz wird Kenntnis durch Weitergabe nicht weniger.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, häufig Marie von Ebner-Eschenbach zugeschrieben, ohne dass sich die Stelle nachweisen ließe.
Themen: WissenGroßzügigkeitLernen
QuelleEbner-Eschenbach
Wissen ist nicht dasselbe wie Verstehen.
Sprichw.Etwas zu kennen bedeutet nicht, es begriffen zu haben.
Herkunft: Eine Formel aus der Bildungsdiskussion des 20. Jahrhunderts, ohne älteren Beleg.
Themen: WissenLernenKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Wer alle Antworten kennt, hat die Fragen nicht verstanden. Furcht ist der Anfang der Weisheit. Wer reist, vergleicht; wer vergleicht, versteht.
Wissen ohne Anwendung ist wie eine Wolke ohne Regen.
Sprichw.Kenntnisse, die niemand einsetzt, bewirken nichts.
Herkunft: Das Bild stammt aus dem arabischen Schrifttum und ist über Übersetzungen ins Deutsche gelangt.
Siehe auch: Erfahrung ist die beste Lehrmeisterin. Probieren geht über Studieren. In der Schule lernt man nicht für den Lehrer.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Wer die Vergangenheit vergisst, verliert die Zukunft.
Sprichw.Ohne Erinnerung wiederholen sich dieselben Fehler.
Herkunft: Der Gedanke stammt von George Santayana, der 1905 schrieb, wer sich der Vergangenheit nicht erinnere, sei verurteilt, sie zu wiederholen.
Themen: VergangenheitZukunftWissen
QuelleSantayana
Siehe auch: Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen. Das Vergangene lehrt das Kommende. Wer lange lebt, sieht alles zweimal.
Wer ein Licht teilt, verliert nichts davon.
Sprichw.Manches vermehrt sich, wenn man es weitergibt, statt sich zu verringern.
Herkunft: Das Bild von der Kerze, die eine andere entzündet, ohne selbst schwächer zu werden, ist in der antiken Literatur belegt.
Themen: GroßzügigkeitWissenFreundschaft
Siehe auch: Geteiltes Brot schmeckt besser. Geteiltes Glück ist doppeltes Glück.
Wer reist, hat etwas zu erzählen.
Sprichw.Wer unterwegs war, bringt Erlebnisse mit, die zu Hause keiner hat.
Herkunft: Die Formel übersetzt ein lateinisches Sprichwort und ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Wer reist, vergleicht; wer vergleicht, versteht. Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Wer reist, lernt Länder kennen; wer bleibt, lernt sich selbst.
Wer viel fragt, bekommt viel Antwort.
Sprichw.Wer nachhakt, erfährt auch mehr; gelegentlich auch spöttisch für allzu Neugierige gebraucht.
Herkunft: In deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt, dort meist als Spott auf allzu Neugierige.
Siehe auch: Wer nicht fragt, bleibt dumm. Man lernt nie aus. Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten. Wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer.
Wer viel liest und nichts denkt, wird nur belesen.
Sprichw.Lektüre ersetzt das eigene Nachdenken nicht.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Arthur Schopenhauer in „Über Lesen und Bücher“.
Themen: WissenLernenKlugheit und Dummheit
QuelleSchopenhauer
Siehe auch: Die Schule gibt Wissen, nicht Verstand. Wissen veraltet, Denken nicht. Wissen ohne Gewissen ist der Ruin der Seele.
Wer wenig weiß, zweifelt selten.
Sprichw.Sicherheit im Urteil wächst nicht mit dem Wissen, sondern nimmt oft ab.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Bertrand Russell, der die Unsicherheit der Klugen der Sicherheit der Dummen gegenüberstellt.
Themen: WissenHochmutKlugheit und Dummheit
QuelleBertrand Russell
Siehe auch: Wissen ist nicht Weisheit. Wer viel liest und nichts denkt, wird nur belesen. Die Schule gibt Wissen, nicht Verstand.
Wie man fragt, so wird man belehrt.
Sprichw.Die Qualität einer Antwort hängt davon ab, wie die Frage gestellt wurde.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Themen: LernenKlugheit und DummheitWissen
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Ein Narr kann mehr fragen, als sieben Weise beantworten können. Wer alle Antworten kennt, hat die Fragen nicht verstanden.
Wissen ohne Gewissen ist der Ruin der Seele.
Sprichw.Kenntnis ohne moralisches Urteil richtet Schaden an.
Herkunft: Der Ausspruch stammt von François Rabelais aus „Pantagruel“ (1532).
Themen: WissenEhrlichkeitKlugheit und Dummheit
QuelleRabelais
Siehe auch: Wer viel liest und nichts denkt, wird nur belesen. Die Schule gibt Wissen, nicht Verstand. Wissen veraltet, Denken nicht.
Kurze Sprichwörter
Wer schreibt, der bleibt.
Sprichw.Was schriftlich festgehalten ist, überdauert; wer es festhält, sichert sich ab.
Herkunft: Ein Reimspruch aus der Kanzlei- und Verwaltungssprache, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Wissen ist Macht.
Sprichw.Wer besser informiert ist, hat gegenüber anderen einen handfesten Vorteil.
Francis Baconenglischer Philosoph, 1561 bis 1626
Herkunft: Geht auf eine Formulierung des englischen Philosophen Francis Bacon zurück und wurde in der deutschen Arbeiterbildungsbewegung des 19. Jahrhunderts zum Leitwort.
QuelleFrancis Bacon
Siehe auch: Wissen veraltet, Denken nicht. Wer viel liest, weiß viel; wer viel wandert, sieht viel. Wer viel liest und nichts denkt, wird nur belesen.
Wissen ist nicht Weisheit.
Sprichw.Kenntnisse zu sammeln ist etwas anderes, als sie richtig anzuwenden.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei Heraklit, der die Vielwisserei von der Einsicht unterscheidet.
Themen: WissenKlugheit und DummheitAlter
QuelleHeraklit
Siehe auch: Wer wenig weiß, zweifelt selten. Wer viel liest und nichts denkt, wird nur belesen. Die Schule gibt Wissen, nicht Verstand.
Wissen veraltet, Denken nicht.
Sprichw.Kenntnisse überholen sich, die Fähigkeit zum Urteil bleibt.
Herkunft: Eine Formel aus der Bildungsdiskussion des 20. Jahrhunderts.
Themen: WissenLernenVeränderung
Siehe auch: Wissen ist Macht. Wer viel liest, weiß viel; wer viel wandert, sieht viel. Wer viel liest und nichts denkt, wird nur belesen.
Auf dieser Seite stehen sprichwörter über Wissen. Alle weiteren Themen finden Sie im Themenregister, den gesamten Bestand im alphabetischen Verzeichnis.