Sprichwörter · Leben
Sprichwörter über das Alter, Seite 2
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Bekannte Sprichwörter
Die Jugend kennt die Grenzen nicht, das Alter kennt sie zu gut.
Sprichw.Was die einen wagen lässt, hält die anderen zurück.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer alles absichern will, kommt zu nichts.
Die Jungen wollen, die Alten sollen.
Sprichw.Junge Menschen handeln aus Lust, ältere aus Pflichtgefühl.
Herkunft: Ein Reimspruch aus den deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts, der Antrieb und Pflichtgefühl den Lebensaltern zuordnet.
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Wer Macht hat, hat Verantwortung. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
Leichtsinn kleidet die Jugend, nicht das Alter.
Sprichw.Was bei jungen Menschen als Übermut durchgeht, wirkt später nur noch unvernünftig.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Themen: LeichtsinnJugendAlter
Siehe auch: Jugend ist ein Fehler, der sich täglich bessert. Mit den Jahren wird man nicht klüger, nur ruhiger. Mit den Jahren kommt die Weisheit.
Mit den Jahren wird man nicht klüger, nur ruhiger.
Sprichw.Was wie Weisheit aussieht, ist oft nur nachlassende Aufregung.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: AlterKlugheit und DummheitGeduld
Siehe auch: Graue Haare machen noch keinen Weisen. Alter schützt vor Torheit nicht. Wer recht hat und schweigt, verliert nichts.
Die Schule endet mit dem Zeugnis, das Lernen nicht.
Sprichw.Der Abschluss beendet den Unterricht, nicht die Notwendigkeit weiterzulernen.
Herkunft: Eine Formel aus der Erwachsenenbildung des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir. Die beste Schule ist die, aus der man neugierig herauskommt. Wissen veraltet, Denken nicht.
Wer alt wird, hat mehr gesehen, nicht mehr verstanden.
Sprichw.Lebensjahre bringen Beobachtungen mit sich, aber nicht zwangsläufig Erkenntnis.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem Satz, graue Haare machten keinen Weisen.
Siehe auch: Wer reist, vergleicht; wer vergleicht, versteht. Wissen ist nicht dasselbe wie Verstehen. Wer viel liest, weiß viel; wer viel wandert, sieht viel.
Wer den Körper vernachlässigt, merkt es zuletzt.
Sprichw.Die Folgen von Nachlässigkeit zeigen sich erst, wenn sie schwer zu beheben sind.
Herkunft: Eine Formel aus der Gesundheitsaufklärung des 20. Jahrhunderts.
Themen: GesundheitErfahrungAlter
Siehe auch: Wer in der Jugend nicht spart, muss im Alter darben. Vorbeugen ist besser als heilen. In der Jugend legt man den Grundstein für das Alter.
Wer die Alten nicht ehrt, ist der Jungen nicht wert.
Sprichw.Wer die vorige Generation missachtet, verdient die Achtung der nächsten nicht.
Herkunft: Ein Reimspruch aus den deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts.
Themen: AlterJugendDankbarkeit
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Die Jugend hat immer recht, bis sie älter wird. Wer die Jugend versteht, hat seine eigene nicht vergessen.
Wer in der Jugend nicht spart, muss im Alter darben.
Sprichw.Wer früh nichts zurücklegt, hat später nichts.
Herkunft: Ein Merkvers aus der Sparkassenbewegung des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer früh sparen lernt, braucht es später nicht. In der Jugend legt man den Grundstein für das Alter. Wer nichts übrig hat, kann nichts zurücklegen.
Wer in der Jugend nichts wagt, hat im Alter nichts zu erzählen.
Sprichw.Was man später erzählen kann, entsteht in den Jahren, in denen man etwas riskiert.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Siehe auch: Wer nie gescheitert ist, hat nie etwas versucht. Wer alt wird, hat mehr gesehen, nicht mehr verstanden. Man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu.
Wer in Ehren alt wird, hat mehr erreicht als der, der reich stirbt.
Sprichw.Ein tadelloser Ruf wiegt am Lebensende schwerer als Vermögen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 18. Jahrhunderts belegt.
Themen: AlterEhrlichkeitReichtum
Siehe auch: Im Handel ist der Ruf das Kapital. Im Alter zählt nicht, was man hatte, sondern was man getan hat. Ein guter Name ist besser als Reichtum.
Wer jung heiratet, wächst zusammen; wer alt heiratet, muss sich einigen.
Sprichw.Der Zeitpunkt entscheidet darüber, wie die Verbindung entsteht.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Die Jugend ist die Zeit, Weisheit zu lernen, das Alter die Zeit, sie anzuwenden. Die Jugend hat die Kraft, das Alter die Übersicht.
Wer jung ist, darf Fehler machen; wer alt ist, muss sie erklären.
Sprichw.Was in jungen Jahren als Lernschritt gilt, wird später als Versäumnis gewertet.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: JugendAlterMisserfolg
Siehe auch: Kleine Kinder, kleine Sorgen; große Kinder, große Sorgen. Jugend muss sich austoben. Irren ist menschlich.
Wer lange lebt, sieht alles zweimal.
Sprichw.Wer alt genug wird, erlebt dieselben Entwicklungen ein zweites Mal.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Themen: AlterVergangenheitErfahrung
Siehe auch: Übung macht den Meister. Wer die Vergangenheit vergisst, verliert die Zukunft. Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen.
Wer nicht geht, verlernt das Gehen.
Sprichw.Fähigkeiten des Körpers gehen verloren, wenn man sie nicht nutzt.
Herkunft: Eine Formel aus der Bewegungsmedizin des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem älteren Satz vom Rasten und Rosten.
Themen: GesundheitAlterFleiß
Siehe auch: Wer rastet, der rostet. Wer nicht lernt, verlernt.
Man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu.
Sprichw.Auch im hohen Alter stößt man noch auf Neues.
Herkunft: Ein Reimspruch aus dem bäuerlichen Umfeld. Die Kuh steht dabei für ein Tier, das ungewöhnlich lange gehalten wurde.
Siehe auch: Wer viel liest, weiß viel; wer viel wandert, sieht viel. Wer in der Jugend nichts wagt, hat im Alter nichts zu erzählen. Wer befehlen will, muss gehorchen gelernt haben.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Kleine Kinder, kleine Sorgen; große Kinder, große Sorgen.
Sprichw.Mit dem Alter der Kinder wachsen auch die Probleme, mit denen Eltern zu tun haben.
Herkunft: Der Reimspruch ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt und findet sich in ähnlicher Form in mehreren europäischen Sprachen.
Themen: KinderElternFamilieAlter
Siehe auch: Wer sein Kind liebt, der züchtigt es. Was Eltern säen, ernten die Kinder. Kinder sind der Eltern Spiegel.
Mit den Jahren kommt die Weisheit.
Sprichw.Lebenserfahrung bringt ein Urteil hervor, das sich nicht anlesen lässt.
Herkunft: Der Gedanke findet sich im Buch Hiob des Alten Testaments, wonach bei den Betagten die Weisheit sei. Als deutsche Formel seit dem 18. Jahrhundert geläufig.
QuelleAltes Testament, Buch Hiob
Siehe auch: Jugend ist ein Fehler, der sich täglich bessert. Graue Haare machen noch keinen Weisen. Mit den Jahren wird man nicht klüger, nur ruhiger.
Ein Vater ernährt eher zehn Kinder, als zehn Kinder einen Vater.
Sprichw.Eltern sorgen selbstverständlich für ihre Kinder, umgekehrt ist der Rückhalt im Alter oft geringer.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt, meist im Zusammenhang mit der Altersversorgung, für die es keine staatliche Regelung gab.
Themen: ElternKinderFamilieAlter
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Die Liebe geht abwärts.
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
Sprichw.Was in jungen Jahren versäumt wird, lässt sich später nur noch schwer nachholen.
Herkunft: Der Reimspruch spielt mit der Verkleinerungsform desselben Namens für Kind und Erwachsenen. In deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Themen: LernenJugendAlterSchule
Siehe auch: Jung gewohnt, alt getan. Wer früh sparen lernt, braucht es später nicht. Großzügigkeit ist eine Übung, keine Anlage.
Wer sich erinnert, lebt zweimal.
Sprichw.Erinnerung wiederholt das Erlebte, ohne dass es noch einmal geschehen muss.
Herkunft: Der Gedanke stammt von Martial, der schreibt, wer sich vergangener Freuden erinnere, lebe doppelt.
Themen: VergangenheitAlterGlück
QuelleMartial
Siehe auch: Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem man nicht vertrieben werden kann. Die gute alte Zeit war auch nicht besser. Alte Leute vergessen den Namen und behalten die Geschichte.
Kurze Sprichwörter
Jung gewohnt, alt getan.
Sprichw.Was man sich früh angewöhnt, behält man ein Leben lang bei.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Der Satz gehört zu einer Gruppe von Sprüchen, die aus der frühen Prägung eine lebenslange Festlegung ableiten.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. In der Jugend legt man den Grundstein für das Alter. Wer früh sparen lernt, braucht es später nicht.
Totgesagte leben länger.
Sprichw.Wer schon abgeschrieben war, hält sich oft überraschend lange.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts, meist auf Einrichtungen und Unternehmen gemünzt, deren Ende vorschnell verkündet wurde.
Themen: AlterHoffnungGesundheit
Wer nicht lernt, verlernt.
Sprichw.Kenntnisse gehen verloren, wenn man sie nicht auffrischt.
Herkunft: Eine Formel aus der Bildungssprache des 20. Jahrhunderts, ohne älteren Beleg.
Siehe auch: Wer nicht geht, verlernt das Gehen. Es lernt sich nichts von selbst. Fleiß schlägt Begabung, wenn Begabung nicht fleißig ist.
Wer rastet, der rostet.
Sprichw.Wer aufhört, sich zu betätigen, verliert seine Fähigkeiten und wird träge.
Herkunft: Der Reimspruch ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Das Bild vom Rost stammt vom ungenutzten Werkzeug.
Themen: FleißAlterGesundheitFaulheit
Siehe auch: Wer nicht geht, verlernt das Gehen. Wer nur verwaltet, gestaltet nichts. Wer nicht vorwärtsgeht, der kommt zurücke.
Wissen ist nicht Weisheit.
Sprichw.Kenntnisse zu sammeln ist etwas anderes, als sie richtig anzuwenden.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei Heraklit, der die Vielwisserei von der Einsicht unterscheidet.
Themen: WissenKlugheit und DummheitAlter
QuelleHeraklit
Siehe auch: Wer wenig weiß, zweifelt selten. Wer viel liest und nichts denkt, wird nur belesen. Die Schule gibt Wissen, nicht Verstand.
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