Sprichwörter · Leben
Sprichwörter über Gesundheit
Gesundheit erscheint in Sprichwörtern als Besitz, dessen Wert man erst bemerkt, wenn er weg ist. Daneben steht viel handfeste Alltagsregel.
45 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 1 von 2
Bekannte Sprichwörter
Das Alter nimmt die Kraft und gibt die Ruhe.
Sprichw.Was körperlich verloren geht, wird an anderer Stelle gewonnen.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Pech im Spiel, Glück in der Liebe. Mit den Jahren wird man nicht klüger, nur ruhiger.
Das Bett ist der billigste Arzt.
Sprichw.Ausruhen kostet nichts und wirkt bei vielem besser als jede Behandlung.
Herkunft: Eine volkstümliche Gesundheitsregel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Schlaf ist die beste Medizin. Wie die Nacht, so der Tag. Wer gut schläft, lebt gut.
Bier auf Wein, das lass sein; Wein auf Bier, das rat ich dir.
Sprichw.Alte Merkregel zur Reihenfolge beim Trinken. Ein sachlicher Grund dafür ist nicht belegt.
Herkunft: Die Merkregel ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt. Ein sachlicher Grund für die Reihenfolge ist nicht nachgewiesen; entscheidend ist die Gesamtmenge.
Auch: Wein auf Bier, das rat ich dir; Bier auf Wein, das lass sein.
Siehe auch: Wer trinkt, vergisst nicht, er verschiebt nur. Ein Glas erfreut, das zweite genügt, das dritte schadet. Der Wein ist ein Spiegel des Menschen.
Gesundheit ist der größte Reichtum.
Sprichw.Kein Besitz wiegt den Verlust der Gesundheit auf.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei den antiken Ärzten und bei Vergil. Im Deutschen ist die Formel seit dem 17. Jahrhundert geläufig.
QuelleVergil
Siehe auch: Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts. Geld allein macht nicht glücklich. Der erste Reichtum ist die Gesundheit.
Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.
Sprichw.Ohne Gesundheit verlieren alle anderen Güter ihren Wert.
Herkunft: Der Ausspruch wird Arthur Schopenhauer zugeschrieben und findet sich sinngemäß in seinen „Aphorismen zur Lebensweisheit“.
QuelleSchopenhauer
Siehe auch: Der erste Reichtum ist die Gesundheit. Gesundheit ist der größte Reichtum.
Die Gesundheit merkt man erst, wenn sie fehlt.
Sprichw.Solange alles funktioniert, nimmt man den Körper nicht wahr.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem älteren Gedanken, man erkenne den Wert einer Sache erst nach dem Verlust.
Themen: ErfahrungDankbarkeit
Siehe auch: Wer noch Eltern hat, weiß nicht, was er hat. Man weiß erst, was man hatte, wenn man es verloren hat. Man erkennt das Glück erst am Geräusch seines Fortgehens.
Ein Glas erfreut, das zweite genügt, das dritte schadet.
Sprichw.Dreistufige Merkregel zum Maßhalten beim Trinken.
Herkunft: Der Gedanke geht auf eine griechische Sentenz zurück, die dem Dichter Eubulos zugeschrieben wird.
Themen: TrinkenBescheidenheit
QuelleEubulos
Siehe auch: Das letzte Glas ist immer eines zu viel. Wer den Wein nicht verträgt, soll das Wasser loben. Wer maßhalten kann, braucht keinen Arzt.
Ein Glas in Gesellschaft ist besser als eine Flasche allein.
Sprichw.Beim gemeinsamen Trinken bleibt es eher beim Maß.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren. Wer den Wein nicht verträgt, soll das Wasser loben. Ein Glas erfreut, das zweite genügt, das dritte schadet.
Man ist so alt, wie man sich fühlt.
Sprichw.Nicht die Jahreszahl entscheidet über das Alter, sondern die eigene Verfassung.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert verbreitet. Sie ist die Gegenrede zur Zählung nach Lebensjahren.
Das letzte Glas ist immer eines zu viel.
Sprichw.Die Grenze erkennt man erst, wenn man sie überschritten hat.
Herkunft: Eine umgangssprachliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Themen: TrinkenLeichtsinn
Siehe auch: Ein Glas erfreut, das zweite genügt, das dritte schadet. Wer den Wein nicht verträgt, soll das Wasser loben. Wer den Becher zu oft leert, leert auch den Beutel.
Salz und Brot macht Wangen rot.
Sprichw.Auch einfache Kost hält gesund; als Trost bei schmalem Tisch gebraucht.
Herkunft: Ein Reimspruch aus der Zeit, in der Salz und Brot die Grundnahrung darstellten und zugleich als Gastgeschenk gereicht wurden.
Siehe auch: Wer mit dem Essen spielt, hat noch keinen Hunger gekannt. In der Not schmeckt jedes Brot. Hunger ist der beste Koch.
Der Schlaf holt sich, was man ihm vorenthält.
Sprichw.Fehlender Schlaf wird nicht vergessen, er wird nachgefordert.
Herkunft: Eine Formel aus der Schlafforschung des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer die Nacht durchwacht, verliert den Tag. Wer zu wenig schläft, bezahlt es am Tag. Wer schlecht schläft, sieht die Welt grau.
Schlaf ist die beste Medizin.
Sprichw.Ausreichende Ruhe hilft dem Körper, sich zu erholen.
Herkunft: Der Gedanke ist in der antiken Heilkunde verbreitet und findet sich bei Hippokrates als Empfehlung der Ruhe.
Themen: Schlaf
QuelleHippokrates
Siehe auch: Das Bett ist der billigste Arzt. Wie die Nacht, so der Tag. Wer gut schläft, lebt gut.
Der Schlaf vor Mitternacht ist der beste.
Sprichw.Alte Regel, nach der frühe Schlafstunden die erholsamsten seien.
Herkunft: Eine Gesundheitsregel des 19. Jahrhunderts. Die Schlafforschung bestätigt sie nur teilweise: Entscheidend ist nicht die Uhrzeit, sondern dass die Tiefschlafphasen am Anfang der Nacht liegen.
Siehe auch: Wie die Nacht, so der Tag. Wer gut schläft, lebt gut. Wer abends zur Ruhe kommt, steht morgens auf.
Der Tod ist kein Unglück, das Sterben manchmal schon.
Sprichw.Nicht das Ende ist zu fürchten, sondern der Weg dorthin.
Herkunft: Der Gedanke gehört zur stoischen Philosophie und findet sich bei Seneca und Epikur.
Siehe auch: Gegen den Tod ist kein Kraut gewachsen. Wer vom Tod spricht, meint das Leben. Wer den Tod vor Augen hat, lebt anders.
Trinke, was klar ist, iss, was gar ist, sprich, was wahr ist.
Sprichw.Dreiteilige Lebensregel für Trinken, Essen und Reden.
Martin LutherReformator und Bibelübersetzer, 1483 bis 1546
Herkunft: Der Spruch wird traditionell Martin Luther zugeschrieben; die Zuschreibung gilt als unsicher.
Auch: Iss, was gar ist, trink, was klar ist, sprich, was wahr ist.
Themen: TrinkenEssenEhrlichkeit
QuelleLuther
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Bewegung ist die beste Medizin.
Sprichw.Regelmäßige Bewegung wirkt vorbeugend besser als jede Behandlung.
Herkunft: Der Gedanke geht auf Hippokrates zurück, der das Gehen als beste Arznei des Menschen bezeichnete.
QuelleHippokrates
Siehe auch: Wer maßhalten kann, braucht keinen Arzt.
Der erste Reichtum ist die Gesundheit.
Sprichw.Ohne Gesundheit nützt aller Besitz nichts.
Herkunft: Der Ausspruch stammt von Ralph Waldo Emerson (1860).
QuelleEmerson
Siehe auch: Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts. Gesundheit ist der größte Reichtum. Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.
Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.
Sprichw.Ohne ausreichende Nahrung geht auch der Rest nicht.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Früh zu Bett und früh heraus macht gesund und reich.
Sprichw.Merkregel über den Nutzen eines geregelten Tagesablaufs.
Herkunft: Der Reimspruch geht auf Benjamin Franklin zurück, der ihn 1735 in seinem Almanach veröffentlichte.
QuelleBenjamin Franklin
Siehe auch: Bier auf Wein, das lass sein; Wein auf Bier, das rat ich dir.
Gegen den Tod ist kein Kraut gewachsen.
Sprichw.Gegen die Sterblichkeit hilft kein Mittel.
Herkunft: Die Wendung stammt aus der Kräuterheilkunde: Für jedes Leiden gab es ein Kraut, für den Tod keines. In deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Sterben müssen wir alle. Sterben muss jeder für sich allein. Der Tod ist kein Unglück, das Sterben manchmal schon.
Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.
Sprichw.Körperliches und geistiges Wohlbefinden hängen zusammen.
Juvenalrömischer Satiriker, um 60 bis 130 n. Chr.
Herkunft: Verkürzte Übersetzung aus einer Satire Juvenals („mens sana in corpore sano“), dort ursprünglich als Wunsch formuliert.
Themen: Leben
QuelleJuvenal
Siehe auch: Der erste Reichtum ist die Gesundheit.
Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen.
Sprichw.Wer sich nichts vorzuwerfen hat, schläft ruhig.
Herkunft: Der Reimspruch ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt. Der Gedanke findet sich bereits bei den römischen Moralphilosophen.
Themen: SchlafEhrlichkeit
Siehe auch: Wer vertraut, schläft besser. Wer nicht schlafen kann, hat meist zu viel gedacht. Im Schlaf sind alle Menschen gleich.
Nach dem Essen sollst du ruhn oder tausend Schritte tun.
Sprichw.Alte Gesundheitsregel: Nach der Mahlzeit hilft entweder Ruhe oder ein Spaziergang.
Herkunft: Eine Gesundheitsregel der Diätetik, die auf die mittelalterliche Schule von Salerno zurückgeht.
QuelleSchule von Salerno
Die Natur heilt, der Arzt pflegt die Wunde.
Sprichw.Die eigentliche Heilung leistet der Körper, die Behandlung schafft nur die Bedingungen dafür.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „natura sanat, medicus curat morbos“, das auf Hippokrates zurückgeführt wird.
QuelleHippokrates
Siehe auch: Schlaf ist die beste Medizin. Das Bett ist der billigste Arzt.
Man soll essen, um zu leben, nicht leben, um zu essen.
Sprichw.Die Nahrung ist Mittel, nicht Ziel.
Herkunft: Der Gedanke wird Sokrates zugeschrieben und ist bei Plutarch und Cicero überliefert.
Themen: EssenBescheidenheit
QuelleCicero, Plutarch, Sokrates
Siehe auch: Wer maßhalten kann, braucht keinen Arzt. Wer den Wein nicht verträgt, soll das Wasser loben. Ein Glas erfreut, das zweite genügt, das dritte schadet.
Vorbeugen ist besser als heilen.
Sprichw.Ein Schaden lässt sich leichter verhindern als hinterher beheben.
Herkunft: Die Formel übersetzt den medizinischen Grundsatz „praestat cautela quam medela“, wonach Vorsicht besser sei als Heilmittel.
Auch: Vorsorge ist besser als Nachsorge.
Siehe auch: Wer nichts zurücklegt, lebt von der Hand in den Mund. Wer den Körper vernachlässigt, merkt es zuletzt. Sparen heißt heute verzichten, um morgen zu können.
Kurze Sprichwörter
Lachen ist gesund.
Sprichw.Heiterkeit wirkt sich auf das körperliche Befinden aus.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits im Buch der Sprüche im Alten Testament, wonach ein fröhliches Herz der Gesundheit guttut.
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer gut schläft, lebt gut.
Schlaf ist kein Luxus.
Sprichw.Erholung ist keine Bequemlichkeit, sondern Voraussetzung für alles Übrige.
Herkunft: Eine Formel aus der Schlafforschung des späten 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wie die Nacht, so der Tag. Wer gut schläft, lebt gut. Wer abends zur Ruhe kommt, steht morgens auf.
Totgesagte leben länger.
Sprichw.Wer schon abgeschrieben war, hält sich oft überraschend lange.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts, meist auf Einrichtungen und Unternehmen gemünzt, deren Ende vorschnell verkündet wurde.
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