Sprichwörter · Leben
Sprichwörter über Gesundheit
Gesundheit erscheint in Sprichwörtern als Besitz, dessen Wert man erst bemerkt, wenn er weg ist. Daneben steht viel handfeste Alltagsregel.
18 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert
Bekannte Sprichwörter
Bier auf Wein, das lass sein; Wein auf Bier, das rat ich dir.
Sprichw.Alte Merkregel zur Reihenfolge beim Trinken. Ein sachlicher Grund dafür ist nicht belegt.
Herkunft: Die Merkregel ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt. Ein sachlicher Grund für die Reihenfolge ist nicht nachgewiesen; entscheidend ist die Gesamtmenge.
Auch: Wein auf Bier, das rat ich dir; Bier auf Wein, das lass sein.
Siehe auch: Wo der Wein eingeht, geht der Verstand aus. Wein macht kühne Leute. Trunkener Mund tut Wahrheit kund.
Gesundheit ist der größte Reichtum.
Sprichw.Kein Besitz wiegt den Verlust der Gesundheit auf.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei den antiken Ärzten und bei Vergil. Im Deutschen ist die Formel seit dem 17. Jahrhundert geläufig.
QuelleVergil
Siehe auch: Geld allein macht nicht glücklich. Der erste Reichtum ist die Gesundheit. Wer nichts hat, den beneidet auch niemand.
Man ist so alt, wie man sich fühlt.
Sprichw.Nicht die Jahreszahl entscheidet über das Alter, sondern die eigene Verfassung.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert verbreitet. Sie ist die Gegenrede zur Zählung nach Lebensjahren.
Salz und Brot macht Wangen rot.
Sprichw.Auch einfache Kost hält gesund; als Trost bei schmalem Tisch gebraucht.
Herkunft: Ein Reimspruch aus der Zeit, in der Salz und Brot die Grundnahrung darstellten und zugleich als Gastgeschenk gereicht wurden.
Siehe auch: Hunger ist der beste Koch.
Schlaf ist die beste Medizin.
Sprichw.Ausreichende Ruhe hilft dem Körper, sich zu erholen.
Herkunft: Der Gedanke ist in der antiken Heilkunde verbreitet und findet sich bei Hippokrates als Empfehlung der Ruhe.
Themen: Schlaf
QuelleHippokrates
Siehe auch: Wer gut schläft, lebt gut. Der Schlaf vor Mitternacht ist der beste. Die Natur heilt, der Arzt pflegt die Wunde.
Der Schlaf vor Mitternacht ist der beste.
Sprichw.Alte Regel, nach der frühe Schlafstunden die erholsamsten seien.
Herkunft: Eine Gesundheitsregel des 19. Jahrhunderts. Die Schlafforschung bestätigt sie nur teilweise: Entscheidend ist nicht die Uhrzeit, sondern dass die Tiefschlafphasen am Anfang der Nacht liegen.
Siehe auch: Wer gut schläft, lebt gut. Schlaf ist die beste Medizin.
Trinke, was klar ist, iss, was gar ist, sprich, was wahr ist.
Sprichw.Dreiteilige Lebensregel für Trinken, Essen und Reden.
Martin LutherReformator und Bibelübersetzer, 1483 bis 1546
Herkunft: Der Spruch wird traditionell Martin Luther zugeschrieben; die Zuschreibung gilt als unsicher.
Themen: TrinkenEssenEhrlichkeit
QuelleLuther
Wer gut schläft, lebt gut.
Sprichw.Erholsamer Schlaf ist die Grundlage für alles Übrige.
Herkunft: Eine volkstümliche Gesundheitsregel, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Der Schlaf vor Mitternacht ist der beste. Schlaf ist die beste Medizin.
Wer nachts nicht schlafen kann, dem fehlt am Tag der Mut.
Sprichw.Schlaflosigkeit und Mutlosigkeit bedingen einander.
Herkunft: Eine volkstümliche Erfahrungsformel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Die Nacht ist keines Menschen Freund. Die Furcht vor dem Übel ist schlimmer als das Übel selbst.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Der erste Reichtum ist die Gesundheit.
Sprichw.Ohne Gesundheit nützt aller Besitz nichts.
Herkunft: Der Ausspruch stammt von Ralph Waldo Emerson (1860).
QuelleEmerson
Siehe auch: Gesundheit ist der größte Reichtum. Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.
Gegen den Tod ist kein Kraut gewachsen.
Sprichw.Gegen die Sterblichkeit hilft kein Mittel.
Herkunft: Die Wendung stammt aus der Kräuterheilkunde: Für jedes Leiden gab es ein Kraut, für den Tod keines. In deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Sterben müssen wir alle. Dem Tod entrinnt niemand. Wer den Tod vor Augen hat, lebt anders.
Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.
Sprichw.Körperliches und geistiges Wohlbefinden hängen zusammen.
Juvenalrömischer Satiriker, um 60 bis 130 n. Chr.
Herkunft: Verkürzte Übersetzung aus einer Satire Juvenals („mens sana in corpore sano“), dort ursprünglich als Wunsch formuliert.
Themen: Leben
QuelleJuvenal
Siehe auch: Der erste Reichtum ist die Gesundheit.
Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen.
Sprichw.Wer sich nichts vorzuwerfen hat, schläft ruhig.
Herkunft: Der Reimspruch ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt. Der Gedanke findet sich bereits bei den römischen Moralphilosophen.
Themen: SchlafEhrlichkeit
Siehe auch: Im Schlaf sind alle Menschen gleich. Der Schlaf ist der Bruder des Todes.
Nach dem Essen sollst du ruhn oder tausend Schritte tun.
Sprichw.Alte Gesundheitsregel: Nach der Mahlzeit hilft entweder Ruhe oder ein Spaziergang.
Herkunft: Eine Gesundheitsregel der Diätetik, die auf die mittelalterliche Schule von Salerno zurückgeht.
QuelleSchule von Salerno
Die Natur heilt, der Arzt pflegt die Wunde.
Sprichw.Die eigentliche Heilung leistet der Körper, die Behandlung schafft nur die Bedingungen dafür.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „natura sanat, medicus curat morbos“, das auf Hippokrates zurückgeführt wird.
QuelleHippokrates
Siehe auch: Schlaf ist die beste Medizin.
Vorbeugen ist besser als heilen.
Sprichw.Ein Schaden lässt sich leichter verhindern als hinterher beheben.
Herkunft: Die Formel übersetzt den medizinischen Grundsatz „praestat cautela quam medela“, wonach Vorsicht besser sei als Heilmittel.
Auch: Vorsorge ist besser als Nachsorge.
Siehe auch: Spare in der Zeit, so hast du in der Not. Die Zukunft gehört denen, die sie vorbereiten.
Kurze Sprichwörter
Totgesagte leben länger.
Sprichw.Wer schon abgeschrieben war, hält sich oft überraschend lange.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts, meist auf Einrichtungen und Unternehmen gemünzt, deren Ende vorschnell verkündet wurde.
Wer rastet, der rostet.
Sprichw.Wer aufhört, sich zu betätigen, verliert seine Fähigkeiten und wird träge.
Herkunft: Der Reimspruch ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Das Bild vom Rost stammt vom ungenutzten Werkzeug.
Siehe auch: Wer nicht vorwärtsgeht, der kommt zurücke.
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