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Sprichwörter mit V
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15 Einträge mit Bedeutung
Ein Vater ernährt eher zehn Kinder, als zehn Kinder einen Vater.
Sprichw.Eltern sorgen selbstverständlich für ihre Kinder, umgekehrt ist der Rückhalt im Alter oft geringer.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt, meist im Zusammenhang mit der Altersversorgung, für die es keine staatliche Regelung gab.
Themen: ElternKinderFamilieAlter
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Die Liebe geht abwärts.
Versprechen und Halten sind zweierlei.
Sprichw.Eine Zusage bedeutet noch nicht, dass sie auch eingelöst wird.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: LügenVertrauenEhrlichkeit
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer viel verspricht, hält wenig. Versprochen ist versprochen. Leicht versprochen, schwer gehalten.
Versprochen ist versprochen.
Sprichw.Ein gegebenes Wort ist einzuhalten, ganz gleich wie ungelegen es kommt.
Herkunft: Die Formel stammt aus der Rechtssprache, in der das gegebene Wort bindend war. Sie wird heute vor allem gegenüber Kindern gebraucht.
Themen: VertrauenEhrlichkeitKinder
Siehe auch: Ein Mann, ein Wort. Versprechen und Halten sind zweierlei. Wer viel verspricht, hält wenig.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Sprichw.Auch wo man niemandem Böses unterstellt, sollte man nachsehen.
Herkunft: Die Zuschreibung an Lenin ist verbreitet, lässt sich in seinen Schriften aber nicht nachweisen.
Themen: VertrauenVorsichtArbeit
Siehe auch: Wer niemandem traut, dem traut auch niemand. Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht. Wer Eifersucht sät, erntet Misstrauen.
Vertrauen kommt zu Fuß und geht zu Pferde.
Sprichw.Vertrauen wächst langsam und ist mit einem einzigen Vorfall wieder verspielt.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Niederländischen. Das Bild vom langsamen Kommen und schnellen Gehen findet sich auch bei Gerüchten und beim Ruf.
Themen: VertrauenFreundschaftEhrlichkeit
Viele Hände, schnelles Ende.
Sprichw.Eine Arbeit ist rasch getan, wenn viele mit anpacken.
Herkunft: Ein Reimspruch, in deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Auch: Viele Hände machen schnell ein Ende.
Themen: ArbeitZusammenhaltFleiß
Siehe auch: Zeit und Stunde warten auf niemanden. Gesagt, getan. Einigkeit macht stark.
Viele Hunde sind des Hasen Tod.
Sprichw.Gegen eine Übermacht hat auch der Geschickteste keine Chance.
Herkunft: Aus der Hetzjagd: Ein einzelner Hund holt den Hasen nicht ein, eine Meute schon. In deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: TiereZusammenhaltMacht
Siehe auch: Gleiche Brüder, gleiche Kappen.
Viele Köche verderben den Brei.
Sprichw.Wenn zu viele Leute an derselben Sache mitreden, wird das Ergebnis schlechter statt besser.
Herkunft: Die Wendung ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt und findet sich in ähnlicher Form in zahlreichen europäischen Sprachen. Der Brei steht dabei für die einfachste denkbare Speise, an der eigentlich nichts misslingen kann.
Themen: ArbeitZusammenhaltEssen
Siehe auch: Wo viele Hirten sind, wird übel gehütet. Ein jeder tue, was seines Amtes ist.
Viele Wenig machen ein Viel.
Sprichw.Viele kleine Anteile ergeben zusammengenommen eine große Menge.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „multa pauca faciunt unum multum“ und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: SparenGeldZusammenhalt
Siehe auch: Kleinvieh macht auch Mist. Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.
Vier Augen sehen mehr als zwei.
Sprichw.Wer eine Sache zu zweit prüft, entdeckt mehr Fehler als allein.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt und stammt aus dem Zusammenhang der gegenseitigen Prüfung bei Rechnungen und Urkunden.
Ein voller Bauch studiert nicht gern.
Sprichw.Nach einer reichlichen Mahlzeit fällt geistige Arbeit schwer.
Herkunft: Ein Reimspruch aus der Studentensprache, in deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Sprichw.Bauernregel zu den Eisheiligen Mitte Mai, nach denen erst danach frostfrei gepflanzt werden soll.
Herkunft: Bezieht sich auf die Namenstage der Eisheiligen vom 11. bis 15. Mai, an denen in Mitteleuropa häufig ein letzter Kaltlufteinbruch auftritt.
Themen: WetterJahreszeitenLandwirtschaft
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Märzenstaub und Märzenwind bringen Regen, der geschwind.
Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand.
Sprichw.Der Ausgang eines Verfahrens ist ebenso wenig vorhersehbar wie das Wetter auf See.
Herkunft: Alte Juristenweisheit, im deutschen Sprachraum seit dem 19. Jahrhundert geläufig.
Themen: Recht und GerechtigkeitSchicksalReisen
Siehe auch: Wo kein Kläger ist, da ist auch kein Richter. Niemand weiß, was der morgige Tag bringt.
Vorbeugen ist besser als heilen.
Sprichw.Ein Schaden lässt sich leichter verhindern als hinterher beheben.
Herkunft: Die Formel übersetzt den medizinischen Grundsatz „praestat cautela quam medela“, wonach Vorsicht besser sei als Heilmittel.
Auch: Vorsorge ist besser als Nachsorge.
Themen: ZukunftGesundheitVorsicht
Siehe auch: Spare in der Zeit, so hast du in der Not. Die Zukunft gehört denen, die sie vorbereiten.
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.
Sprichw.Scherzhafte Mahnung zur Umsicht; die Porzellankiste steht für alles, was leicht zerbricht.
Herkunft: Eine scherzhafte Erweiterung des älteren Satzes, Vorsicht sei die Mutter der Weisheit. Die Porzellankiste ist eine Zutat des 20. Jahrhunderts.
Auch: Vorsicht ist besser als Nachsicht.
Themen: VorsichtKlugheit und Dummheit