Sprichwörter · Arbeit und Gesellschaft
Sprichwörter über Geld, Seite 2
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Bekannte Sprichwörter
Im Handel ist Geduld ein Zahlungsmittel.
Sprichw.Wer warten kann, verhandelt besser.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer lange feilscht, verliert den Kauf.
Leichtsinn ist teurer als Vorsicht.
Sprichw.Der Schaden aus Unachtsamkeit übersteigt den Aufwand für Umsicht.
Herkunft: Eine Versicherungsformel des 20. Jahrhunderts.
Themen: LeichtsinnVorsichtGeld
Siehe auch: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Wer den Becher zu oft leert, leert auch den Beutel. Wer aufs Eis geht, muss mit dem Einbrechen rechnen.
Misstrauen kostet mehr als jeder Betrug.
Sprichw.Der Aufwand für Kontrolle übersteigt meist den Schaden, den sie verhindern soll.
Herkunft: Eine Formel aus der Organisationslehre des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Großzügigkeit kostet weniger, als man denkt. Wer bewacht, verliert. Wer alles kontrolliert, hat nie vertraut.
Der Preis ist vergessen, die Qualität bleibt.
Sprichw.An den Preis erinnert sich niemand mehr, wenn die Ware taugt oder eben nicht.
Herkunft: Eine Kaufmannsformel des 20. Jahrhunderts, häufig der Werbung zugeschrieben.
Siehe auch: Wer nur auf den Preis sieht, kauft zweimal. Wer billig kauft, kauft zweimal. Im Handel entscheidet die Ware, nicht das Wort.
Spare in der Zeit, so hast du in der Not.
Sprichw.Wer in guten Zeiten zurücklegt, ist gegen schlechte Zeiten gewappnet.
Herkunft: Ein Reimspruch aus der Sparkassenbewegung des 19. Jahrhunderts, der auf einem älteren Merkvers aufbaut.
Auch: Spare in der Zeit, dann hast du in der Not.
Themen: SparenGeldVorsichtArmut
Siehe auch: Wer nichts übrig hat, kann nichts zurücklegen. Wer nichts zurücklegt, lebt von der Hand in den Mund. Wer heute spart, hat morgen die Wahl.
Über Geld spricht man nicht, man hat es.
Sprichw.Eine Redensart, die den offenen Umgang mit Vermögensfragen als unfein abtut.
Herkunft: Die Formel wird der Bankiersfamilie Rothschild zugeschrieben, ohne dass sich ein Erstbeleg finden ließe. Verbreitet ist sie seit dem 20. Jahrhundert.
Themen: GeldBescheidenheitReichtum
Was nichts kostet, ist nichts wert.
Sprichw.Was man umsonst bekommt, schätzt man selten.
Herkunft: Ein Kaufmannssprichwort, im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Wer zu billig anbietet, verkauft sich selbst. Wer billig kauft, kauft zweimal. Ehrlich sein kostet, unehrlich sein kostet mehr.
Wer billig kauft, kauft zweimal.
Sprichw.An der falschen Stelle gespart bedeutet, dass man die Sache bald erneut anschaffen muss.
Herkunft: Die Formel ist im deutschen Handel seit dem 19. Jahrhundert geläufig. Sie ist die Umkehrung des Werbeversprechens vom günstigen Preis.
Auch: Wer billig kauft, kauft teuer.
Themen: GeldHandelSparenVorsicht
Siehe auch: Wer zu billig anbietet, verkauft sich selbst. Was nichts kostet, ist nichts wert. Der Preis ist vergessen, die Qualität bleibt.
Wer den Becher zu oft leert, leert auch den Beutel.
Sprichw.Regelmäßiges Trinken zehrt am Vermögen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 18. Jahrhunderts belegt.
Themen: TrinkenGeldLeichtsinn
Siehe auch: Wer Mut trinkt, hat am Morgen keinen mehr. Wein macht kühne Leute. Leichtsinn ist teurer als Vorsicht.
Wer früh sparen lernt, braucht es später nicht.
Sprichw.Die früh eingeübte Zurückhaltung erspart den späteren Zwang dazu.
Herkunft: Eine Formel aus der Sparkassenerziehung des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer nichts übrig hat, kann nichts zurücklegen. Wer in der Jugend nicht spart, muss im Alter darben. Spare in der Zeit, so hast du in der Not.
Wer heute spart, hat morgen die Wahl.
Sprichw.Rücklagen verschaffen nicht Reichtum, sondern Handlungsspielraum.
Herkunft: Eine Formel aus der Finanzberatung des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Sparen ohne Ziel ist auch nur Horten. Spare in der Zeit, so hast du in der Not.
Wer im Kleinen nicht spart, spart im Großen vergebens.
Sprichw.Wer die alltäglichen Ausgaben nicht im Blick hat, dem nützt der einmalige Verzicht nichts.
Herkunft: Eine Formel aus der Sparkassenliteratur des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer sparen will, muss zuerst rechnen. Wer nichts hat, kann nichts sparen. Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.
Wer lange feilscht, verliert den Kauf.
Sprichw.Wer zu lange um den Preis streitet, dem kommt ein anderer zuvor.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Im Handel ist Geduld ein Zahlungsmittel. Wo ein Trog ist, kommen die Schweine. Wer jeden Pfennig dreimal umdreht, verpasst das Geschäft.
Wer nichts hat, kann nichts sparen.
Sprichw.Nüchterne Feststellung gegen den Ratschlag, man müsse nur sparsam sein.
Herkunft: Eine volkstümliche Gegenrede zu den Sparsprüchen des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer nichts übrig hat, kann nichts zurücklegen. Wer sparen will, muss zuerst rechnen. Wer nichts zurücklegt, lebt von der Hand in den Mund.
Wer nichts übrig hat, kann nichts zurücklegen.
Sprichw.Sparen setzt einen Überschuss voraus, den nicht jeder hat.
Herkunft: Eine volkstümliche Gegenrede zu den Sparsprüchen des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer nichts zurücklegt, lebt von der Hand in den Mund. Wer nichts hat, kann nichts sparen. Spare in der Zeit, so hast du in der Not.
Wer reich werden will, muss früh anfangen oder erben.
Sprichw.Nüchterne Feststellung über die tatsächlichen Wege zum Vermögen.
Herkunft: Eine umgangssprachliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer trinkt, um zu vergessen, soll vorher bezahlen. Morgen, morgen, nur nicht heute. Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Das letzte Hemd hat keine Taschen.
Sprichw.Besitz nützt am Ende nichts, weil man nichts davon mitnehmen kann.
Herkunft: Das Totenhemd hat tatsächlich keine Taschen. Der Gedanke selbst ist älter und findet sich im ersten Timotheusbrief des Neuen Testaments, wonach wir nichts in die Welt gebracht haben und nichts hinausbringen werden.
Themen: TodReichtumGeldBescheidenheit
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht. Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten. Wer gibt, macht sich frei.
Ein magerer Vergleich ist besser als ein fetter Prozess.
Sprichw.Eine Einigung mit Abstrichen kostet weniger als ein gewonnener Rechtsstreit.
Herkunft: Eine alte Juristenweisheit, in deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht.
Sprichw.Wohlstand bemisst sich am Verhältnis von Besitz und Bedürfnis.
Herkunft: Der Gedanke stammt von Seneca und gehört zu den Grundsätzen der stoischen Besitzlehre.
Themen: ReichtumBescheidenheitGeld
QuelleSeneca
Siehe auch: Der Reichste ist nicht der mit dem meisten Geld, sondern der mit den wenigsten Wünschen. Das letzte Hemd hat keine Taschen. Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten.
Man soll nicht alle Eier in einen Korb legen.
Sprichw.Wer alles auf eine Möglichkeit setzt, verliert im Ernstfall alles auf einmal.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Englischen, wo seit dem 17. Jahrhundert davor gewarnt wird, alle Eier in einen Korb zu legen.
Siehe auch: Leichtsinn ist teurer als Vorsicht. Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.
Viele Wenig machen ein Viel.
Sprichw.Viele kleine Anteile ergeben zusammengenommen eine große Menge.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „multa pauca faciunt unum multum“ und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: SparenGeldZusammenhalt
Siehe auch: Kleinvieh macht auch Mist. Wer im Kleinen nicht spart, spart im Großen vergebens. Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.
Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.
Sprichw.Wer sorglos mit kleinen Beträgen umgeht, wird auch mit größeren nicht haushalten können.
Herkunft: Die ältere Fassung nennt Pfennig und Taler; in neuerer Zeit ist auch die Variante mit dem Euro geläufig.
Auch: Wer den Cent nicht ehrt, ist des Euro nicht wert.
Siehe auch: Wer im Kleinen nicht spart, spart im Großen vergebens. Viele Wenig machen ein Viel. Kleinvieh macht auch Mist.
Wer Geld liebt, wird Geldes nimmer satt.
Sprichw.Vermögen weckt das Verlangen nach mehr, statt es zu stillen.
Herkunft: Aus dem Buch Prediger im Alten Testament (Prediger 5,9).
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Dem Geizigen ist nie genug. Wer viel hat, will noch mehr. Der Geiz hat nie genug und der Neid nie Ruhe.
Wer Geld verleiht, verliert es oder den Freund.
Sprichw.Ein Darlehen unter Freunden endet meist mit einem Verlust, so oder so.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 18. Jahrhunderts belegt.
Themen: GeldFreundschaftVertrauen
Siehe auch: Vertrauen ist eine Vorleistung. Man soll nicht alle Eier in einen Korb legen. Leichtsinn ist teurer als Vorsicht.
Wer hat, dem wird gegeben.
Sprichw.Wer schon viel besitzt, bekommt am leichtesten noch mehr dazu.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Neuen Testament (Matthäus 25,29) und wird heute meist gesellschaftskritisch gebraucht.
Themen: ReichtumGeldRecht und Gerechtigkeit
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Die kleinen Diebe hängt man, die großen lässt man laufen. Das Recht ist für alle da, aber nicht für alle gleich erreichbar.
Kurze Sprichwörter
Kauf ist Kauf.
Sprichw.Ein abgeschlossener Kauf lässt sich nicht rückgängig machen.
Herkunft: Eine alte Rechtsregel, in deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: HandelRecht und GerechtigkeitGeld
Siehe auch: Im Handel gilt das Wort.
Kleinvieh macht auch Mist.
Sprichw.Auch geringe Beträge summieren sich mit der Zeit zu etwas Ansehnlichem.
Herkunft: Der Satz stammt aus der Landwirtschaft, in der Dung ein wirtschaftliches Gut war. Auch kleine Tiere trugen dazu messbar bei.
Themen: SparenGeldLandwirtschaftTiere
Siehe auch: Viele Wenig machen ein Viel. Wer im Kleinen nicht spart, spart im Großen vergebens. Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.
Kurze Rechnung, lange Freundschaft.
Sprichw.Wer offene Beträge schnell begleicht, erhält sich die gute Beziehung.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Französischen, wo von kurzen Rechnungen und langer Freundschaft die Rede ist.
Themen: GeldFreundschaftHandel
Sparen ist verdienen.
Sprichw.Ein nicht ausgegebener Betrag zählt genauso wie ein eingenommener.
Herkunft: Ein Kaufmannssprichwort, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Ein Groschen gespart ist ein Groschen verdient. Wer sparen will, muss zuerst rechnen. Wer nichts hat, kann nichts sparen.
Unrecht Gut gedeihet nicht.
Sprichw.Unehrlich erworbener Besitz bringt auf Dauer keinen Nutzen.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament, wonach unrecht erworbenes Gut nicht bleibt. Die deutsche Fassung ist seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: Recht und GerechtigkeitGeldEhrlichkeit
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Ehrlich sein kostet, unehrlich sein kostet mehr. Betrug schlägt seinen eigenen Herrn. Wer lügt, der trügt.
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