Sprichwörter · Arbeit und Gesellschaft
Sprichwörter über Geld, Seite 2
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Wer billig kauft, kauft zweimal.
Sprichw.An der falschen Stelle gespart bedeutet, dass man die Sache bald erneut anschaffen muss.
Herkunft: Die Formel ist im deutschen Handel seit dem 19. Jahrhundert geläufig. Sie ist die Umkehrung des Werbeversprechens vom günstigen Preis.
Auch: Wer billig kauft, kauft teuer.
Themen: GeldHandelSparenVorsicht
Siehe auch: Was nichts kostet, ist nichts wert. Gute Ware lobt sich selbst.
Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.
Sprichw.Wer sorglos mit kleinen Beträgen umgeht, wird auch mit größeren nicht haushalten können.
Herkunft: Die ältere Fassung nennt Pfennig und Taler; in neuerer Zeit ist auch die Variante mit dem Euro geläufig.
Auch: Wer den Cent nicht ehrt, ist des Euro nicht wert.
Siehe auch: Viele Wenig machen ein Viel. Kleinvieh macht auch Mist.
Wer Geld liebt, wird Geldes nimmer satt.
Sprichw.Vermögen weckt das Verlangen nach mehr, statt es zu stillen.
Herkunft: Aus dem Buch Prediger im Alten Testament (Prediger 5,9).
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Der Geiz wächst mit dem Gelde. Dem Geizigen ist nie genug. Wer viel hat, will noch mehr.
Wer hat, dem wird gegeben.
Sprichw.Wer schon viel besitzt, bekommt am leichtesten noch mehr dazu.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Neuen Testament (Matthäus 25,29) und wird heute meist gesellschaftskritisch gebraucht.
Themen: ReichtumGeldRecht und Gerechtigkeit
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Die kleinen Diebe hängt man, die großen lässt man laufen.
Wer nichts hat, kann nichts sparen.
Sprichw.Nüchterne Feststellung gegen den Ratschlag, man müsse nur sparsam sein.
Herkunft: Eine volkstümliche Gegenrede zu den Sparsprüchen des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Sparen ist verdienen. Sparsamkeit erhält das Haus. In der Not frisst der Teufel Fliegen.
Wie die Arbeit, so der Lohn.
Sprichw.Die Bezahlung entspricht dem, was jemand leistet, und schlechte Bezahlung bringt schlechte Arbeit hervor.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt, ursprünglich als Rechtfertigung geringer Bezahlung bei schlechter Leistung.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Arbeit adelt. Der Neid sieht das Ziel, nicht den Weg.
Wie gewonnen, so zerronnen.
Sprichw.Was mühelos zufällt, ist meist ebenso schnell wieder weg.
Herkunft: Ein Reimspruch, in deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. „Zerrinnen“ meint das Zerfließen wie von Schnee.
Themen: GeldReichtumLeichtsinn
Siehe auch: Wer alles behalten will, verliert am Ende alles. Dreimal umgezogen ist einmal abgebrannt.
Wo ein Trog ist, kommen die Schweine.
Sprichw.Wo etwas zu holen ist, stellen sich schnell Interessenten ein.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt, entstanden aus der täglichen Beobachtung beim Füttern.
Wo nichts ist, hat der Kaiser sein Recht verloren.
Sprichw.Von jemandem, der nichts besitzt, lässt sich auch nichts eintreiben.
Herkunft: Alte Rechtsregel, in deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: ArmutRecht und GerechtigkeitGeld
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Borgen macht Sorgen. Geld und Freundschaft verträgt sich schlecht.
Wohltun trägt Zinsen.
Sprichw.Wer anderen hilft, bekommt es auf Umwegen zurück.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt; der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament.
Themen: GroßzügigkeitDankbarkeitGeld
QuelleAltes Testament, Sprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Doppelt gibt, wer schnell gibt. Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal. Undank ist der Welt Lohn.
Zeit ist Geld.
Sprichw.Verlorene Zeit bedeutet entgangenen Verdienst.
Benjamin Franklinamerikanischer Staatsmann und Publizist, 1706 bis 1790
Herkunft: Der Satz stammt in dieser Form aus einem Ratgebertext von Benjamin Franklin aus dem Jahr 1748.
QuelleBenjamin Franklin
Siehe auch: Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ordnung ist das halbe Leben.
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