Sprichwörter · Charakter und Verhalten
Sprichwörter über Bescheidenheit, Seite 3
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Bekannte Sprichwörter
Wer sich nicht selbst lobt, wird auch nicht getadelt.
Sprichw.Wer keine Ansprüche anmeldet, bietet auch keine Angriffsfläche.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 18. Jahrhunderts belegt.
Themen: BescheidenheitHochmutVorsicht
Siehe auch: Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten. Wer sich zu klein macht, wird übersehen. Große Menschen machen wenig Aufhebens.
Wer sich rühmt, dem glaubt man nicht.
Sprichw.Selbstlob mindert die Glaubwürdigkeit statt sie zu erhöhen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 17. Jahrhunderts belegt.
Themen: HochmutBescheidenheitVertrauen
Siehe auch: Eigenlob stinkt. Der leerste Krug klingt am lautesten. Wer viel weiß, redet wenig.
Wer sich selbst genügt, braucht wenig Beifall.
Sprichw.Wer mit sich im Reinen ist, ist auf fremde Bestätigung nicht angewiesen.
Herkunft: Der Gedanke gehört zur stoischen Lehre von der Selbstgenügsamkeit und findet sich bei Mark Aurel.
Themen: BescheidenheitHochmutGlück
QuelleMark Aurel
Siehe auch: Ein eigenes Dach ist mehr wert als ein fremder Palast. Ehre, wem Ehre gebührt. Der Neid ist die aufrichtigste Bewunderung.
Wer sich selbst kennt, überschätzt sich nicht.
Sprichw.Wer die eigenen Grenzen kennt, verspricht nicht mehr, als er halten kann.
Herkunft: Der Gedanke geht auf die Inschrift von Delphi zurück und findet sich bei Sokrates und den Stoikern.
Themen: BescheidenheitKlugheit und DummheitWissen
QuelleOrakel von Delphi, Sokrates
Siehe auch: Wer sich am eigenen Werk nicht satt sieht, hat wenig geleistet. Wer reist, lernt Länder kennen; wer bleibt, lernt sich selbst. Wer maßhalten kann, braucht keinen Arzt.
Wer sich zu klein macht, wird übersehen.
Sprichw.Übertriebene Zurückhaltung wird nicht als Tugend erkannt, sondern als Bedeutungslosigkeit.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem älteren Spottvers über die Bescheidenheit als Zier.
Themen: BescheidenheitHochmutErfolg
Siehe auch: Große Menschen machen wenig Aufhebens. Wer leise auftritt, wird länger gehört. Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten.
Wer viel gibt, braucht selbst am wenigsten.
Sprichw.Wer leicht abgeben kann, hängt am eigenen Besitz nicht.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit der stoischen Besitzlehre.
Themen: GroßzügigkeitBescheidenheitReichtum
Siehe auch: Wer gibt, macht sich frei. Wer gibt, wird nicht ärmer. Wer gibt, soll schweigen; wer nimmt, soll reden.
Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten.
Sprichw.Wer seinen Besitz nicht vorführt, steht am sichersten da.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts aus dem Umfeld der Sprüche über Zurückhaltung.
Themen: BescheidenheitReichtumHochmut
Siehe auch: Wer sich zu klein macht, wird übersehen. Wer sich nicht selbst lobt, wird auch nicht getadelt. Wer gibt, macht sich frei.
Wer viel redet, sagt wenig.
Sprichw.Umfang und Gehalt einer Rede haben wenig miteinander zu tun.
Herkunft: Eine Bildung nach demselben Muster, hier auf den Vielredner gemünzt statt auf den Wissenden.
Wer viel weiß, redet wenig.
Sprichw.Wirkliche Sachkenntnis muss sich nicht dauernd behaupten.
Herkunft: Der Gedanke findet sich in der antiken Philosophie und im ostasiatischen Schrifttum. Im Deutschen ist die Formel seit dem 19. Jahrhundert geläufig.
Themen: WissenBescheidenheitKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Eigenlob stinkt. Wer recht hat und schweigt, verliert nichts. Wer leise auftritt, wird länger gehört.
Wer wenig verspricht, kann viel halten.
Sprichw.Niedrige Erwartungen lassen sich leichter übertreffen.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel des 19. Jahrhunderts.
Themen: BescheidenheitEhrlichkeitVertrauen
Siehe auch: Versprochen ist versprochen. Versprechen und Halten sind zweierlei. Im Handel gilt das Wort.
Wer zu billig anbietet, verkauft sich selbst.
Sprichw.Wer den eigenen Preis zu niedrig ansetzt, entwertet damit seine Arbeit.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel des 20. Jahrhunderts.
Themen: HandelGeldBescheidenheit
Siehe auch: Zeit ist Geld. Wer billig kauft, kauft zweimal. Was nichts kostet, ist nichts wert.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden.
Sprichw.Wer sich über andere stellt, wird darauf zurückgeworfen.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Lukasevangelium (Lukas 14,11).
Themen: HochmutBescheidenheitMisserfolg
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Hochmut kommt vor dem Fall. Wer hoch zu Ross sitzt, fällt tief.
Wer weit reisen will, muss leicht packen.
Sprichw.Wer weit kommen will, darf sich nicht mit Überflüssigem beladen.
Herkunft: Ein Reisesprichwort, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt und in vielen Sprachen verbreitet.
Themen: ReisenErfahrungBescheidenheit
Siehe auch: Wer gern reist, hat auch gern ein Zuhause. Wer die Welt sehen will, muss die Tür hinter sich zumachen. Wer das Wetter scheut, bleibt zu Hause.
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