Sprichwörter · Arbeit und Gesellschaft
Sprichwörter über Reichtum
Reichtum wird selten beneidet und oft misstrauisch beäugt. Viele Belege stellen ihm etwas gegenüber, das man nicht kaufen kann.
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Bekannte Sprichwörter
Dem Armen fehlt es an Geld, dem Reichen an Rat.
Sprichw.Jeder hat seinen Mangel, nur an verschiedener Stelle.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 18. Jahrhunderts belegt.
Themen: ArmutKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Not macht erfinderisch. Die Wahrheit liegt in der Mitte.
Ehrliche Arbeit macht keinen reich, aber ruhig.
Sprichw.Redlichkeit bringt kein Vermögen, aber ein ruhiges Gewissen.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Themen: EhrlichkeitArbeit
Siehe auch: Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen. Bleibe im Lande und nähre dich redlich.
Ein eigenes Dach ist mehr wert als ein fremder Palast.
Sprichw.Das Eigene, so klein es ist, wiegt schwerer als der Aufenthalt im Fremden.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem Sprichwort vom eigenen Herd.
Themen: Haus und HeimatBescheidenheit
Siehe auch: Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten. Wer gibt, macht sich frei. Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht.
Der Geiz macht den Beutel schwer und das Herz leer.
Sprichw.Wer nur sammelt, gewinnt an Besitz und verliert an Zufriedenheit.
Herkunft: Ein Reimspruch aus den deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts.
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Geld allein macht nicht glücklich. Das Glück wohnt selten in großen Häusern. Wer niemandem etwas gönnt, hat selbst am wenigsten.
Der Geiz sammelt, die Gier verschlingt.
Sprichw.Beide Laster verhalten sich zum Besitz gegensätzlich und richten doch denselben Schaden an.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 18. Jahrhunderts belegt.
Siehe auch: Geiz ist die Wurzel allen Übels. Der Geiz hat nie genug und der Neid nie Ruhe. Sparsamkeit rechnet, Geiz zählt.
Der Geizige besitzt sein Geld nicht, sein Geld besitzt ihn.
Sprichw.Wer nur noch ans Sparen denkt, wird von seinem Vermögen beherrscht statt umgekehrt.
Publilius Syrusrömischer Spruchdichter, 1. Jahrhundert v. Chr.
Herkunft: Der Gedanke findet sich in dieser Form bereits bei dem römischen Autor Publilius Syrus.
QuellePublilius Syrus
Siehe auch: Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht. Geld sättigt keinen Hunger. Geld allein macht nicht glücklich.
Der Geizige gibt erst im Tod.
Sprichw.Wer zu Lebzeiten nichts hergibt, tut es unfreiwillig am Ende doch.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 18. Jahrhunderts belegt.
Siehe auch: Wer alles behalten will, verliert am Ende alles.
Geld allein macht nicht glücklich.
Sprichw.Wohlstand ersetzt keine Zufriedenheit, auch wenn er das Leben leichter macht.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert geläufig und wird gern mit dem spöttischen Zusatz versehen, es gehöre aber Geld dazu.
Siehe auch: Der Geiz macht den Beutel schwer und das Herz leer. Das Glück wohnt selten in großen Häusern. Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht.
Gesundheit ist der größte Reichtum.
Sprichw.Kein Besitz wiegt den Verlust der Gesundheit auf.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei den antiken Ärzten und bei Vergil. Im Deutschen ist die Formel seit dem 17. Jahrhundert geläufig.
Themen: GesundheitGlück
QuelleVergil
Siehe auch: Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts. Geld allein macht nicht glücklich. Der erste Reichtum ist die Gesundheit.
Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.
Sprichw.Ohne Gesundheit verlieren alle anderen Güter ihren Wert.
Herkunft: Der Ausspruch wird Arthur Schopenhauer zugeschrieben und findet sich sinngemäß in seinen „Aphorismen zur Lebensweisheit“.
Themen: GesundheitLeben
QuelleSchopenhauer
Siehe auch: Der erste Reichtum ist die Gesundheit. Gesundheit ist der größte Reichtum.
Das Glück wohnt selten in großen Häusern.
Sprichw.Zufriedenheit hat wenig mit dem Umfang des Besitzes zu tun.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Themen: GlückBescheidenheit
Siehe auch: Geld allein macht nicht glücklich. Der Geiz macht den Beutel schwer und das Herz leer. Der Reichste ist nicht der mit dem meisten Geld, sondern der mit den wenigsten Wünschen.
Im Alter zählt nicht, was man hatte, sondern was man getan hat.
Sprichw.Die Bilanz eines Lebens wird nach Taten gezogen, nicht nach Besitz.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Siehe auch: Wer in Ehren alt wird, hat mehr erreicht als der, der reich stirbt. Wer in der Jugend nichts wagt, hat im Alter nichts zu erzählen. Im Alter zählen die Freunde, die geblieben sind.
Im Handel ist der Ruf das Kapital.
Sprichw.Ein guter Name bringt mehr Geschäfte ein als jedes Angebot.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel des 19. Jahrhunderts.
Themen: HandelEhrlichkeit
Siehe auch: Wer in Ehren alt wird, hat mehr erreicht als der, der reich stirbt. Ein guter Name ist besser als Reichtum. Besser arm in Ehren als reich in Schanden.
Im Schlaf sind alle Menschen gleich.
Sprichw.Im Schlaf zählen Rang und Vermögen nicht.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei den antiken Moralisten, unter anderem bei Publilius Syrus.
QuellePublilius Syrus
Siehe auch: Der Tod macht alle gleich. Wer vertraut, schläft besser. Wer nicht schlafen kann, hat meist zu viel gedacht.
Kinder brauchen Zeit, nicht Sachen.
Sprichw.Zuwendung lässt sich nicht durch Geschenke ersetzen.
Herkunft: Eine Formel aus der Erziehungsliteratur des späten 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer sein Kind liebt, der züchtigt es. Wer Kinder schlägt, hat die Argumente verloren. Wer Kinder hat, lernt Geduld oder verliert sie.
Kinder machen arm an Geld und reich an Freude.
Sprichw.Der Aufwand ist erheblich, der Ertrag anderer Art.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Besser arm in Ehren als reich in Schanden.
Sprichw.Ein guter Ruf wiegt schwerer als Vermögen, das auf unlautere Weise erworben wurde.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: EhrlichkeitArmut
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Armut schändet nicht. Wer in Ehren alt wird, hat mehr erreicht als der, der reich stirbt. Im Handel ist der Ruf das Kapital.
Der erste Reichtum ist die Gesundheit.
Sprichw.Ohne Gesundheit nützt aller Besitz nichts.
Herkunft: Der Ausspruch stammt von Ralph Waldo Emerson (1860).
Themen: GesundheitLeben
QuelleEmerson
Siehe auch: Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts. Gesundheit ist der größte Reichtum. Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.
Es ist nicht alles Gold, was glänzt.
Sprichw.Ein guter äußerer Eindruck sagt nichts über den tatsächlichen Wert einer Sache oder Person.
Herkunft: Der Gedanke ist im Deutschen seit dem Mittelalter belegt und findet sich in ähnlicher Form in vielen europäischen Sprachen.
Siehe auch: Der Schein trügt. Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge.
Die gebende Hand wird nicht leer.
Sprichw.Wer großzügig ist, verarmt daran nicht.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament, wonach dem Gebenden nichts mangelt.
Themen: GroßzügigkeitDankbarkeit
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer gibt, wird nicht ärmer. Was man verschenkt, hat man behalten. Wer viel gibt, braucht selbst am wenigsten.
Der Geiz hat nie genug und der Neid nie Ruhe.
Sprichw.Beide Laster kennen keinen Punkt, an dem sie zufrieden wären.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer Geld liebt, wird Geldes nimmer satt. Geiz ist die Wurzel allen Übels. Der Geiz sammelt, die Gier verschlingt.
Geiz ist die Wurzel allen Übels.
Sprichw.Übertriebene Sparsamkeit und Habgier gelten als Ursache vieler Missstände.
Herkunft: Zurückgehend auf das Neue Testament (1. Timotheus 6,10), wo die Geldgier so bezeichnet wird.
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Dem Geizigen ist nie genug. Der Geiz sammelt, die Gier verschlingt. Der Geiz hat nie genug und der Neid nie Ruhe.
Der Geiz wächst mit dem Vermögen.
Sprichw.Anders als erwartet nimmt die Sparsamkeit mit dem Wohlstand zu statt ab.
Juvenalrömischer Satiriker, um 60 bis 130 n. Chr.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Juvenal, der schreibt, die Geldgier wachse mit dem Geld.
QuelleJuvenal
Siehe auch: Der Geizige besitzt sein Geld nicht, sein Geld besitzt ihn. Der Geiz macht den Beutel schwer und das Herz leer. Wer viel verschenkt, muss wenig bewachen.
Der Geizige lebt arm, um reich zu sterben.
Sprichw.Wer nur sammelt, verzichtet zu Lebzeiten auf das, wofür er sammelt.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Publilius Syrus und wurde im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert wiedergegeben.
QuellePublilius Syrus
Siehe auch: Wer nur spart, lebt nicht. Der Geizige gönnt sich selbst am wenigsten. Das Alter ist eine Insel, die alle erreichen wollen und niemand betreten will.
Dem Geizigen ist nie genug.
Sprichw.Wer knausert und rafft, findet nie einen Punkt, an dem er zufrieden wäre.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei Horaz, der den Geizigen als jemanden beschreibt, dem stets zum Ganzen etwas fehlt.
QuelleHoraz
Siehe auch: Wer Geld liebt, wird Geldes nimmer satt. Geiz ist die Wurzel allen Übels. Der Geiz hat nie genug und der Neid nie Ruhe.
Ein guter Name ist besser als Reichtum.
Sprichw.Ein tadelloser Ruf ist mehr wert als Vermögen.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament (Sprüche 22,1).
Themen: EhrlichkeitBescheidenheit
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer in Ehren alt wird, hat mehr erreicht als der, der reich stirbt. Im Handel ist der Ruf das Kapital. Besser arm in Ehren als reich in Schanden.
Kurze Sprichwörter
Besitz verpflichtet.
Sprichw.Wer viel hat, trägt für den Umgang damit Verantwortung.
Herkunft: Die Formel geht auf Artikel 14 des deutschen Grundgesetzes zurück, wonach Eigentum verpflichtet; der Gedanke ist älter.
Themen: GroßzügigkeitRecht und Gerechtigkeit
QuelleGrundgesetz
Siehe auch: Wer viel verschenkt, muss wenig bewachen. Wer gibt, macht sich frei. Wer viel hat, hat viel zu verlieren.
Geld regiert die Welt.
Sprichw.Nüchterne Feststellung, dass finanzielle Mittel über den Lauf der Dinge entscheiden.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt und im Zeitalter der aufkommenden Handelshäuser zu einem geflügelten Wort geworden.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer die Jugend hat, hat die Zukunft. Die Hand, die die Wiege schaukelt, regiert die Welt.
Geld sättigt keinen Hunger.
Sprichw.Vermögen hilft nur, solange es etwas zu kaufen gibt.
Herkunft: Der Gedanke findet sich in vielen Kulturen und ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht. Geld allein macht nicht glücklich. Der Geizige besitzt sein Geld nicht, sein Geld besitzt ihn.
Handel bringt Wandel.
Sprichw.Wo Waren getauscht werden, verändern sich auch die Verhältnisse.
Herkunft: Eine Formel aus der Kaufmannssprache des 19. Jahrhunderts, entstanden mit dem Aufblühen des Fernhandels.
Themen: HandelVeränderung
Siehe auch: Wer nicht vorwärtsgeht, der kommt zurücke. Stillstand ist Rückschritt. Man kann das Rad der Zeit nicht zurückdrehen.
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