Sprichwörter · Beziehungen
Sprichwörter über Neid
Der Neid ist ein Dauergast in der Sprichwortsammlung, und er wird konsequent als Eigenschaden dargestellt.
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Bekannte Sprichwörter
Erfolg macht sichtbar, was vorher niemand sehen wollte.
Sprichw.Dieselbe Leistung wird erst nach dem Ergebnis wahrgenommen.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Siehe auch: Wer den Tod vor Augen hat, lebt anders. Macht verdirbt den Charakter. Das Rad, das am lautesten quietscht, bekommt das Fett.
Der Neid ist des Glückes Schatten.
Sprichw.Wo jemand Erfolg hat, entsteht fast zwangsläufig auch Missgunst.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt. Das Bild vom Schatten setzt voraus, dass Neid nur dort entsteht, wo Licht fällt.
Siehe auch: Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer. Wer niemandem etwas gönnt, hat selbst am wenigsten. Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.
Der Neid ist die aufrichtigste Bewunderung.
Sprichw.Wer beneidet, gibt damit zu, dass er das Erreichte für erstrebenswert hält.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne belegbaren Erstautor.
Siehe auch: Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer. Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung. Neid ist die Steuer, die man auf Erfolg zahlt.
Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.
Sprichw.Wer beneidet wird, hat offenbar etwas erreicht, das andere gern hätten.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts, die den älteren Gedanken umdreht, Neid sei ein Laster. Ein Erstbeleg lässt sich nicht ausmachen.
Siehe auch: Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer. Neid ist die Steuer, die man auf Erfolg zahlt. Der Neid ist die aufrichtigste Bewunderung.
Neid ist die Steuer, die man auf Erfolg zahlt.
Sprichw.Wer etwas erreicht, muss mit Missgunst rechnen; sie gehört zum Erfolg dazu.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, mehrfach zugeschrieben, ohne belegbaren Erstautor.
Siehe auch: Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer. Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung. Der Neid ist die aufrichtigste Bewunderung.
Neid ist ein schlechter Nachbar.
Sprichw.Missgunst vergiftet das Zusammenleben in der Nachbarschaft besonders leicht.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Siehe auch: Beim Nachbarn ist das Gras immer grüner. Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer. Wer niemandem etwas gönnt, hat selbst am wenigsten.
Neid lässt sich schlechter verbergen als Hass.
Sprichw.Missgunst zeigt sich in Kleinigkeiten, die man nicht kontrollieren kann.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei La Rochefoucauld.
QuelleLa Rochefoucauld
Siehe auch: Der Neid schläft nie. Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer. Wer niemandem etwas gönnt, hat selbst am wenigsten.
Neid lehrt nur vergleichen, nicht handeln.
Sprichw.Missgunst führt zum Blick auf andere, nicht zur eigenen Arbeit.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne belegbaren Erstautor.
Siehe auch: Neid baut keine Häuser. Besser beneidet als bemitleidet. Wer vergleicht, verliert.
Der Neid schaut nach oben, die Dankbarkeit nach unten.
Sprichw.Zufriedenheit hängt davon ab, mit wem man sich vergleicht.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Zufriedenheitsforschung.
Themen: DankbarkeitGlück
Siehe auch: Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat. Wer vergleicht, verliert. Der Neid sieht nur den fremden Garten.
Der Neid sieht das Ergebnis, nie die Arbeit.
Sprichw.Wer beneidet, rechnet die Mühe nicht mit, die dahintersteckt.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Der Neid sieht das Ziel, nicht den Weg. Neid baut keine Häuser. Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer.
Der Neid sieht das Ziel, nicht den Weg.
Sprichw.Wer beneidet, sieht nur das Ergebnis und nicht die Mühe, die dahintersteckt.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts ohne belegbaren Erstautor.
Siehe auch: Der Neid sieht das Ergebnis, nie die Arbeit. Neid baut keine Häuser. Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer.
Der Neid sieht nur den fremden Garten.
Sprichw.Wer ständig vergleicht, nimmt das Eigene nicht mehr wahr.
Herkunft: Eine volkstümliche Bildformel, verwandt mit dem Sprichwort vom Nachbarsgras, das grüner sei.
Themen: DankbarkeitNachbarn
Siehe auch: Wer über andere hinwegsieht, sieht auch nicht, wer ihm hilft. Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat. Wer in den Topf des Nachbarn schaut, versalzt den eigenen.
Wer in den Topf des Nachbarn schaut, versalzt den eigenen.
Sprichw.Wer ständig vergleicht, vernachlässigt die eigene Sache.
Herkunft: Eine volkstümliche Bildformel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Der Neid sieht nur den fremden Garten. Beim Nachbarn ist das Gras immer grüner. Wer vergleicht, verliert.
Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat.
Sprichw.Missgunst entsteht durch den Blick nach oben, nicht durch tatsächlichen Mangel.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem älteren Gedanken, der Neid sehe nur das Ziel.
Themen: DankbarkeitGlück
Siehe auch: Wer vergleicht, verliert. Der Neid schaut nach oben, die Dankbarkeit nach unten. Wer niemandem etwas gönnt, hat selbst am wenigsten.
Wer nichts hat, den beneidet auch niemand.
Sprichw.Missgunst richtet sich nur gegen den, der etwas vorzuweisen hat.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei den antiken Moralisten und ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert geläufig.
Siehe auch: Der Neidische magert an fremdem Fett. Wer viel verschenkt, muss wenig bewachen. Wer viel hat, hat viel zu verlieren.
Wer niemandem etwas gönnt, hat selbst am wenigsten.
Sprichw.Wer anderen den Erfolg missgönnt, verdirbt sich den eigenen.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem älteren Satz, der Neid frisse seinen Herrn.
Siehe auch: Wer vergleicht, verliert. Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat. Der Neid ist des Glückes Schatten.
Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer.
Sprichw.Das Urteil über fremde Leistung fällt umso strenger aus, je weniger eigene vorliegt.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Siehe auch: Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung. Neid ist die Steuer, die man auf Erfolg zahlt. Der Neid ist die aufrichtigste Bewunderung.
Wer sich über andere freuen kann, hat doppelt so viel Grund zur Freude.
Sprichw.Das Gegenteil des Neides vervielfacht die Anlässe zur Zufriedenheit.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: FreundschaftGlück
Siehe auch: Wer danken kann, hat mehr vom Leben. Wer dankbar lebt, hat weniger Ansprüche. Wer dankbar ist, ist nie ganz arm.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Beim Nachbarn ist das Gras immer grüner.
Sprichw.Aus der Ferne wirkt fremder Besitz besser als der eigene.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei Ovid, der schreibt, die Ernte auf fremdem Feld sei stets ergiebiger.
QuelleOvid
Siehe auch: Wer vergleicht, verliert. Wer niemandem etwas gönnt, hat selbst am wenigsten. Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat.
Des einen Freud ist des anderen Leid.
Sprichw.Was für den einen ein Gewinn ist, bedeutet für den anderen einen Verlust.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt und beschreibt die Beobachtung, dass Güter oft nur umverteilt und nicht vermehrt werden.
Der Geiz hat nie genug und der Neid nie Ruhe.
Sprichw.Beide Laster kennen keinen Punkt, an dem sie zufrieden wären.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer Geld liebt, wird Geldes nimmer satt. Geiz ist die Wurzel allen Übels. Der Geiz sammelt, die Gier verschlingt.
Der Neid frisst seinen eigenen Herrn.
Sprichw.Missgunst schadet vor allem dem, der sie hegt.
Herkunft: Der Gedanke ist bereits in der Antike belegt, unter anderem bei Horaz, der den Neid als selbstzerstörerisch beschreibt. Im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert geläufig.
Auch: Neid frisst den Neider.
Themen: Unglück
QuelleHoraz
Siehe auch: Wer neidet, der leidet. Der Neidische magert an fremdem Fett. Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer.
Der Neidische magert an fremdem Fett.
Sprichw.Der Wohlstand eines anderen zehrt den Neider auf.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „invidus alterius macrescit rebus opimis“ bei Horaz.
QuelleHoraz
Siehe auch: Wer nichts hat, den beneidet auch niemand. Wer neidet, der leidet. Der Neid frisst seinen eigenen Herrn.
Der Prophet gilt nichts im eigenen Land.
Sprichw.Im vertrauten Umfeld wird eine Leistung oft weniger anerkannt als von Fremden.
Herkunft: Der Satz geht auf das Neue Testament zurück (Matthäus 13,57).
Themen: Haus und HeimatNachbarn
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Der Neid ist die aufrichtigste Bewunderung. Dank kostet nichts und wiegt doch schwer.
Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.
Sprichw.Von einem Konflikt profitiert oft ein Unbeteiligter.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „duobus litigantibus tertius gaudet“ und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Auch: Wo zwei sich streiten, freut sich der Dritte.
Themen: StreitNachbarnErfolgZusammenhalt
Siehe auch: Wenn zwei Hunde um einen Knochen streiten, läuft der dritte damit fort. Wer den Streit sucht, findet ihn überall. Streit mit dem Nachbarn dauert länger als mit dem Fremden.
Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.
Sprichw.Wer anderen schaden will, richtet den Schaden häufig bei sich selbst an.
Herkunft: Der Gedanke findet sich im biblischen Buch der Sprüche (26,27) und im Prediger (10,8).
Themen: StreitRecht und Gerechtigkeit
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Betrug schlägt seinen eigenen Herrn.
Kurze Sprichwörter
Besser beneidet als bemitleidet.
Sprichw.Missgunst zu ernten ist immer noch besser, als anderen leidzutun.
Herkunft: Der Gedanke wird dem griechischen Dichter Pindar zugeschrieben und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert als Reimspruch belegt.
QuellePindar
Siehe auch: Wer vergleicht, verliert. Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat. Neid lehrt nur vergleichen, nicht handeln.
Neid baut keine Häuser.
Sprichw.Von der Missgunst allein entsteht nichts.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Siehe auch: Neid lehrt nur vergleichen, nicht handeln. Der Neid sieht das Ziel, nicht den Weg. Der Neid sieht das Ergebnis, nie die Arbeit.
Der Neid schläft nie.
Sprichw.Missgunst hört nicht auf, sie sucht sich nur ein neues Ziel.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 17. Jahrhunderts belegt.
Siehe auch: Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer. Neid lässt sich schlechter verbergen als Hass. Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.
Wer neidet, der leidet.
Sprichw.Missgunst quält vor allem den, der sie empfindet.
Herkunft: Ein Reimspruch aus den deutschen Sprichwortsammlungen des 17. Jahrhunderts.
Siehe auch: Der Neid frisst seinen eigenen Herrn. Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer. Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.
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