Sprichwörter · Beziehungen
Sprichwörter über Neid
Der Neid ist ein Dauergast in der Sprichwortsammlung, und er wird konsequent als Eigenschaden dargestellt.
14 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert
Bekannte Sprichwörter
Der Neid ist des Glückes Schatten.
Sprichw.Wo jemand Erfolg hat, entsteht fast zwangsläufig auch Missgunst.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt. Das Bild vom Schatten setzt voraus, dass Neid nur dort entsteht, wo Licht fällt.
Siehe auch: Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung. Der Neid sieht das Ziel, nicht den Weg. Wer nichts hat, den beneidet auch niemand.
Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.
Sprichw.Wer beneidet wird, hat offenbar etwas erreicht, das andere gern hätten.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts, die den älteren Gedanken umdreht, Neid sei ein Laster. Ein Erstbeleg lässt sich nicht ausmachen.
Siehe auch: Wer neidet, der leidet. Der Neid sieht das Ziel, nicht den Weg. Der Neid ist des Glückes Schatten.
Der Neid sieht das Ziel, nicht den Weg.
Sprichw.Wer beneidet, sieht nur das Ergebnis und nicht die Mühe, die dahintersteckt.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts ohne belegbaren Erstautor.
Siehe auch: Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung. Der Neid ist des Glückes Schatten. Wie die Arbeit, so der Lohn.
Wer nichts hat, den beneidet auch niemand.
Sprichw.Missgunst richtet sich nur gegen den, der etwas vorzuweisen hat.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei den antiken Moralisten und ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert geläufig.
Siehe auch: Der Neidische magert an fremdem Fett. Wer neidet, der leidet. Wer gibt, macht sich frei.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Des einen Freud ist des anderen Leid.
Sprichw.Was für den einen ein Gewinn ist, bedeutet für den anderen einen Verlust.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt und beschreibt die Beobachtung, dass Güter oft nur umverteilt und nicht vermehrt werden.
Der Geiz hat nie genug und der Neid nie Ruhe.
Sprichw.Beide Laster kennen keinen Punkt, an dem sie zufrieden wären.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer Geld liebt, wird Geldes nimmer satt. Geiz ist die Wurzel allen Übels. Dem Geizigen ist nie genug.
Der Neid frisst seinen eigenen Herrn.
Sprichw.Missgunst schadet vor allem dem, der sie hegt.
Herkunft: Der Gedanke ist bereits in der Antike belegt, unter anderem bei Horaz, der den Neid als selbstzerstörerisch beschreibt. Im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert geläufig.
Auch: Neid frisst den Neider.
Themen: Unglück
QuelleHoraz
Siehe auch: Wer neidet, der leidet. Der Neidische magert an fremdem Fett. Wer nichts hat, den beneidet auch niemand.
Der Neidische magert an fremdem Fett.
Sprichw.Der Wohlstand eines anderen zehrt den Neider auf.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „invidus alterius macrescit rebus opimis“ bei Horaz.
QuelleHoraz
Siehe auch: Wer nichts hat, den beneidet auch niemand. Wer neidet, der leidet. Der Neid frisst seinen eigenen Herrn.
Der Prophet gilt nichts im eigenen Land.
Sprichw.Im vertrauten Umfeld wird eine Leistung oft weniger anerkannt als von Fremden.
Herkunft: Der Satz geht auf das Neue Testament zurück (Matthäus 13,57).
Themen: Haus und HeimatNachbarn
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Dank kostet nichts und wiegt doch schwer.
Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.
Sprichw.Von einem Konflikt profitiert oft ein Unbeteiligter.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „duobus litigantibus tertius gaudet“ und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Auch: Wo zwei sich streiten, freut sich der Dritte.
Themen: StreitNachbarnErfolgZusammenhalt
Siehe auch: Wenn zwei Hunde um einen Knochen streiten, läuft der dritte damit fort. Streit mit dem Nachbarn dauert länger als mit dem Fremden. Im Streit verliert man mehr, als man gewinnt.
Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.
Sprichw.Wer anderen schaden will, richtet den Schaden häufig bei sich selbst an.
Herkunft: Der Gedanke findet sich im biblischen Buch der Sprüche (26,27) und im Prediger (10,8).
Themen: StreitRecht und Gerechtigkeit
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Betrug schlägt seinen eigenen Herrn.
Wer viel hat, will noch mehr.
Sprichw.Besitz stillt das Verlangen nicht, sondern steigert es.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Horaz, wonach dem Wachsen des Geldes die Sorge um das Geld folge.
QuelleHoraz
Siehe auch: Wer Geld liebt, wird Geldes nimmer satt. Der Geiz wächst mit dem Gelde.
Kurze Sprichwörter
Besser beneidet als bemitleidet.
Sprichw.Missgunst zu ernten ist immer noch besser, als anderen leidzutun.
Herkunft: Der Gedanke wird dem griechischen Dichter Pindar zugeschrieben und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert als Reimspruch belegt.
QuellePindar
Wer neidet, der leidet.
Sprichw.Missgunst quält vor allem den, der sie empfindet.
Herkunft: Ein Reimspruch aus den deutschen Sprichwortsammlungen des 17. Jahrhunderts.
Siehe auch: Der Neid frisst seinen eigenen Herrn. Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung. Der Neidische magert an fremdem Fett.
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