Sprichwörter · Charakter und Verhalten
Sprichwörter über Dankbarkeit
Auffällig oft geht es hier gar nicht um den Dank selbst, sondern um dessen Ausbleiben. Undank ist sprichwörtlich das erwartbare Ergebnis.
33 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 1 von 2
Bekannte Sprichwörter
Ein Dank ist die halbe Bezahlung.
Sprichw.Wer Anerkennung zeigt, gleicht damit einen Teil der Mühe aus.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Themen: GroßzügigkeitArbeit
Siehe auch: Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden. Dank kostet nichts und wiegt doch schwer. Ehre, wem Ehre gebührt.
Dank ist eine Blume, die selten wächst.
Sprichw.Auf Dankbarkeit sollte man nicht rechnen.
Herkunft: Eine volkstümliche Bildformel des 19. Jahrhunderts.
Themen: GroßzügigkeitErfahrung
Siehe auch: Der Nehmende vergisst schneller als der Gebende. Dankbarkeit ist eine seltene Tugend. Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal.
Dank kostet nichts und wiegt doch schwer.
Sprichw.Ein Dankeswort ist mühelos gesagt und bedeutet dem anderen viel.
Herkunft: Eine jüngere Formel nach dem Muster des Satzes von der Höflichkeit, die nichts kostet.
Themen: GroßzügigkeitNachbarn
Siehe auch: Wer gibt, soll schweigen; wer nimmt, soll reden. Ein Dank ist die halbe Bezahlung. Ehre, wem Ehre gebührt.
Dankbarkeit ist eine seltene Tugend.
Sprichw.Auf Dank für erwiesene Hilfe sollte man sich nicht verlassen.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Seneca, der ein ganzes Buch über Wohltaten und Undank verfasste. Im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert geläufig.
Themen: Großzügigkeit
QuelleSeneca
Siehe auch: Der Nehmende vergisst schneller als der Gebende. Dank ist eine Blume, die selten wächst. Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal.
Ehre, wem Ehre gebührt.
Sprichw.Wer etwas geleistet hat, soll auch die Anerkennung dafür bekommen.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Römerbrief des Neuen Testaments (Römer 13,7).
Themen: Recht und GerechtigkeitBescheidenheit
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Wer sich selbst genügt, braucht wenig Beifall. Ein Dank ist die halbe Bezahlung. Dank kostet nichts und wiegt doch schwer.
Die Gesundheit merkt man erst, wenn sie fehlt.
Sprichw.Solange alles funktioniert, nimmt man den Körper nicht wahr.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem älteren Gedanken, man erkenne den Wert einer Sache erst nach dem Verlust.
Themen: GesundheitErfahrung
Siehe auch: Wer noch Eltern hat, weiß nicht, was er hat. Man weiß erst, was man hatte, wenn man es verloren hat. Man erkennt das Glück erst am Geräusch seines Fortgehens.
In der Fremde lernt man die Heimat schätzen.
Sprichw.Erst der Abstand macht deutlich, was man an dem hat, wo man herkommt.
Herkunft: Der Gedanke ist in der antiken Literatur verbreitet, unter anderem bei Ovid, der ihn in seinen Briefen aus der Verbannung ausführt.
Themen: ReisenHaus und Heimat
QuelleOvid
Siehe auch: Ost, West, zu Hause best. Kein Weg ist zu lang für den, der heimkehrt. Die Heimat erkennt man erst aus der Ferne.
Der Neid schaut nach oben, die Dankbarkeit nach unten.
Sprichw.Zufriedenheit hängt davon ab, mit wem man sich vergleicht.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Zufriedenheitsforschung.
Siehe auch: Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat. Wer vergleicht, verliert. Der Neid sieht nur den fremden Garten.
Der Neid sieht nur den fremden Garten.
Sprichw.Wer ständig vergleicht, nimmt das Eigene nicht mehr wahr.
Herkunft: Eine volkstümliche Bildformel, verwandt mit dem Sprichwort vom Nachbarsgras, das grüner sei.
Siehe auch: Wer über andere hinwegsieht, sieht auch nicht, wer ihm hilft. Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat. Wer in den Topf des Nachbarn schaut, versalzt den eigenen.
Was man verschenkt, hat man behalten.
Sprichw.Das Weitergegebene bleibt in anderer Form erhalten.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit der stoischen Besitzlehre.
Themen: GroßzügigkeitReichtum
Siehe auch: Wer gibt, wird nicht ärmer. Die gebende Hand wird nicht leer. Wer viel gibt, braucht selbst am wenigsten.
Man weiß erst, was man hatte, wenn man es verloren hat.
Sprichw.Der Wert einer Sache oder eines Menschen wird oft erst nach dem Verlust deutlich.
Herkunft: Der Gedanke ist in vielen Sprachen verbreitet und findet sich in der Antike bei Plautus, der schreibt, man erkenne den Wert einer Sache erst nach ihrem Verlust.
Themen: VergangenheitAbschied
QuellePlautus
Siehe auch: Wer noch Eltern hat, weiß nicht, was er hat. Man erkennt das Glück erst am Geräusch seines Fortgehens. Die Gesundheit merkt man erst, wenn sie fehlt.
Wer dankbar ist, ist nie ganz arm.
Sprichw.Wer sieht, was er hat, empfindet den Mangel weniger.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit der stoischen Genügsamkeitslehre.
Siehe auch: Wer danken kann, hat mehr vom Leben. Wer dankbar lebt, hat weniger Ansprüche. Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat.
Wer dankbar lebt, hat weniger Ansprüche.
Sprichw.Dankbarkeit und Anspruchsdenken schließen einander weitgehend aus.
Herkunft: Eine Formel aus der Lebensberatung des 20. Jahrhunderts.
Themen: BescheidenheitGlück
Siehe auch: Wer danken kann, hat mehr vom Leben. Wer dankbar ist, ist nie ganz arm. Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat.
Wer danken kann, hat mehr vom Leben.
Sprichw.Dankbarkeit ist weniger eine Schuldigkeit als eine Fähigkeit, die zufrieden macht.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Lebensberatung.
Siehe auch: Wer dankbar lebt, hat weniger Ansprüche. Wer dankbar ist, ist nie ganz arm. Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat.
Wer die Alten nicht ehrt, ist der Jungen nicht wert.
Sprichw.Wer die vorige Generation missachtet, verdient die Achtung der nächsten nicht.
Herkunft: Ein Reimspruch aus den deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts.
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Die Jugend hat immer recht, bis sie älter wird. Wer die Jugend versteht, hat seine eigene nicht vergessen.
Wer die Leiter hochsteigt, sollte sie nicht wegstoßen.
Sprichw.Wer aufgestiegen ist, sollte den Weg nicht für andere zerstören.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Arbeitswelt.
Siehe auch: Wer oben sitzt, vergisst leicht, wie der Weg nach oben war. Wer hoch steigt, fällt tief. Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal.
Wer Glück erwartet, wird enttäuscht; wer es bemerkt, hat es.
Sprichw.Zufriedenheit entsteht nicht durch Anspruch, sondern durch Aufmerksamkeit.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Zufriedenheitsforschung.
Siehe auch: Es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Erwartungen. Die Furcht vor dem Übel ist schlimmer als das Übel selbst.
Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat.
Sprichw.Missgunst entsteht durch den Blick nach oben, nicht durch tatsächlichen Mangel.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem älteren Gedanken, der Neid sehe nur das Ziel.
Siehe auch: Wer vergleicht, verliert. Der Neid schaut nach oben, die Dankbarkeit nach unten. Wer niemandem etwas gönnt, hat selbst am wenigsten.
Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal.
Sprichw.Undank sorgt dafür, dass die nächste Bitte um Hilfe unerhört bleibt.
Herkunft: Eine jüngere Formel, gebildet aus dem älteren Gedanken vom Undank als Lohn der Welt.
Themen: NachbarnFreundschaft
Siehe auch: Wer hilft, ohne zu fragen, hilft am meisten. Man braucht den Nachbarn erst, wenn es brennt. Ein guter Nachbar ist besser als ein ferner Freund.
Wer noch Eltern hat, weiß nicht, was er hat.
Sprichw.Der Wert der Eltern wird meist erst nach ihrem Tod erkannt.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Man weiß erst, was man hatte, wenn man es verloren hat. Die Gesundheit merkt man erst, wenn sie fehlt. Man erkennt das Glück erst am Geräusch seines Fortgehens.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Doppelt gibt, wer schnell gibt.
Sprichw.Hilfe zur rechten Zeit ist doppelt so viel wert wie Hilfe, die auf sich warten lässt.
Publilius Syrusrömischer Spruchdichter, 1. Jahrhundert v. Chr.
Herkunft: Übersetzung der lateinischen Formel „bis dat qui cito dat“, die auf den römischen Autor Publilius Syrus zurückgeführt wird.
Auch: Wer schnell gibt, gibt doppelt.
Themen: GroßzügigkeitZusammenhaltZeitFreundschaft
QuellePublilius Syrus
Siehe auch: Eine kleine Hilfe zur rechten Zeit ist mehr als eine große zu spät. Die kleinste Gabe zur rechten Zeit ist die größte. Wohltun trägt Zinsen.
Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden.
Sprichw.Wer für einen arbeitet, dem soll man auch seinen Anteil lassen.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Alten Testament (5. Mose 25,4) und wird im Neuen Testament als Bild für gerechte Entlohnung aufgegriffen.
Themen: ArbeitLandwirtschaftTiere
QuelleAltes Testament, Neues Testament
Siehe auch: Ein Dank ist die halbe Bezahlung.
Geben ist seliger denn nehmen.
Sprichw.Wer etwas gibt, hat mehr davon als der, der nur empfängt.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Neuen Testament (Apostelgeschichte 20,35).
Auch: Geben ist seliger als Nehmen.
Themen: GroßzügigkeitZusammenhalt
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Wer gibt, wird nicht ärmer. Wer gibt, soll schweigen; wer nimmt, soll reden. Wer gern gibt, dem gibt man gern.
Die gebende Hand wird nicht leer.
Sprichw.Wer großzügig ist, verarmt daran nicht.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament, wonach dem Gebenden nichts mangelt.
Themen: GroßzügigkeitReichtum
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer gibt, wird nicht ärmer. Was man verschenkt, hat man behalten. Wer viel gibt, braucht selbst am wenigsten.
Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.
Sprichw.An einem Geschenk soll man nicht herummäkeln.
Herkunft: Beim Pferdekauf wurde das Alter am Gebiss geprüft. Bei einem geschenkten Tier galt diese Prüfung als unhöflich.
Themen: TiereGroßzügigkeit
Siehe auch: Wer hoch zu Ross sitzt, fällt tief. Das Denken soll man den Pferden überlassen, die haben den größeren Kopf.
Der Nehmende vergisst schneller als der Gebende.
Sprichw.Eine Wohltat bleibt dem länger im Gedächtnis, der sie erwiesen hat.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Seneca in seiner Schrift über die Wohltaten.
Themen: GroßzügigkeitFreundschaft
QuelleSeneca
Siehe auch: Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal. Was man verschenkt, hat man behalten. Dankbarkeit ist eine seltene Tugend.
Undank ist der Welt Lohn.
Sprichw.Wer anderen hilft, wird dafür oft nicht einmal Dank ernten.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Der Satz gehört zu einer Gruppe resignierter Sprüche über die Vergeblichkeit des Wohltuns.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wohltun trägt Zinsen. Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal. Wer blind vertraut, wird sehend enttäuscht.
Wer gern gibt, dem gibt man gern.
Sprichw.Wer sich großzügig zeigt, erfährt auch selbst Großzügigkeit.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Lukasevangelium, wonach mit demselben Maß gemessen werde, mit dem man selbst misst.
Themen: GroßzügigkeitNachbarn
Siehe auch: Wer nichts gibt, dem wird nichts gegeben. Wer gibt, wird nicht ärmer. Wer gibt, soll schweigen; wer nimmt, soll reden.
Wer gibt, soll schweigen; wer nimmt, soll reden.
Sprichw.Der Gebende soll nicht davon sprechen, der Empfangende schon.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Seneca in seiner Schrift über die Wohltaten.
Themen: GroßzügigkeitBescheidenheit
QuelleSeneca
Siehe auch: Wer viel gibt, braucht selbst am wenigsten. Wer gibt, wird nicht ärmer. Wer gibt, macht sich frei.
Wer gibt, wird nicht ärmer.
Sprichw.Großzügigkeit mindert das Vermögen weniger, als man befürchtet.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament (Sprüche 11,24).
Themen: GroßzügigkeitReichtum
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Was man verschenkt, hat man behalten. Die gebende Hand wird nicht leer. Wohltun trägt Zinsen.
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