Sprichwörter · Charakter und Verhalten
Sprichwörter über Dankbarkeit
Auffällig oft geht es hier gar nicht um den Dank selbst, sondern um dessen Ausbleiben. Undank ist sprichwörtlich das erwartbare Ergebnis.
15 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert
Bekannte Sprichwörter
Dank kostet nichts und wiegt doch schwer.
Sprichw.Ein Dankeswort ist mühelos gesagt und bedeutet dem anderen viel.
Herkunft: Eine jüngere Formel nach dem Muster des Satzes von der Höflichkeit, die nichts kostet.
Themen: GroßzügigkeitNachbarn
Siehe auch: Ehre, wem Ehre gebührt. Der Prophet gilt nichts im eigenen Land.
Dankbarkeit ist eine seltene Tugend.
Sprichw.Auf Dank für erwiesene Hilfe sollte man sich nicht verlassen.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Seneca, der ein ganzes Buch über Wohltaten und Undank verfasste. Im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert geläufig.
Themen: Großzügigkeit
QuelleSeneca
Siehe auch: Der Nehmende vergisst schneller als der Gebende. Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal.
In der Fremde lernt man die Heimat schätzen.
Sprichw.Erst der Abstand macht deutlich, was man an dem hat, wo man herkommt.
Herkunft: Der Gedanke ist in der antiken Literatur verbreitet, unter anderem bei Ovid, der ihn in seinen Briefen aus der Verbannung ausführt.
Themen: ReisenHaus und Heimat
QuelleOvid
Siehe auch: Ost, West, zu Hause best.
Man weiß erst, was man hatte, wenn man es verloren hat.
Sprichw.Der Wert einer Sache oder eines Menschen wird oft erst nach dem Verlust deutlich.
Herkunft: Der Gedanke ist in vielen Sprachen verbreitet und findet sich in der Antike bei Plautus, der schreibt, man erkenne den Wert einer Sache erst nach ihrem Verlust.
Themen: VergangenheitAbschied
QuellePlautus
Siehe auch: Abschiednehmen heißt ein wenig sterben.
Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal.
Sprichw.Undank sorgt dafür, dass die nächste Bitte um Hilfe unerhört bleibt.
Herkunft: Eine jüngere Formel, gebildet aus dem älteren Gedanken vom Undank als Lohn der Welt.
Themen: NachbarnFreundschaft
Siehe auch: Ein guter Nachbar ist besser als ein ferner Freund. Der Nehmende vergisst schneller als der Gebende. Wohltun trägt Zinsen.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Doppelt gibt, wer schnell gibt.
Sprichw.Hilfe zur rechten Zeit ist doppelt so viel wert wie Hilfe, die auf sich warten lässt.
Publilius Syrusrömischer Spruchdichter, 1. Jahrhundert v. Chr.
Herkunft: Übersetzung der lateinischen Formel „bis dat qui cito dat“, die auf den römischen Autor Publilius Syrus zurückgeführt wird.
Themen: GroßzügigkeitZusammenhalt
QuellePublilius Syrus
Siehe auch: Wohltun trägt Zinsen. Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal. Viele Hände, schnelles Ende.
Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden.
Sprichw.Wer für einen arbeitet, dem soll man auch seinen Anteil lassen.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Alten Testament (5. Mose 25,4) und wird im Neuen Testament als Bild für gerechte Entlohnung aufgegriffen.
Themen: ArbeitLandwirtschaftTiere
QuelleAltes Testament, Neues Testament
Geben ist seliger denn nehmen.
Sprichw.Wer etwas gibt, hat mehr davon als der, der nur empfängt.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Neuen Testament (Apostelgeschichte 20,35).
Auch: Geben ist seliger als Nehmen.
Themen: GroßzügigkeitZusammenhalt
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Wer gern gibt, dem gibt man gern. Die gebende Hand wird nicht leer. Wer gibt, macht sich frei.
Die gebende Hand wird nicht leer.
Sprichw.Wer großzügig ist, verarmt daran nicht.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament, wonach dem Gebenden nichts mangelt.
Themen: GroßzügigkeitReichtum
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer gibt, macht sich frei. Wer gern gibt, dem gibt man gern. Geben ist seliger denn nehmen.
Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.
Sprichw.An einem Geschenk soll man nicht herummäkeln.
Herkunft: Beim Pferdekauf wurde das Alter am Gebiss geprüft. Bei einem geschenkten Tier galt diese Prüfung als unhöflich.
Themen: TiereGroßzügigkeit
Siehe auch: Das Denken soll man den Pferden überlassen, die haben den größeren Kopf.
Der Nehmende vergisst schneller als der Gebende.
Sprichw.Eine Wohltat bleibt dem länger im Gedächtnis, der sie erwiesen hat.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Seneca in seiner Schrift über die Wohltaten.
Themen: GroßzügigkeitFreundschaft
QuelleSeneca
Siehe auch: Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal. Dankbarkeit ist eine seltene Tugend.
Undank ist der Welt Lohn.
Sprichw.Wer anderen hilft, wird dafür oft nicht einmal Dank ernten.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Der Satz gehört zu einer Gruppe resignierter Sprüche über die Vergeblichkeit des Wohltuns.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wohltun trägt Zinsen. Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal. In der Not erkennt man seine Freunde.
Wer gern gibt, dem gibt man gern.
Sprichw.Wer sich großzügig zeigt, erfährt auch selbst Großzügigkeit.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Lukasevangelium, wonach mit demselben Maß gemessen werde, mit dem man selbst misst.
Themen: GroßzügigkeitNachbarn
Siehe auch: Großzügigkeit kostet weniger, als man denkt. Geben ist seliger denn nehmen. Die gebende Hand wird nicht leer.
Kurze Sprichwörter
Ehre, wem Ehre gebührt.
Sprichw.Wer etwas geleistet hat, soll auch die Anerkennung dafür bekommen.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Römerbrief des Neuen Testaments (Römer 13,7).
Themen: Recht und GerechtigkeitBescheidenheit
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Dank kostet nichts und wiegt doch schwer.
Wohltun trägt Zinsen.
Sprichw.Wer anderen hilft, bekommt es auf Umwegen zurück.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt; der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament.
Themen: GroßzügigkeitGeld
QuelleAltes Testament, Sprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Doppelt gibt, wer schnell gibt. Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal. Undank ist der Welt Lohn.
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