A–Z-Verzeichnis
Sprichwörter mit E
Hier können Sie alle sprichwörter dieses Nachschlagewerks alphabetisch nachschlagen, deren Stichwort mit E beginnt. Sortiert wird wie im gedruckten Wörterbuch nach dem ersten inhaltstragenden Wort, Artikel bleiben unberücksichtigt.
67 Einträge mit Bedeutung · Seite 1 von 3
Eine Ehe braucht Geduld, Humor und ein kurzes Gedächtnis.
Sprichw.Scherzhafte Aufzählung dessen, was eine lange Verbindung trägt.
Herkunft: Eine umgangssprachliche Formel des 20. Jahrhunderts, mehrfach zugeschrieben.
Themen: EhePartnerschaftGeduld
Siehe auch: In der Ehe zählt nicht der Hochzeitstag, sondern der Alltag. In der Ehe muss man verzeihen können. Eine gute Ehe ist keine Fügung, sondern Arbeit.
Eine Ehe ist ein langes Gespräch.
Sprichw.Was eine Verbindung trägt, ist weniger die Leidenschaft als das fortgesetzte Reden.
Friedrich NietzschePhilosoph, 1844 bis 1900
Herkunft: Der Gedanke stammt von Friedrich Nietzsche aus „Menschliches, Allzumenschliches“ (1878).
Themen: EhePartnerschaftFreundschaft
QuelleNietzsche
Siehe auch: Wer zusammen lachen kann, hält länger zusammen. In der Ehe zählt nicht der Hochzeitstag, sondern der Alltag. In der Ehe muss man verzeihen können.
Die Ehe ist Himmel und Hölle zugleich.
Sprichw.Dieselbe Verbindung bringt die größten Freuden und die größten Belastungen hervor.
Herkunft: Der Gedanke findet sich in deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert, meist als Warnung vor überzogenen Erwartungen.
Themen: EhePartnerschaftLiebe
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Nicht die Feste zeigen ein Paar, sondern die Dienstage. In der Ehe entscheiden die kleinen Dinge.
Die Ehe ist kein Hafen, sondern eine Fahrt.
Sprichw.Eine Verbindung ist kein erreichter Zustand, sondern etwas, das laufend gestaltet wird.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Paarberatung.
Themen: EhePartnerschaftVeränderung
Siehe auch: In der Ehe zählt nicht der Hochzeitstag, sondern der Alltag. In der Ehe muss man verzeihen können. Eine gute Ehe ist keine Fügung, sondern Arbeit.
Eine Ehe ohne Streit ist eine Ehe ohne Gespräch.
Sprichw.Wo nie gestritten wird, redet man auch sonst nicht miteinander.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Beratungsliteratur.
Themen: EheStreitPartnerschaft
Siehe auch: Wo Liebe ist, da ist auch Streit. Zur Ehe gehören zwei, zum Streit auch. Wer in der Ehe recht behalten will, verliert.
Eine Ehe will gelernt sein wie ein Handwerk.
Sprichw.Auch das Zusammenleben verlangt Übung und lässt sich nicht voraussetzen.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Übung macht den Meister. Kein Meister ohne Lehrzeit. Wie der Meister, so das Werk.
Ehen werden im Himmel geschlossen.
Sprichw.Wer zueinanderfindet, sei nicht durch Zufall, sondern durch Bestimmung zusammengekommen.
Herkunft: Der Gedanke geht auf die jüdische und christliche Überlieferung zurück, nach der die Zuordnung der Ehepartner vorherbestimmt sei. Im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Wer heiratet, tut gut; wer ledig bleibt, tut besser. Was kommen soll, das kommt. Der Mensch denkt, Gott lenkt.
Ehre, wem Ehre gebührt.
Sprichw.Wer etwas geleistet hat, soll auch die Anerkennung dafür bekommen.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Römerbrief des Neuen Testaments (Römer 13,7).
Themen: DankbarkeitRecht und GerechtigkeitBescheidenheit
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Wer sich selbst genügt, braucht wenig Beifall. Ein Dank ist die halbe Bezahlung. Dank kostet nichts und wiegt doch schwer.
Ehrlich sein kostet, unehrlich sein kostet mehr.
Sprichw.Aufrichtigkeit hat ihren Preis, die Alternative einen höheren.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: EhrlichkeitLügenGeld
Siehe auch: Unrecht Gut gedeihet nicht. Wer zu billig anbietet, verkauft sich selbst. Wer einmal betrogen wurde, misstraut auch dem Ehrlichen.
Ehrlich währt am längsten.
Sprichw.Wer aufrichtig handelt, fährt auf lange Sicht besser als jemand, der sich Vorteile erschwindelt.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. „Währen“ steht hier im Sinne von dauern, nicht von sich bewähren.
Themen: EhrlichkeitWahrheitVertrauen
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer sich verstellt, hält es nicht lange durch. Ein alter Freund ist besser als zwei neue. Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit.
Ehrliche Arbeit macht keinen reich, aber ruhig.
Sprichw.Redlichkeit bringt kein Vermögen, aber ein ruhiges Gewissen.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Themen: EhrlichkeitArbeitReichtum
Siehe auch: Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen. Bleibe im Lande und nähre dich redlich.
Ehrlichkeit fängt bei sich selbst an.
Sprichw.Wer sich selbst etwas vormacht, ist auch gegenüber anderen nicht aufrichtig.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit der Inschrift von Delphi.
Themen: EhrlichkeitBescheidenheitWahrheit
QuelleOrakel von Delphi
Siehe auch: Wer dankbar lebt, hat weniger Ansprüche. Großzügigkeit ist eine Übung, keine Anlage. Geduld ist eine Tugend.
Eifersucht bewacht, was sie längst verloren hat.
Sprichw.Wer kontrollieren muss, hat das Vertrauen bereits eingebüßt.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Beratungsliteratur.
Themen: EifersuchtPartnerschaftMisserfolg
Siehe auch: Wer festhält, verliert schneller. Wer bewacht, verliert.
Die Eifersucht braucht keine Beweise, sie hat Vermutungen.
Sprichw.Der Verdacht arbeitet ohne Belege und ist deshalb nicht zu widerlegen.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: EifersuchtVertrauenLügen
Siehe auch: Wer sucht, findet auch, was nicht da ist. Wer immer kontrolliert, wird immer etwas finden. Eifersucht braucht keinen Grund, nur einen Anlass.
Eifersucht braucht keinen Grund, nur einen Anlass.
Sprichw.Der Verdacht entsteht nicht aus dem Vorfall, sondern findet in ihm nur seinen Anlass.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Beratungsliteratur.
Themen: EifersuchtPartnerschaftVertrauen
Siehe auch: Wer sucht, findet auch, was nicht da ist. Wer immer kontrolliert, wird immer etwas finden. Eifersucht kommt selten vor dem Verlust, meist danach.
Eifersucht hört nicht auf Vernunft.
Sprichw.Gegen Eifersucht hilft kein Argument, weil sie nicht aus dem Verstand kommt.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Ovid, der die Eifersucht als taub gegenüber jedem Zuspruch beschreibt.
Themen: EifersuchtLiebeKlugheit und Dummheit
QuelleOvid
Siehe auch: Wo Liebe ist, da ist auch Eifersucht. Wer schreit, hat unrecht.
Eifersucht ist die Furcht vor dem Vergleich.
Sprichw.Wer eifersüchtig ist, fürchtet nicht den anderen, sondern den eigenen Rang daneben.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der psychologischen Literatur.
Themen: EifersuchtAngstLiebe
Siehe auch: Wer immer fragt, ob er geliebt wird, glaubt es ohnehin nicht. Wer eifersüchtig ist, traut vor allem sich selbst nicht. Wer vergleicht, verliert.
Eifersucht ist ein schlechter Ratgeber.
Sprichw.Wer aus Eifersucht handelt, trifft selten eine vernünftige Entscheidung.
Herkunft: Eine jüngere Bildung nach dem Vorbild der Formel von der Angst als schlechtem Ratgeber.
Themen: EifersuchtKlugheit und DummheitPartnerschaft
Siehe auch: Wer Eifersucht sät, erntet Misstrauen. Eifersucht macht blind. Eifersucht ist Gift für die Liebe.
Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.
Sprichw.Das Wortspiel zerlegt den Begriff und beschreibt damit sein Wesen.
Herkunft: Der Ausspruch wird Franz Grillparzer zugeschrieben und ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert verbreitet.
Themen: EifersuchtLiebeUnglück
QuelleGrillparzer
Siehe auch: Eifersucht zehrt am eigenen Herzen. Der Eifersüchtige quält sich am meisten selbst. Wer neidet, der leidet.
Eifersucht ist Gift für die Liebe.
Sprichw.Anhaltendes Misstrauen zerstört eine Beziehung von innen.
Herkunft: Das Bild vom Gift für ein Gefühl ist alt; die konkrete Fassung ist im Deutschen erst seit dem 20. Jahrhundert verbreitet.
Themen: EifersuchtLiebePartnerschaftEhe
Siehe auch: Eifersucht macht blind. Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht. Wer Eifersucht sät, erntet Misstrauen.
Eifersucht ist mehr Selbstliebe als Liebe.
Sprichw.Wer eifersüchtig ist, sorgt sich weniger um den anderen als um den eigenen Anspruch.
Herkunft: Der Gedanke stammt von François de La Rochefoucauld aus seinen „Maximen“ (1665).
Themen: EifersuchtLiebeHochmut
QuelleLa Rochefoucauld
Siehe auch: Wer eifersüchtig liebt, liebt sich selbst. Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten.
Eifersucht kommt selten vor dem Verlust, meist danach.
Sprichw.Der Verdacht setzt oft erst ein, wenn die Bindung ohnehin brüchig ist.
Herkunft: Eine Formel aus der Paarberatung des 20. Jahrhunderts.
Themen: EifersuchtPartnerschaftVergangenheit
Siehe auch: Eifersucht braucht keinen Grund, nur einen Anlass. Wer sucht, findet auch, was nicht da ist. Wer immer kontrolliert, wird immer etwas finden.
Eifersucht macht blind.
Sprichw.Wer eifersüchtig ist, sieht überall Anzeichen für Verrat, auch wo keine sind.
Herkunft: Eine Bildung nach dem Muster des älteren Satzes, die Liebe mache blind. Im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert geläufig.
Themen: EifersuchtLiebePartnerschaft
Siehe auch: Eifersucht ist Gift für die Liebe. Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht. Wer Eifersucht sät, erntet Misstrauen.
Eifersucht schärft den Blick für das, was nicht da ist.
Sprichw.Wer sucht, findet auch dort etwas, wo nichts ist.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: EifersuchtAngstErfahrung
Siehe auch: Wer sucht, findet auch, was nicht da ist. Wer immer kontrolliert, wird immer etwas finden. Eifersucht kommt selten vor dem Verlust, meist danach.
Eifersucht zehrt am eigenen Herzen.
Sprichw.Das Misstrauen richtet den größten Schaden bei dem an, der es empfindet.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Ovid und in der stoischen Affektenlehre.
Themen: EifersuchtUnglückLiebe
QuelleOvid
Siehe auch: Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft. Der Eifersüchtige quält sich am meisten selbst. Wer neidet, der leidet.
Der Eifersüchtige quält sich am meisten selbst.
Sprichw.Das Misstrauen richtet den größten Schaden bei dem an, der es hegt.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Seneca und in der stoischen Tradition, wonach die Leidenschaft vor allem den trifft, der sie hegt.
Themen: EifersuchtLiebeUnglück
QuelleSeneca
Siehe auch: Eifersucht zehrt am eigenen Herzen. Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft. Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht.
Eigener Herd ist Goldes wert.
Sprichw.Ein eigenes Zuhause ist durch nichts zu ersetzen.
Herkunft: Der Herd war der Mittelpunkt des Hauses und in der Rechtssprache zugleich das Zeichen eines eigenen Hausstands. In deutschen Sprichwortsammlungen ist die Formel seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: Haus und HeimatFamilieOrdnung
Siehe auch: Trautes Heim, Glück allein. Ein Haus ohne Menschen ist nur ein Gebäude. Ein eigenes Dach ist mehr wert als ein fremder Palast.
Ein eigenes Dach ist mehr wert als ein fremder Palast.
Sprichw.Das Eigene, so klein es ist, wiegt schwerer als der Aufenthalt im Fremden.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem Sprichwort vom eigenen Herd.
Themen: Haus und HeimatReichtumBescheidenheit
Siehe auch: Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten. Wer gibt, macht sich frei. Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht.
Eigenlob stinkt.
Sprichw.Wer sich selbst lobt, macht damit auf andere einen schlechten Eindruck.
Herkunft: Die Wendung ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Der derbe Vergleich mit dem Geruch findet sich in ähnlicher Form in mehreren europäischen Sprachen.
Themen: BescheidenheitHochmut
Siehe auch: Wer viel weiß, redet wenig. Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten. Wer sich zu klein macht, wird übersehen.
Eile mit Weile.
Sprichw.Zügig arbeiten, aber ohne Hast: Wer überstürzt handelt, macht Fehler und verliert am Ende Zeit.
Herkunft: Übersetzung der lateinischen Devise „festina lente“, die dem römischen Kaiser Augustus zugeschrieben wird.
QuelleAugustus
Siehe auch: Zeit und Stunde warten auf niemanden. Gesagt, getan. Erst denken, dann reden.