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Sprichwörter mit E
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38 Einträge mit Bedeutung · Seite 1 von 2
Eine Ehe ist ein langes Gespräch.
Sprichw.Was eine lange Beziehung trägt, ist weniger die Leidenschaft als die Fähigkeit, miteinander zu reden.
Friedrich NietzschePhilosoph, 1844 bis 1900
Herkunft: Der Gedanke stammt aus Friedrich Nietzsches „Menschliches, Allzumenschliches“ (1878).
Themen: EhePartnerschaftLiebe
QuelleNietzsche
Die Ehe ist Himmel und Hölle zugleich.
Sprichw.Dieselbe Verbindung bringt die größten Freuden und die größten Belastungen hervor.
Herkunft: Der Gedanke findet sich in deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert, meist als Warnung vor überzogenen Erwartungen.
Themen: EhePartnerschaftLiebe
Ehen werden im Himmel geschlossen.
Sprichw.Wer zueinanderfindet, sei nicht durch Zufall, sondern durch Bestimmung zusammengekommen.
Herkunft: Der Gedanke geht auf die jüdische und christliche Überlieferung zurück, nach der die Zuordnung der Ehepartner vorherbestimmt sei. Im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet. Wer heiratet, tut gut; wer ledig bleibt, tut besser. Der Mensch denkt, Gott lenkt.
Ehre, wem Ehre gebührt.
Sprichw.Wer etwas geleistet hat, soll auch die Anerkennung dafür bekommen.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Römerbrief des Neuen Testaments (Römer 13,7).
Themen: DankbarkeitRecht und GerechtigkeitBescheidenheit
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Dank kostet nichts und wiegt doch schwer.
Ehrlich währt am längsten.
Sprichw.Wer aufrichtig handelt, fährt auf lange Sicht besser als jemand, der sich Vorteile erschwindelt.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. „Währen“ steht hier im Sinne von dauern, nicht von sich bewähren.
Themen: EhrlichkeitWahrheitVertrauen
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Ein alter Freund ist besser als zwei neue.
Eifersucht hört nicht auf Vernunft.
Sprichw.Gegen Eifersucht hilft kein Argument, weil sie nicht aus dem Verstand kommt.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Ovid, der die Eifersucht als taub gegenüber jedem Zuspruch beschreibt.
Themen: EifersuchtLiebeKlugheit und Dummheit
QuelleOvid
Siehe auch: Wo Liebe ist, da ist auch Eifersucht.
Eifersucht ist ein schlechter Ratgeber.
Sprichw.Wer aus Eifersucht handelt, trifft selten eine vernünftige Entscheidung.
Herkunft: Eine jüngere Bildung nach dem Vorbild der Formel von der Angst als schlechtem Ratgeber.
Themen: EifersuchtKlugheit und DummheitPartnerschaft
Siehe auch: Wer Eifersucht sät, erntet Misstrauen. Eifersucht macht blind. Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.
Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.
Sprichw.Wortspiel darüber, dass Eifersüchtige gerade das finden, was sie unglücklich macht.
Herkunft: Der Ausspruch wird häufig Franz Grillparzer zugeschrieben, ist bei ihm aber nicht nachweisbar.
Themen: EifersuchtLiebePartnerschaft
QuelleGrillparzer
Siehe auch: Eifersucht macht blind. Eifersucht ist Gift für die Liebe. Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht.
Eifersucht ist Gift für die Liebe.
Sprichw.Anhaltendes Misstrauen zerstört eine Beziehung von innen.
Herkunft: Das Bild vom Gift für ein Gefühl ist alt; die konkrete Fassung ist im Deutschen erst seit dem 20. Jahrhundert verbreitet.
Themen: EifersuchtLiebePartnerschaftEhe
Siehe auch: Eifersucht macht blind. Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft. Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht.
Eifersucht ist mehr Selbstliebe als Liebe.
Sprichw.Wer eifersüchtig ist, sorgt sich weniger um den anderen als um den eigenen Anspruch.
Herkunft: Der Gedanke stammt von François de La Rochefoucauld aus seinen „Maximen“ (1665).
Themen: EifersuchtLiebeHochmut
QuelleLa Rochefoucauld
Eifersucht macht blind.
Sprichw.Wer eifersüchtig ist, sieht überall Anzeichen für Verrat, auch wo keine sind.
Herkunft: Eine Bildung nach dem Muster des älteren Satzes, die Liebe mache blind. Im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert geläufig.
Themen: EifersuchtLiebePartnerschaft
Siehe auch: Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft. Eifersucht ist Gift für die Liebe. Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht.
Der Eifersüchtige quält sich am meisten selbst.
Sprichw.Das Misstrauen richtet den größten Schaden bei dem an, der es hegt.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Seneca und in der stoischen Tradition, wonach die Leidenschaft vor allem den trifft, der sie hegt.
Themen: EifersuchtLiebeUnglück
QuelleSeneca
Siehe auch: Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht. Eifersucht macht blind. Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.
Eigener Herd ist Goldes wert.
Sprichw.Ein eigenes Zuhause ist durch nichts zu ersetzen.
Herkunft: Der Herd war der Mittelpunkt des Hauses und in der Rechtssprache zugleich das Zeichen eines eigenen Hausstands. In deutschen Sprichwortsammlungen ist die Formel seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: Haus und HeimatFamilieOrdnung
Siehe auch: Trautes Heim, Glück allein.
Eigenlob stinkt.
Sprichw.Wer sich selbst lobt, macht damit auf andere einen schlechten Eindruck.
Herkunft: Die Wendung ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Der derbe Vergleich mit dem Geruch findet sich in ähnlicher Form in mehreren europäischen Sprachen.
Themen: BescheidenheitHochmut
Siehe auch: Wer viel weiß, redet wenig. Der leerste Krug klingt am lautesten.
Eile mit Weile.
Sprichw.Zügig arbeiten, aber ohne Hast: Wer überstürzt handelt, macht Fehler und verliert am Ende Zeit.
Herkunft: Übersetzung der lateinischen Devise „festina lente“, die dem römischen Kaiser Augustus zugeschrieben wird.
QuelleAugustus
Siehe auch: Zeit und Stunde warten auf niemanden. Gesagt, getan. Erst denken, dann reden.
Dem Eilenden wird der Weg lang.
Sprichw.Wer es eilig hat, empfindet jede Strecke als zu lang.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Der Heimweg ist immer kürzer.
Einigkeit macht stark.
Sprichw.Eine Gruppe, die zusammenhält, setzt sich leichter durch als jeder für sich.
Herkunft: Die Formel geht auf das lateinische „concordia res parvae crescunt“ bei Sallust zurück und wurde im 19. Jahrhundert zum politischen Wahlspruch mehrerer Staaten.
Themen: ZusammenhaltMachtStreit
QuelleSallust
Siehe auch: Viele Hände, schnelles Ende. Macht geht vor Recht.
Eltern können ihren Kindern nur zwei Dinge mitgeben: Wurzeln und Flügel.
Sprichw.Kinder brauchen Halt und zugleich die Freiheit, eigene Wege zu gehen.
Herkunft: Die verbreitete Zuschreibung an Goethe ist nicht belegt; die Formulierung taucht erst im 20. Jahrhundert auf.
Themen: ElternKinderFamilieLernen
QuelleGoethe
Siehe auch: Wer sein Kind liebt, der züchtigt es. Wer Kinder erzieht, erzieht sich selbst mit. Kleine Kinder, kleine Sorgen; große Kinder, große Sorgen.
Ende gut, alles gut.
Sprichw.Wenn eine Sache gut ausgeht, treten die Schwierigkeiten davor in den Hintergrund.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem Mittelalter belegt. Shakespeare verwendete sie als Titel einer Komödie, die im Deutschen als „Ende gut, alles gut“ bekannt ist.
QuelleShakespeare
Erfahrung ist die beste Lehrmeisterin.
Sprichw.Was man selbst erlebt hat, prägt sich stärker ein als jeder Unterricht.
Herkunft: Wiedergabe der lateinischen Formel „experientia docet“.
Siehe auch: Probieren geht über Studieren. Das Leben ist die beste Schule. Gebranntes Kind scheut das Feuer.
Der Erfolg hat viele Väter, der Misserfolg ist ein Waisenkind.
Sprichw.Am Gelingen wollen viele beteiligt gewesen sein, für das Scheitern fühlt sich niemand zuständig.
Herkunft: Der Ausspruch wird John F. Kennedy zugeschrieben, der ihn 1961 verwendete; er ist als italienisches Sprichwort älter.
Themen: ErfolgMisserfolgHochmut
QuelleJohn F. Kennedy
Erst besinnen, dann beginnen.
Sprichw.Ein Vorhaben will bedacht sein, bevor man es anfängt.
Herkunft: Ein Reimspruch aus den deutschen Sammlungen des 17. Jahrhunderts.
Erst denken, dann reden.
Sprichw.Eine Äußerung sollte überlegt sein, bevor sie ausgesprochen wird.
Herkunft: Ein Merkspruch der Erziehungsliteratur, der den älteren Gedanken vom Schweigen als Gold in eine Handlungsanweisung überführt.
Themen: Klugheit und DummheitVorsicht
Siehe auch: In der Kürze liegt die Würze. Eile mit Weile.
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
Sprichw.Pflichten sollten erledigt sein, bevor man sich der Freizeit widmet.
Herkunft: Ein Merkspruch aus der Schul- und Erziehungsliteratur des 18. Jahrhunderts, in deutschen Sammlungen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Ein jeder tue, was seines Amtes ist. Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps. Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.
Erst wägen, dann wagen.
Sprichw.Vor einem Risiko sollte man die Folgen abschätzen.
Herkunft: Der Reim lebt vom Gleichklang der beiden Verben, die ursprünglich beide zur Waage gehören: Wägen ist das Abmessen, Wagen das Aufs-Spiel-Setzen. In deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: VorsichtMutKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Wer nie verliert, hat nie gespielt. Wer nichts zu verlieren hat, fürchtet nichts.
Der erste Reichtum ist die Gesundheit.
Sprichw.Ohne Gesundheit nützt aller Besitz nichts.
Herkunft: Der Ausspruch stammt von Ralph Waldo Emerson (1860).
Themen: ReichtumGesundheitLeben
QuelleEmerson
Siehe auch: Gesundheit ist der größte Reichtum. Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.
Es fällt kein Baum auf den ersten Hieb.
Sprichw.Große Vorhaben gelingen nicht im ersten Anlauf, sondern erst durch Beharrlichkeit.
Herkunft: Eine Erfahrung aus der Waldarbeit, die in vielen Sprachen als Bild für Beharrlichkeit dient. Im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Steter Tropfen höhlt den Stein. Übung macht den Meister. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung.
Sprichw.Wer richtig ausgerüstet ist, kann bei jedem Wetter hinaus.
Herkunft: Die Formel wird häufig einem skandinavischen Sprichwort zugeschrieben. Im deutschen Sprachraum ist sie erst seit dem 20. Jahrhundert verbreitet, ein älterer Beleg fehlt.
Es ist nicht alle Tage Sonntag.
Sprichw.Gute Tage sind die Ausnahme, nicht die Regel.
Herkunft: Der Sonntag war der einzige verlässlich arbeitsfreie Tag. Die Formel ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Es ist nicht alles Gold, was glänzt.
Sprichw.Ein guter äußerer Eindruck sagt nichts über den tatsächlichen Wert einer Sache oder Person.
Herkunft: Der Gedanke ist im Deutschen seit dem Mittelalter belegt und findet sich in ähnlicher Form in vielen europäischen Sprachen.
Themen: WahrheitVorsichtReichtum
Siehe auch: Der Schein trügt. Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge.