Sprichwörter · Alltag und Natur
Sprichwörter über den Schlaf
Früh raus, gut geschlafen, Problem vertagt: Schlafsprichwörter sind praktisch und kurz.
15 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert
Bekannte Sprichwörter
Im Schlaf sind alle Menschen gleich.
Sprichw.Im Schlaf zählen Rang und Vermögen nicht.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei den antiken Moralisten, unter anderem bei Publilius Syrus.
QuellePublilius Syrus
Siehe auch: Der Tod macht alle gleich. Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen. Der Schlaf ist der Bruder des Todes.
Morgenstund hat Gold im Mund.
Sprichw.Wer früh am Tag beginnt, schafft mehr und nutzt die Zeit besser.
Herkunft: Gilt als Übersetzung der lateinischen Formel „aurora habet aurum in ore“.
Siehe auch: Wer lange schläft, den Tag verschläft. Der frühe Vogel fängt den Wurm.
Schlaf ist die beste Medizin.
Sprichw.Ausreichende Ruhe hilft dem Körper, sich zu erholen.
Herkunft: Der Gedanke ist in der antiken Heilkunde verbreitet und findet sich bei Hippokrates als Empfehlung der Ruhe.
Themen: Gesundheit
QuelleHippokrates
Siehe auch: Wer gut schläft, lebt gut. Der Schlaf vor Mitternacht ist der beste. Die Natur heilt, der Arzt pflegt die Wunde.
Der Schlaf vor Mitternacht ist der beste.
Sprichw.Alte Regel, nach der frühe Schlafstunden die erholsamsten seien.
Herkunft: Eine Gesundheitsregel des 19. Jahrhunderts. Die Schlafforschung bestätigt sie nur teilweise: Entscheidend ist nicht die Uhrzeit, sondern dass die Tiefschlafphasen am Anfang der Nacht liegen.
Themen: GesundheitLeben
Siehe auch: Wer gut schläft, lebt gut. Schlaf ist die beste Medizin.
Wer abends nichts richtet, hat morgens keine Ruhe.
Sprichw.Was am Vorabend erledigt ist, entlastet den nächsten Morgen.
Herkunft: Eine Haushaltsregel aus der Hausväterliteratur des 18. Jahrhunderts.
Siehe auch: Gut geplant ist halb getan. Wie die Saat, so die Ernte. Wer schmieden will, muss erst das Feuer schüren.
Wer gut schläft, lebt gut.
Sprichw.Erholsamer Schlaf ist die Grundlage für alles Übrige.
Herkunft: Eine volkstümliche Gesundheitsregel, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Themen: GesundheitLeben
Siehe auch: Der Schlaf vor Mitternacht ist der beste. Schlaf ist die beste Medizin.
Wer lange schläft, den Tag verschläft.
Sprichw.Wer den Morgen verschläft, verliert den nützlichsten Teil des Tages.
Herkunft: Ein Reimspruch aus der Schul- und Erziehungsliteratur, verwandt mit dem Satz von der Morgenstunde.
Siehe auch: Morgenstund hat Gold im Mund. Der frühe Vogel fängt den Wurm.
Wer nachts nicht schlafen kann, dem fehlt am Tag der Mut.
Sprichw.Schlaflosigkeit und Mutlosigkeit bedingen einander.
Herkunft: Eine volkstümliche Erfahrungsformel des 19. Jahrhunderts.
Themen: AngstGesundheit
Siehe auch: Die Nacht ist keines Menschen Freund. Die Furcht vor dem Übel ist schlimmer als das Übel selbst.
Wer schläft, sündigt nicht.
Sprichw.Scherzhafte Rechtfertigung für ausgiebigen Schlaf.
Herkunft: Die Formel ist die scherzhafte Verkürzung eines längeren Spruchs, der fortfährt, wer sündigt, schlafe besser. In Sammlungen seit dem 18. Jahrhundert belegt.
Themen: Faulheit
Siehe auch: Wer nichts macht, macht auch nichts falsch. Wer die Arbeit kennt und sich nicht drückt, der ist verrückt. Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Guter Rat kommt über Nacht.
Sprichw.Eine schwierige Entscheidung sollte man überschlafen, statt sie sofort zu treffen.
Herkunft: Die Wendung ist die deutsche Fassung des griechischen Gedankens, die Nacht sei ein guter Ratgeber; im Lateinischen als „in nocte consilium“ überliefert.
Auch: Man muss eine Sache überschlafen.
Themen: Klugheit und DummheitGeduld
Siehe auch: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Eifersucht ist ein schlechter Ratgeber. Angst ist ein schlechter Ratgeber.
Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen.
Sprichw.Wer sich nichts vorzuwerfen hat, schläft ruhig.
Herkunft: Der Reimspruch ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt. Der Gedanke findet sich bereits bei den römischen Moralphilosophen.
Themen: EhrlichkeitGesundheit
Siehe auch: Im Schlaf sind alle Menschen gleich. Der Schlaf ist der Bruder des Todes.
Nach dem Essen sollst du ruhn oder tausend Schritte tun.
Sprichw.Alte Gesundheitsregel: Nach der Mahlzeit hilft entweder Ruhe oder ein Spaziergang.
Herkunft: Eine Gesundheitsregel der Diätetik, die auf die mittelalterliche Schule von Salerno zurückgeht.
Themen: EssenGesundheit
QuelleSchule von Salerno
Die Nacht ist keines Menschen Freund.
Sprichw.Im Dunkeln wirken Sorgen größer und Wege gefährlicher.
Herkunft: In deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt. Vor der Straßenbeleuchtung war die Nacht tatsächlich gefährlich, was der Formel ihre wörtliche Grundlage gab.
Siehe auch: Wer nachts nicht schlafen kann, dem fehlt am Tag der Mut. Die Furcht vor dem Übel ist schlimmer als das Übel selbst.
Der Schlaf ist der Bruder des Todes.
Sprichw.Der Schlaf gleicht dem Tod, weil das Bewusstsein aussetzt.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus der griechischen Mythologie, in der Hypnos und Thanatos Brüder sind.
Themen: Tod
Siehe auch: Wer den Tod vor Augen hat, lebt anders. Sterben müssen wir alle. Im Schlaf sind alle Menschen gleich.
Die Seinen gibt's der Herr im Schlaf.
Sprichw.Manchen fällt ohne jede Anstrengung zu, wofür andere hart arbeiten. Meist mit einem Unterton von Neid gesagt.
Herkunft: Der Satz geht auf Psalm 127 im Alten Testament zurück.
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer das Glück sucht, findet es selten. Wer das Glück hat, führt die Braut heim. Der dümmste Bauer hat die dicksten Kartoffeln.
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