Sprichwörter · Charakter und Verhalten
Sprichwörter über Faulheit
Der Spott über den Faulen ist alt und ziemlich direkt. Meist wird eine Bequemlichkeit geschildert, die sich am Ende als Mehrarbeit entpuppt.
15 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert
Bekannte Sprichwörter
Das Denken soll man den Pferden überlassen, die haben den größeren Kopf.
Sprichw.Ein spöttischer Spruch, mit dem jemand angestrengtes Nachdenken abtut, meist scherzhaft als Aufforderung, sich nicht den Kopf zu zerbrechen.
Herkunft: Die genaue Herkunft ist nicht eindeutig belegt. Der Spruch gehört zu den scherzhaften Spott- und Trotzsprüchen, die im deutschsprachigen Raum mündlich überliefert wurden.
Auch: Das Denken überlässt man den Pferden, die haben den größeren Kopf. · Denken soll man den Pferden überlassen, die haben größere Köpfe.
Themen: Klugheit und DummheitTiere
Siehe auch: Wer schläft, sündigt nicht. Wer nichts macht, macht auch nichts falsch. Wer die Arbeit kennt und sich nicht drückt, der ist verrückt.
Fleiß bringt Brot, Faulheit Not.
Sprichw.Wer arbeitet, kommt zurecht, wer sich drückt, gerät in Schwierigkeiten.
Herkunft: Ein Reimspruch aus der Schulfibel-Tradition des 18. und 19. Jahrhunderts.
Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute.
Sprichw.Spottvers über Menschen, die Aufgaben immer wieder vertagen.
Christian Felix WeißeSchriftsteller und Kinderbuchautor, 1726 bis 1804
Herkunft: Geht auf ein Gedicht von Christian Felix Weiße aus dem 18. Jahrhundert zurück.
QuelleChristian Felix Weiße
Siehe auch: Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Wer schläft, sündigt nicht. Wer nichts macht, macht auch nichts falsch.
Müßiggang ist aller Laster Anfang.
Sprichw.Wer nichts zu tun hat, kommt leicht auf dumme Gedanken.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei antiken Autoren und wurde durch die Klosterregeln des Mittelalters weiterverbreitet.
Themen: FleißLeichtsinn
Siehe auch: Übermut tut selten gut. Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Wer nichts macht, macht auch nichts falsch.
Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.
Sprichw.Eine Aufforderung, Aufgaben sofort zu erledigen, statt sie vor sich herzuschieben.
Herkunft: Der Reimspruch ist im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert verbreitet und gehört zu den Merkversen, die in Schulfibeln und Poesiealben weitergegeben wurden.
Siehe auch: Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute. Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.
Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.
Sprichw.Absichten allein bewirken nichts, wenn ihnen keine Taten folgen.
Herkunft: Der Gedanke wird Bernhard von Clairvaux zugeschrieben. Im Deutschen ist die Formel seit dem 19. Jahrhundert verbreitet, meist als Warnung vor folgenloser Absicht.
Themen: LeichtsinnNeuanfang
QuelleBernhard von Clairvaux
Siehe auch: Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute.
Wer die Arbeit kennt und sich nicht drückt, der ist verrückt.
Sprichw.Spottvers auf allzu Diensteifrige, meist ironisch gebraucht.
Herkunft: Ein Spottvers aus der Arbeiter- und Soldatensprache des 19. Jahrhunderts, gebildet als Umkehrung der Fleißsprüche der Schulfibeln.
Themen: Arbeit
Siehe auch: Wer schläft, sündigt nicht. Wer nichts macht, macht auch nichts falsch. Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute.
Wer lange schläft, den Tag verschläft.
Sprichw.Wer den Morgen verschläft, verliert den nützlichsten Teil des Tages.
Herkunft: Ein Reimspruch aus der Schul- und Erziehungsliteratur, verwandt mit dem Satz von der Morgenstunde.
Siehe auch: Morgenstund hat Gold im Mund. Der frühe Vogel fängt den Wurm.
Wer nichts macht, macht auch nichts falsch.
Sprichw.Spöttische Feststellung über Menschen, die Verantwortung meiden, um sich nichts vorwerfen lassen zu müssen.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts aus der Arbeitswelt, meist ironisch gegen übermäßige Vorsicht gerichtet.
Themen: MisserfolgMut
Siehe auch: Wer schläft, sündigt nicht. Wer die Arbeit kennt und sich nicht drückt, der ist verrückt. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Arbeit macht das Leben süß.
Sprichw.Wer etwas leistet, empfindet auch die freie Zeit als Gewinn.
Herkunft: Die Zeile stammt aus einem Kinderlied von Gottlob Wilhelm Burmann aus dem späten 18. Jahrhundert.
QuelleBurmann
Siehe auch: Wer schmieden will, muss erst das Feuer schüren. Wer den Kern essen will, muss die Nuss knacken.
Die Seinen gibt's der Herr im Schlaf.
Sprichw.Manchen fällt ohne jede Anstrengung zu, wofür andere hart arbeiten. Meist mit einem Unterton von Neid gesagt.
Herkunft: Der Satz geht auf Psalm 127 im Alten Testament zurück.
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer das Glück sucht, findet es selten. Wer das Glück hat, führt die Braut heim. Der dümmste Bauer hat die dicksten Kartoffeln.
Ein voller Bauch studiert nicht gern.
Sprichw.Nach einer reichlichen Mahlzeit fällt geistige Arbeit schwer.
Herkunft: Ein Reimspruch aus der Studentensprache, in deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.
Sprichw.Wer sich nicht am gemeinsamen Aufwand beteiligt, hat auch keinen Anspruch auf den Ertrag.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem zweiten Thessalonicherbrief (3,10) des Neuen Testaments.
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Geteiltes Brot schmeckt besser. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Ein jeder tue, was seines Amtes ist.
Kurze Sprichwörter
Wer rastet, der rostet.
Sprichw.Wer aufhört, sich zu betätigen, verliert seine Fähigkeiten und wird träge.
Herkunft: Der Reimspruch ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Das Bild vom Rost stammt vom ungenutzten Werkzeug.
Themen: FleißAlterGesundheit
Siehe auch: Wer nicht vorwärtsgeht, der kommt zurücke.
Wer schläft, sündigt nicht.
Sprichw.Scherzhafte Rechtfertigung für ausgiebigen Schlaf.
Herkunft: Die Formel ist die scherzhafte Verkürzung eines längeren Spruchs, der fortfährt, wer sündigt, schlafe besser. In Sammlungen seit dem 18. Jahrhundert belegt.
Themen: Schlaf
Siehe auch: Wer nichts macht, macht auch nichts falsch. Wer die Arbeit kennt und sich nicht drückt, der ist verrückt. Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute.
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