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Sprichwörter · Arbeit und Gesellschaft

Sprichwörter über das Handwerk

Aus den Werkstätten stammt ein großer Teil des deutschen Sprichwortschatzes. Die Bilder sind entsprechend konkret: Hammer, Amboss, Schuh, Leisten.

18 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert

Bekannte Sprichwörter

Sprichwörter mit belegter Herkunft

  • Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.

    Sprichw.

    Auf rüdes Verhalten darf man mit gleicher Härte antworten.

    Herkunft: Das Bild stammt aus der Holzarbeit: Ein knorriger Klotz lässt sich nur mit einem entsprechend groben Keil spalten. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.

    Themen: Streit

  • Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

    Sprichw.

    Niemand beherrscht eine Sache von Anfang an; jeder muss sie erst lernen.

    Herkunft: Die Formel stammt aus dem Zunftwesen, in dem der Meistertitel am Ende einer langen Ausbildung stand. In deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.

    Themen: LernenGeduld

  • Man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist.

    Sprichw.

    Eine günstige Gelegenheit muss sofort genutzt werden, sonst ist sie vorbei.

    Herkunft: Das Bild stammt aus der Schmiedearbeit: Nur glühendes Eisen lässt sich formen.

    Themen: ErfolgZeitArbeit

  • Ein schlechter Handwerker schilt sein Werkzeug.

    Sprichw.

    Wer nichts kann, sucht die Schuld bei den Umständen.

    Herkunft: Die Formel übersetzt ein französisches Sprichwort und ist im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt.

    Themen: ArbeitMisserfolg

  • Schuster, bleib bei deinen Leisten.

    Sprichw.

    Man sollte über das urteilen, wovon man etwas versteht, und nicht über alles andere.

    Herkunft: Geht auf eine Anekdote über den griechischen Maler Apelles zurück, der die Kritik eines Schusters an den Schuhen seines Bildes gelten ließ, dessen weitergehende Einwände aber zurückwies.

    Themen: BerufBescheidenheit

    Siehe auch: Ein jeder tue, was seines Amtes ist.

  • Wer nur einen Hammer hat, sieht in allem einen Nagel.

    Sprichw.

    Wer nur ein Mittel beherrscht, wendet es auf alles an, ob es passt oder nicht.

    Herkunft: Die Formel geht auf den amerikanischen Psychologen Abraham Maslow zurück (1966).

    Themen: Klugheit und DummheitArbeit

    QuelleMaslow

  • Wie der Meister, so das Werk.

    Sprichw.

    An der Arbeit erkennt man, wer sie gemacht hat.

    Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt und aus dem Zunftwesen überliefert.

    Themen: ArbeitBeruf

    QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts

    Siehe auch: Nicht das Werkzeug macht den Meister. Jedes Handwerk hat seine Kniffe. Übung macht den Meister.

  • Wo gehobelt wird, da fallen Späne.

    Sprichw.

    Wo etwas geschaffen oder verändert wird, lassen sich Verluste und Reibungen nicht ganz vermeiden.

    Herkunft: Das Bild stammt aus der Tischlerei. In deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt, im 20. Jahrhundert häufig zur Rechtfertigung von Opfern missbraucht.

    Themen: ArbeitVeränderung

Kurze Sprichwörter

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