Sprichwörter · Arbeit und Gesellschaft
Sprichwörter über Erfolg, Seite 2
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Bekannte Sprichwörter
Der Neid sieht das Ergebnis, nie die Arbeit.
Sprichw.Wer beneidet, rechnet die Mühe nicht mit, die dahintersteckt.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Der Neid sieht das Ziel, nicht den Weg. Neid baut keine Häuser. Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer.
Der Neid sieht das Ziel, nicht den Weg.
Sprichw.Wer beneidet, sieht nur das Ergebnis und nicht die Mühe, die dahintersteckt.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts ohne belegbaren Erstautor.
Siehe auch: Der Neid sieht das Ergebnis, nie die Arbeit. Neid baut keine Häuser. Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer.
Schneller Erfolg hält am kürzesten.
Sprichw.Was rasch entsteht, hat selten ein tragfähiges Fundament.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem Satz, was schnell wachse, halte nicht lange.
Siehe auch: Ein Jahr für den Boden, ein Jahr für die Saat, ein Jahr für die Ernte. Was schnell wächst, hält nicht lange. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Wer allein geht, geht schneller; wer zusammen geht, kommt weiter.
Sprichw.Alleingang ist schneller, gemeinsames Vorgehen trägt weiter.
Herkunft: Die Formel wird als afrikanisches Sprichwort zitiert, ohne dass sich eine Quelle nachweisen ließe.
Themen: ZusammenhaltErfolgFreundschaft
Siehe auch: Wer zusammen reist, lernt sich kennen. Wer warten kann, siegt am Ende. Viele Tropfen machen ein Meer.
Wer das Glück hat, führt die Braut heim.
Sprichw.Am Ende entscheidet oft nicht die Leistung, sondern das Glück.
Herkunft: Ein Reimspruch aus den deutschen Sammlungen des 18. Jahrhunderts, entstanden im Umfeld der Werbung um eine Braut.
Siehe auch: Wo die Liebe hinfällt. Wer sich erinnert, lebt zweimal. Wer das Glück sucht, findet es selten.
Wer den Hafen erreicht hat, vergisst den Sturm.
Sprichw.Ist eine Sache überstanden, verblassen die Mühen erstaunlich schnell.
Herkunft: Eine seemännische Erfahrungsformel, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Themen: ErfolgVergangenheitReisen
Siehe auch: Über alles wächst Gras. Aus den Augen, aus dem Sinn.
Wer Erfolg hat, bekommt recht, nicht umgekehrt.
Sprichw.Das Urteil über eine Entscheidung richtet sich nach ihrem Ausgang.
Herkunft: Eine Formel aus der Entscheidungsforschung des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer. Jedes Ding hat zwei Seiten. Die Wahrheit liegt in der Mitte.
Wer nie gescheitert ist, hat nie etwas versucht.
Sprichw.Ein makelloser Lebenslauf spricht eher für Vorsicht als für Können.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem Gedanken, wer nie verliere, habe nie gespielt.
Themen: MisserfolgMutErfolg
Siehe auch: Wer nie verliert, hat nie gespielt. Wer lebt, macht Fehler; wer keine macht, lebt nicht. Jeder Anfang ist ein Versuch.
Wer nie verliert, hat nie gespielt.
Sprichw.Ohne die Möglichkeit zu scheitern gibt es auch keinen Gewinn.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus dem Sportumfeld, ohne älteren Beleg.
Themen: MutMisserfolgErfolg
Siehe auch: Wer wagt, verliert manchmal. Wer nicht wagt, verliert immer. Wer nie gescheitert ist, hat nie etwas versucht. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer.
Sprichw.Das Urteil über fremde Leistung fällt umso strenger aus, je weniger eigene vorliegt.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Siehe auch: Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung. Neid ist die Steuer, die man auf Erfolg zahlt. Der Neid ist die aufrichtigste Bewunderung.
Wer sich zu klein macht, wird übersehen.
Sprichw.Übertriebene Zurückhaltung wird nicht als Tugend erkannt, sondern als Bedeutungslosigkeit.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem älteren Spottvers über die Bescheidenheit als Zier.
Themen: BescheidenheitHochmutErfolg
Siehe auch: Große Menschen machen wenig Aufhebens. Wer leise auftritt, wird länger gehört. Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten.
Wer wagt, verliert manchmal. Wer nicht wagt, verliert immer.
Sprichw.Der Verzicht auf jedes Risiko ist selbst das größte.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, gebildet als Zuspitzung des älteren Sprichworts vom Wagen und Gewinnen.
Themen: MutMisserfolgErfolg
Siehe auch: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wer nie verliert, hat nie gespielt. Dem Mutigen gehört die Welt.
Wer warten kann, siegt am Ende.
Sprichw.In vielen Auseinandersetzungen entscheidet nicht die Kraft, sondern das längere Durchhalten.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Mit Geduld und Zeit kommt man weit. Die Zeit arbeitet für den, der warten kann. Steter Tropfen höhlt den Stein.
Die Zeit arbeitet für den, der warten kann.
Sprichw.Wer Geduld aufbringt, dem kommen die Umstände oft von allein entgegen.
Herkunft: Die Formel stammt aus der politischen Sprache des 19. Jahrhunderts und wurde von dort in den Alltag übernommen.
Siehe auch: Wer warten kann, siegt am Ende. Mit Geduld und Zeit kommt man weit. Steter Tropfen höhlt den Stein.
Die Zukunft gehört denen, die sie vorbereiten.
Sprichw.Wer heute nichts tut, gestaltet morgen nichts.
Herkunft: Der Gedanke wird häufig Malcolm X zugeschrieben; ähnliche Formulierungen finden sich schon im 19. Jahrhundert.
QuelleMalcolm X
Siehe auch: Wer nichts zurücklegt, lebt von der Hand in den Mund. Wer im Sommer nicht sammelt, muss im Winter darben. Wer die Zukunft plant, plant mit Unbekannten.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Was lange währt, wird endlich gut.
Sprichw.Wird gesagt, wenn sich eine lange Wartezeit oder ein zäher Prozess am Ende doch auszahlt.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Der Satz dient meist als Entschuldigung für eine Verzögerung.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Gut Ding will Weile haben. Geduld ist bitter, aber ihre Frucht ist süß. Hoffen und Harren macht manchen zum Narren.
Was schnell wächst, hält nicht lange.
Sprichw.Rasches Wachstum geht auf Kosten der Haltbarkeit.
Herkunft: Eine forstwirtschaftliche Erfahrungsregel, die auf Holzarten mit unterschiedlicher Wuchsgeschwindigkeit zurückgeht.
Siehe auch: Schneller Erfolg hält am kürzesten. Wer nicht warten kann, verdirbt die Ernte. Mit den Jahren wird man nicht klüger, nur ruhiger.
Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.
Sprichw.Von einem Konflikt profitiert oft ein Unbeteiligter.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „duobus litigantibus tertius gaudet“ und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Auch: Wo zwei sich streiten, freut sich der Dritte.
Themen: StreitNachbarnErfolgNeidZusammenhalt
Siehe auch: Wenn zwei Hunde um einen Knochen streiten, läuft der dritte damit fort. Wer den Streit sucht, findet ihn überall. Streit mit dem Nachbarn dauert länger als mit dem Fremden.
Wer den Kern essen will, muss die Nuss knacken.
Sprichw.Ohne Anstrengung gibt es keinen Ertrag.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „qui e nuce nucleum esse vult, frangat nucem“ bei Plautus.
QuellePlautus
Siehe auch: Wer reichlich sät, wird reichlich ernten. Geduld ist bitter, aber ihre Frucht ist süß. Wer schmieden will, muss erst das Feuer schüren.
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Sprichw.Ohne ein gewisses Risiko einzugehen, kommt man zu keinem Gewinn.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „qui audet adipiscitur“ und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Auch: Wer wagt, gewinnt.
Themen: MutErfolgLeichtsinnNeuanfang
Siehe auch: Wer wagt, verliert manchmal. Wer nicht wagt, verliert immer. Wer nie verliert, hat nie gespielt. Wer nichts riskiert, lebt länger und langweiliger.
Wer reichlich sät, wird reichlich ernten.
Sprichw.Der Ertrag richtet sich nach dem, was man vorher investiert hat.
Herkunft: Aus dem zweiten Korintherbrief des Neuen Testaments (2. Korinther 9,6).
Themen: LandwirtschaftFleißErfolg
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Wer den Kern essen will, muss die Nuss knacken. Der Herbst hält, was der Frühling versprach. Wer die Hand nicht rührt, dem füllt sie sich nicht.
Wer zuletzt lacht, lacht am besten.
Sprichw.Entscheidend ist, wer am Ende recht behält, nicht wer zwischendurch triumphiert.
Herkunft: Die Formel ist eine Lehnübersetzung aus dem Französischen und im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Ein Esel schilt den anderen Langohr.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Sprichw.Wer etwas wirklich erreichen will, findet auch die Mittel dazu.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Englischen, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert verbreitet.
Siehe auch: Gesagt, getan. Frisch gewagt ist halb gewonnen.
Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Sprichw.Mit einer einzigen Handlung gleich zwei Ziele erreichen.
Herkunft: Die Klappe ist die Fliegenklatsche. Die Formel ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt und findet sich in vielen Sprachen mit wechselnden Tieren.
Siehe auch: Zeit ist Geld. Ordnung ist das halbe Leben.
Kurze Sprichwörter
Der Neid schläft nie.
Sprichw.Missgunst hört nicht auf, sie sucht sich nur ein neues Ziel.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 17. Jahrhunderts belegt.
Siehe auch: Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer. Neid lässt sich schlechter verbergen als Hass. Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.
Ohne Fleiß kein Preis.
Sprichw.Ein Erfolg setzt Anstrengung voraus; geschenkt bekommt man nichts.
Herkunft: Ein Reimspruch aus der Schulliteratur des 18. Jahrhunderts. „Preis“ meint dabei den Siegespreis, nicht den Kaufpreis.
Themen: FleißErfolgArbeitSchule
Siehe auch: Es lernt sich nichts von selbst.
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