Sprichwörter · Charakter und Verhalten
Sprichwörter über Fleiß, Seite 2
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Bekannte Sprichwörter
Ordnung und Fleiß bauen Häuser.
Sprichw.Aus Sorgfalt und Ausdauer entsteht mit der Zeit Wohlstand.
Herkunft: Ein Hausspruch des 19. Jahrhunderts.
Themen: OrdnungFleißHaus und Heimat
Siehe auch: Wo Ordnung herrscht, kommt Ruhe ein. Wer sparen will, muss zuerst rechnen. Wer jeden Tag einen Stein setzt, hat am Ende eine Mauer.
Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.
Sprichw.Eine Aufforderung, Aufgaben sofort zu erledigen, statt sie vor sich herzuschieben.
Herkunft: Der Reimspruch ist im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert verbreitet und gehört zu den Merkversen, die in Schulfibeln und Poesiealben weitergegeben wurden.
Siehe auch: Morgen, morgen, nur nicht heute. Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute. Wer heute nichts tut, hat morgen doppelt zu tun.
Was man selbst tut, ist gut getan.
Sprichw.Wer eine Sache selbst erledigt, kann sich auf das Ergebnis verlassen.
Herkunft: In deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt, meist im Zusammenhang mit der Empfehlung, sich nicht auf Bedienstete zu verlassen.
Auch: Selbst getan ist gut getan.
Siehe auch: Zweimal messen, einmal schneiden. Am Werkzeug erkennt man den Meister. Wie der Bauer, so der Hof.
Wer die Arbeit kennt, schätzt die Pause.
Sprichw.Erst wer sich anstrengt, weiß die freie Zeit zu nehmen.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Schlaf ist kein Luxus. Man erkennt das Glück erst am Geräusch seines Fortgehens.
Wer früh anfängt, muss nicht schnell arbeiten.
Sprichw.Ein rechtzeitiger Beginn erspart die Hetze am Ende.
Herkunft: Eine volkstümliche Arbeitsregel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Alles zu seiner Zeit. Wo Ordnung herrscht, kommt Ruhe ein.
Wer im Herbst nicht pflügt, hat im Frühjahr doppelte Arbeit.
Sprichw.Wer die Vorarbeit verschiebt, zahlt später mit Mehraufwand.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsregel, in deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Themen: LandwirtschaftFleißJahreszeiten
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer im Sommer nicht sammelt, muss im Winter darben. Der Winter ist keine Pause, nur eine andere Arbeit. Ist der Mai kühl und nass, füllt's dem Bauern Scheun und Fass.
Wer jeden Tag einen Stein setzt, hat am Ende eine Mauer.
Sprichw.Beharrlichkeit bringt zustande, was der einzelne Kraftakt nicht schafft.
Herkunft: Eine Handwerksformel, verwandt mit dem Bild vom stetigen Tropfen, der den Stein höhlt.
Siehe auch: Wer täglich ein wenig tut, schafft mehr als der, der einmal viel tut. Schneller Erfolg hält am kürzesten. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Wer lange schläft, den Tag verschläft.
Sprichw.Wer den Morgen verschläft, verliert den nützlichsten Teil des Tages.
Herkunft: Ein Reimspruch aus der Schul- und Erziehungsliteratur, verwandt mit dem Satz von der Morgenstunde.
Siehe auch: Wer nicht aufsteht, versäumt den Tag. Morgenstund hat Gold im Mund. Wo nichts wächst, hat vorher jemand nichts gesät.
Wer nicht aufsteht, versäumt den Tag.
Sprichw.Der Tag beginnt für den, der ihn beginnt.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem Sprichwort von der Morgenstunde.
Siehe auch: Wer lange schläft, den Tag verschläft. Wo nichts wächst, hat vorher jemand nichts gesät. Neuer Tag, neues Glück.
Wer nicht geht, verlernt das Gehen.
Sprichw.Fähigkeiten des Körpers gehen verloren, wenn man sie nicht nutzt.
Herkunft: Eine Formel aus der Bewegungsmedizin des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem älteren Satz vom Rasten und Rosten.
Themen: GesundheitAlterFleiß
Siehe auch: Wer rastet, der rostet. Wer nicht lernt, verlernt.
Wer täglich ein wenig tut, schafft mehr als der, der einmal viel tut.
Sprichw.Regelmäßigkeit bringt mehr zustande als der einzelne Kraftakt.
Herkunft: Eine volkstümliche Arbeitsregel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer jeden Tag einen Stein setzt, hat am Ende eine Mauer. Steter Tropfen höhlt den Stein. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Der Winter ist keine Pause, nur eine andere Arbeit.
Sprichw.Im Winter wird instand gesetzt, was im Sommer laufen muss.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsregel des 19. Jahrhunderts.
Themen: JahreszeitenLandwirtschaftFleiß
Siehe auch: Wer im Herbst nicht pflügt, hat im Frühjahr doppelte Arbeit. Wie die Saat, so die Ernte.
Wo nichts wächst, hat vorher jemand nichts gesät.
Sprichw.Ausbleibender Ertrag hat meist eine Vorgeschichte.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsformel des 19. Jahrhunderts.
Themen: NaturLandwirtschaftFleiß
Siehe auch: Ein Jahr Unkraut, sieben Jahre Same. Wer nicht aufsteht, versäumt den Tag. Wer lange schläft, den Tag verschläft.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Ordnung ist das halbe Leben.
Sprichw.Wer Ordnung hält, spart Zeit und Ärger.
Herkunft: Die Formel ist in deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 19. Jahrhundert belegt. Sie gehört zu einer Gruppe von Sätzen, die eine Tugend als Anteil am Gelingen beziffern, vergleichbar mit „Frisch gewagt ist halb gewonnen“.
Siehe auch: Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zeit ist Geld. Ordnung muss sein.
Steter Tropfen höhlt den Stein.
Sprichw.Auch kleine, aber beständige Anstrengungen führen mit der Zeit zu großen Wirkungen.
Ovidrömischer Dichter, 43 v. Chr. bis 17 n. Chr.
Herkunft: Der Gedanke ist bereits in der Antike belegt, unter anderem bei Ovid.
QuelleOvid
Siehe auch: Wer warten kann, siegt am Ende. Wer täglich ein wenig tut, schafft mehr als der, der einmal viel tut. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Wer den Kern essen will, muss die Nuss knacken.
Sprichw.Ohne Anstrengung gibt es keinen Ertrag.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „qui e nuce nucleum esse vult, frangat nucem“ bei Plautus.
QuellePlautus
Siehe auch: Wer reichlich sät, wird reichlich ernten. Geduld ist bitter, aber ihre Frucht ist süß. Wer schmieden will, muss erst das Feuer schüren.
Wer die Hand nicht rührt, dem füllt sie sich nicht.
Sprichw.Ohne eigenes Zutun stellt sich nichts ein.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament, wo die lässige Hand arm macht (Sprüche 10,4).
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer reichlich sät, wird reichlich ernten. Wer den Kern essen will, muss die Nuss knacken. Wer den Boden nährt, den nährt der Boden.
Wer im Sommer nicht sammelt, muss im Winter darben.
Sprichw.Wer die günstige Zeit ungenutzt lässt, hat später nichts.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament (Sprüche 10,5).
Themen: FleißSparenJahreszeitenLandwirtschaft
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer im Herbst nicht pflügt, hat im Frühjahr doppelte Arbeit. Ist der Mai kühl und nass, füllt's dem Bauern Scheun und Fass. Im Winter zeigt sich, wer Holz gemacht hat.
Wer nicht vorwärtsgeht, der kommt zurücke.
Sprichw.Wer sich nicht weiterentwickelt, verliert gegenüber anderen an Boden.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Der Vers stammt von Johann Wolfgang von Goethe und ist in dieser Form aus seinen Sprüchen überliefert.
Themen: ZukunftFleißVeränderung
QuelleGoethe
Siehe auch: Stillstand ist Rückschritt. Wer rastet, der rostet. Wer nur verwaltet, gestaltet nichts.
Wer reichlich sät, wird reichlich ernten.
Sprichw.Der Ertrag richtet sich nach dem, was man vorher investiert hat.
Herkunft: Aus dem zweiten Korintherbrief des Neuen Testaments (2. Korinther 9,6).
Themen: LandwirtschaftFleißErfolg
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Wer den Kern essen will, muss die Nuss knacken. Der Herbst hält, was der Frühling versprach. Wer die Hand nicht rührt, dem füllt sie sich nicht.
Wer vielerlei beginnt, gar wenig Dank gewinnt.
Sprichw.Wer sich verzettelt, bringt am Ende nichts richtig zu Ende.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Themen: ArbeitFleißMisserfolg
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer zwei Hasen zugleich jagt, fängt keinen.
Wer zwei Hasen zugleich jagt, fängt keinen.
Sprichw.Wer sich auf zu vieles gleichzeitig einlässt, erreicht nichts davon.
Herkunft: Der Gedanke ist bereits in der Antike belegt und findet sich in vielen europäischen Sprachen.
Themen: Klugheit und DummheitArbeitFleiß
Siehe auch: Wer vielerlei beginnt, gar wenig Dank gewinnt.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Sprichw.Wer etwas wirklich erreichen will, findet auch die Mittel dazu.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Englischen, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert verbreitet.
Siehe auch: Gesagt, getan. Frisch gewagt ist halb gewonnen.
Zeit und Stunde warten auf niemanden.
Sprichw.Die Zeit läuft weiter, ob man bereit ist oder nicht.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Englischen, wo Zeit und Flut auf niemanden warten. Im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert geläufig.
Siehe auch: Gesagt, getan. Viele Hände, schnelles Ende. Eile mit Weile.
Kurze Sprichwörter
Sparen ist verdienen.
Sprichw.Ein nicht ausgegebener Betrag zählt genauso wie ein eingenommener.
Herkunft: Ein Kaufmannssprichwort, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Ein Groschen gespart ist ein Groschen verdient. Wer sparen will, muss zuerst rechnen. Wer nichts hat, kann nichts sparen.
Stillstand ist Rückschritt.
Sprichw.Wer sich nicht weiterentwickelt, fällt gegenüber anderen zurück.
Herkunft: Eine Formel aus der Fortschrittssprache des 19. Jahrhunderts, verwandt mit Goethes Vers vom Vorwärtsgehen.
Themen: VeränderungFleißMisserfolg
QuelleGoethe
Siehe auch: Wer nicht vorwärtsgeht, der kommt zurücke. Man kann das Rad der Zeit nicht zurückdrehen. Handel bringt Wandel.
Übung macht den Meister.
Sprichw.Fertigkeiten entstehen durch wiederholtes Tun, nicht durch Begabung allein.
Herkunft: Die Wendung stammt aus dem Zunftwesen, in dem der Meistertitel am Ende einer langen Ausbildung stand. Der Gedanke selbst ist älter und findet sich als lateinische Formel „exercitatio artem parat“.
Themen: LernenFleißHandwerkErfahrung
Siehe auch: Kein Meister ohne Lehrzeit. Eine Ehe will gelernt sein wie ein Handwerk. Aus Fehlern wird man klug, aber nicht immer sofort.
Viele Hände, schnelles Ende.
Sprichw.Eine Arbeit ist rasch getan, wenn viele mit anpacken.
Herkunft: Ein Reimspruch, in deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Auch: Viele Hände machen schnell ein Ende.
Themen: ArbeitZusammenhaltFleiß
Siehe auch: Einer allein baut kein Haus. Ein Finger allein macht keine Faust. Zeit und Stunde warten auf niemanden.
Wer nicht lernt, verlernt.
Sprichw.Kenntnisse gehen verloren, wenn man sie nicht auffrischt.
Herkunft: Eine Formel aus der Bildungssprache des 20. Jahrhunderts, ohne älteren Beleg.
Siehe auch: Wer nicht geht, verlernt das Gehen. Es lernt sich nichts von selbst. Fleiß schlägt Begabung, wenn Begabung nicht fleißig ist.
Wer rastet, der rostet.
Sprichw.Wer aufhört, sich zu betätigen, verliert seine Fähigkeiten und wird träge.
Herkunft: Der Reimspruch ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Das Bild vom Rost stammt vom ungenutzten Werkzeug.
Themen: FleißAlterGesundheitFaulheit
Siehe auch: Wer nicht geht, verlernt das Gehen. Wer nur verwaltet, gestaltet nichts. Wer nicht vorwärtsgeht, der kommt zurücke.
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