Sprichwörter · Alltag und Natur
Sprichwörter über die Natur, Seite 2
38 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 2 von 2
Was schnell wächst, hält nicht lange.
Sprichw.Rasches Wachstum geht auf Kosten der Haltbarkeit.
Herkunft: Eine forstwirtschaftliche Erfahrungsregel, die auf Holzarten mit unterschiedlicher Wuchsgeschwindigkeit zurückgeht.
Siehe auch: Schneller Erfolg hält am kürzesten. Wer nicht warten kann, verdirbt die Ernte. Mit den Jahren wird man nicht klüger, nur ruhiger.
Wasser hat keine Balken.
Sprichw.Warnung vor der Gefahr des Wassers: Anders als auf einem Boden findet man darin keinen Halt.
Herkunft: Alte Schiffermahnung, in deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer aufs Eis geht, muss mit dem Einbrechen rechnen. Übermut tut selten gut. Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.
Wenn der Tau am Morgen liegt, bleibt das Wetter schön.
Sprichw.Bauernregel: Starker Morgentau deutet auf einen klaren, ruhigen Tag hin.
Herkunft: Die Regel hat einen physikalischen Kern. Tau entsteht bei klarer Nacht und schwachem Wind, also unter Bedingungen, die auf eine stabile Hochdrucklage hinweisen.
Themen: WetterNaturLandwirtschaft
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Wer die Natur beobachtet, braucht keine Uhr.
Wer aufs Eis geht, muss mit dem Einbrechen rechnen.
Sprichw.Wer sich in eine gefährliche Lage begibt, kann sich über die Folgen nicht wundern.
Herkunft: Eine volkstümliche Warnformel, verwandt mit der Redewendung vom dünnen Eis.
Themen: LeichtsinnVorsichtNatur
Siehe auch: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Übermut tut selten gut. Wer alles auf eine Karte setzt, hat keine zweite.
Wer den Boden nährt, den nährt der Boden.
Sprichw.Wer sorgfältig wirtschaftet, bekommt es zurück.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsformel des 19. Jahrhunderts.
Themen: LandwirtschaftArbeitNatur
Siehe auch: Der Acker lügt nicht. Auch der beste Boden trägt nur, wenn er gepflegt wird. Wer reichlich sät, wird reichlich ernten.
Wer die Natur beobachtet, braucht keine Uhr.
Sprichw.Der Lauf des Jahres lässt sich an Pflanzen und Tieren ablesen.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsformel, die der phänologischen Kalenderrechnung zugrunde liegt.
Themen: NaturJahreszeitenLandwirtschaft
Siehe auch: Wenn der Tau am Morgen liegt, bleibt das Wetter schön. Dreht der Wind, dreht das Wetter. Der Wald hat Ohren, das Feld hat Augen.
Wo nichts wächst, hat vorher jemand nichts gesät.
Sprichw.Ausbleibender Ertrag hat meist eine Vorgeschichte.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsformel des 19. Jahrhunderts.
Themen: NaturLandwirtschaftFleiß
Siehe auch: Ein Jahr Unkraut, sieben Jahre Same. Wer nicht aufsteht, versäumt den Tag. Wer lange schläft, den Tag verschläft.
Zwei Bäume wachsen nebeneinander, nicht ineinander.
Sprichw.Nähe setzt voraus, dass beide für sich bestehen bleiben.
Herkunft: Das Bild geht auf die Beobachtung zurück, dass zu eng stehende Bäume einander das Licht nehmen.
Themen: PartnerschaftLiebeNatur
Siehe auch: Wo Liebe ist, da ist auch Streit. Wer alles teilt, muss auch das Schweigen teilen können. Eine Ehe ohne Streit ist eine Ehe ohne Gespräch.
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