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Sprichwörter mit I
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16 Einträge mit Bedeutung
Im Schlaf sind alle Menschen gleich.
Sprichw.Im Schlaf zählen Rang und Vermögen nicht.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei den antiken Moralisten, unter anderem bei Publilius Syrus.
QuellePublilius Syrus
Siehe auch: Der Tod macht alle gleich. Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen. Der Schlaf ist der Bruder des Todes.
Im Streit verliert man mehr, als man gewinnt.
Sprichw.Auch wer recht behält, zahlt für den Zwist mit Zeit, Geld und Beziehung.
Herkunft: Eine volkstümliche Erfahrungsformel, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Themen: StreitNachbarnKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Streit mit dem Nachbarn dauert länger als mit dem Fremden. Wo Liebe ist, da ist auch Streit.
Im Unglück zeigt sich der Charakter.
Sprichw.Erst unter Druck wird sichtbar, wie jemand wirklich ist.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei den antiken Moralisten, unter anderem bei Seneca.
QuelleSeneca
Siehe auch: In der Not erkennt man seine Freunde. Freunde in der Not gehen tausend auf ein Lot.
Im Wein liegt Wahrheit.
Sprichw.Unter Alkoholeinfluss sagen Menschen oft, was sie sonst für sich behalten.
Herkunft: Übersetzung der lateinischen Formel „in vino veritas“, die auf ein griechisches Sprichwort zurückgeht.
Themen: TrinkenWahrheitEhrlichkeit
Siehe auch: Trunkener Mund tut Wahrheit kund. Der Wein erfindet nichts, er schwatzt es aus. Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.
Im Zweifel für den Angeklagten.
Sprichw.Solange Schuld nicht bewiesen ist, gilt die für den Beschuldigten günstigere Annahme.
Herkunft: Übersetzung des juristischen Grundsatzes „in dubio pro reo“.
Themen: Recht und GerechtigkeitWahrheit
Siehe auch: Die kleinen Diebe hängt man, die großen lässt man laufen.
In der Ehe zählt nicht der Hochzeitstag, sondern der Alltag.
Sprichw.Eine Verbindung entscheidet sich nicht am Fest, sondern an den Tagen danach.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne belegbaren Erstautor.
Themen: EhePartnerschaftLeben
Siehe auch: Nach der Hochzeit kommt der Alltag. Nichts ist so beständig wie der Wandel.
In der Fremde lernt man die Heimat schätzen.
Sprichw.Erst der Abstand macht deutlich, was man an dem hat, wo man herkommt.
Herkunft: Der Gedanke ist in der antiken Literatur verbreitet, unter anderem bei Ovid, der ihn in seinen Briefen aus der Verbannung ausführt.
Themen: ReisenHaus und HeimatDankbarkeit
QuelleOvid
Siehe auch: Ost, West, zu Hause best.
In der Jugend legt man den Grundstein für das Alter.
Sprichw.Was in jungen Jahren angelegt wird, trägt oder fehlt später.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Siehe auch: Jung gewohnt, alt getan. Wer in der Jugend nicht spart, muss im Alter darben.
In der Kürze liegt die Würze.
Sprichw.Eine knappe Darstellung wirkt stärker als eine ausufernde.
Herkunft: Der Reimspruch ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt. Der Gedanke selbst findet sich schon in der antiken Rhetorik als Lob der Knappheit.
Themen: Klugheit und DummheitWissen
Siehe auch: Erst denken, dann reden.
In der Not erkennt man seine Freunde.
Sprichw.Erst wenn es schwierig wird, zeigt sich, auf wen man sich wirklich verlassen kann.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „amicus certus in re incerta cernitur“, das Cicero in seiner Schrift über die Freundschaft zitiert.
Auch: Den Freund erkennt man in der Not.
Themen: FreundschaftUnglückVertrauen
QuelleCicero
Siehe auch: Freunde in der Not gehen tausend auf ein Lot. Ein guter Nachbar ist besser als ein ferner Freund. Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal.
In der Not frisst der Teufel Fliegen.
Sprichw.Wer keine Wahl hat, nimmt auch das, was er sonst verschmähen würde.
Herkunft: In deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt. Die Fliege galt als das geringste denkbare Tier, das selbst der Teufel verschmähen würde.
Siehe auch: Wer nichts hat, kann nichts sparen.
In guten wie in schlechten Tagen.
Sprichw.Formel aus dem Eheversprechen, mit der Beistand unabhängig von den Umständen zugesagt wird.
Herkunft: Stammt aus dem Traugelöbnis der christlichen Kirchen und ist von dort in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen.
Themen: EhePartnerschaftZusammenhalt
Siehe auch: Durch dick und dünn gehen.
Irren ist menschlich.
Sprichw.Fehler zu machen gehört zum Menschsein und ist kein Grund für harte Verurteilung.
Senecarömischer Philosoph und Staatsmann, um 1 bis 65 n. Chr.
Herkunft: Übersetzung der lateinischen Formel „errare humanum est“, deren Gedanke sich schon bei Seneca findet.
Auch: Errare humanum est.
Themen: MisserfolgKlugheit und DummheitBescheidenheit
QuelleSeneca
Siehe auch: Durch Schaden wird man klug. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Alter schützt vor Torheit nicht.
Ist der Mai kühl und nass, füllt's dem Bauern Scheun und Fass.
Sprichw.Bauernregel: Ein feuchter Mai gilt als günstig für die spätere Ernte.
Herkunft: Eine Bauernregel mit sachlichem Kern: Kühle und Feuchtigkeit im Mai verlängern die Wachstumsphase des Getreides und begünstigen die Kornfüllung.
Themen: WetterLandwirtschaftJahreszeiten
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Man ist so alt, wie man sich fühlt.
Sprichw.Nicht die Jahreszahl entscheidet über das Alter, sondern die eigene Verfassung.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert verbreitet. Sie ist die Gegenrede zur Zählung nach Lebensjahren.
Themen: AlterGesundheitJugend
Ist's zu Lichtmess hell und rein, wird ein langer Winter sein.
Sprichw.Bauernregel zum 2. Februar: Klares Wetter deutet auf eine anhaltende Kältephase hin.
Herkunft: Die Regel hat einen meteorologischen Kern. Klarer Himmel Anfang Februar zeigt eine Hochdrucklage über Mitteleuropa an, die kalte Luft festhält.
Themen: WetterJahreszeitenLandwirtschaft
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.