Sprichwörter · Arbeit und Gesellschaft
Sprichwörter über Handel
Kaufen, verkaufen, feilschen: Diese Sprichwörter stammen meist aus Markt und Zunft und geben handfeste Verhandlungsregeln wieder.
15 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert
Bekannte Sprichwörter
Höflichkeit kostet nichts und bringt viel.
Sprichw.Ein freundlicher Umgangston ist mühelos und zahlt sich aus.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Französischen, wo Höflichkeit nichts koste und alles einbringe.
Themen: NachbarnBescheidenheit
Siehe auch: Wer sich unter die Kleie mischt, den fressen die Säue. Man sieht sich immer zweimal im Leben.
Ware, die lange liegt, wird nicht besser.
Sprichw.Was sich nicht verkauft, verliert mit der Zeit an Wert.
Herkunft: Ein Kaufmannssprichwort des 19. Jahrhunderts.
Was nichts kostet, ist nichts wert.
Sprichw.Was man umsonst bekommt, schätzt man selten.
Herkunft: Ein Kaufmannssprichwort, im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Wer billig kauft, kauft zweimal.
Wer billig kauft, kauft zweimal.
Sprichw.An der falschen Stelle gespart bedeutet, dass man die Sache bald erneut anschaffen muss.
Herkunft: Die Formel ist im deutschen Handel seit dem 19. Jahrhundert geläufig. Sie ist die Umkehrung des Werbeversprechens vom günstigen Preis.
Auch: Wer billig kauft, kauft teuer.
Siehe auch: Was nichts kostet, ist nichts wert. Gute Ware lobt sich selbst.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Gute Ware lobt sich selbst.
Sprichw.Was wirklich taugt, braucht keine Anpreisung.
Herkunft: Ein Kaufmannssprichwort, im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Es ist die Gegenrede zur marktschreierischen Anpreisung.
Themen: BerufBescheidenheit
Siehe auch: Wie der Meister, so das Werk. Wer billig kauft, kauft zweimal.
Eine Hand wäscht die andere.
Sprichw.Man hilft sich gegenseitig, weil beide Seiten davon profitieren.
Senecarömischer Philosoph und Staatsmann, um 1 bis 65 n. Chr.
Herkunft: Der Gedanke ist bereits in der Antike belegt, unter anderem bei Seneca („manus manum lavat“).
Themen: ZusammenhaltNachbarn
QuelleSeneca
Siehe auch: Wie du mir, so ich dir. Wer gern gibt, dem gibt man gern.
Mit Speck fängt man Mäuse.
Sprichw.Mit einem passenden Anreiz erreicht man mehr als mit Nachdruck.
Herkunft: Ein Bild aus der Schädlingsbekämpfung, im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Gemeint ist der wirksame Köder, nicht die Gewalt.
Themen: Klugheit und DummheitTiere
Wer viel verspricht, hält wenig.
Sprichw.Große Ankündigungen sind ein schlechtes Zeichen für die spätere Einlösung.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Versprechen und Halten sind zweierlei. Leicht versprochen, schwer gehalten. Ein Mann, ein Wort.
Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
Sprichw.Wer sich zuerst meldet oder anstellt, wird zuerst bedient.
Herkunft: Alte Mühlenordnung: Das Getreide wurde in der Reihenfolge des Eintreffens gemahlen. Der Satz ist als Rechtsregel überliefert.
Themen: Recht und GerechtigkeitZeit
Siehe auch: Alles zu seiner Zeit.
Kurze Sprichwörter
Geld stinkt nicht.
Sprichw.Wird gesagt, wenn jemandem die Herkunft eines Gewinns gleichgültig ist.
Herkunft: Übersetzung der lateinischen Formel „pecunia non olet“, die auf Kaiser Vespasian und dessen Steuer auf öffentliche Bedürfnisanstalten zurückgeführt wird.
Handel bringt Wandel.
Sprichw.Wo Waren getauscht werden, verändern sich auch die Verhältnisse.
Herkunft: Eine Formel aus der Kaufmannssprache des 19. Jahrhunderts, entstanden mit dem Aufblühen des Fernhandels.
Themen: VeränderungReichtum
Siehe auch: Wer nicht vorwärtsgeht, der kommt zurücke. Man kann das Rad der Zeit nicht zurückdrehen.
Kauf ist Kauf.
Sprichw.Ein abgeschlossener Kauf lässt sich nicht rückgängig machen.
Herkunft: Eine alte Rechtsregel, in deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: Recht und GerechtigkeitGeld
Kurze Rechnung, lange Freundschaft.
Sprichw.Wer offene Beträge schnell begleicht, erhält sich die gute Beziehung.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Französischen, wo von kurzen Rechnungen und langer Freundschaft die Rede ist.
Themen: GeldFreundschaft
Ein Mann, ein Wort.
Sprichw.Eine Zusage gilt, auch ohne dass sie schriftlich festgehalten wird.
Herkunft: Die Formel stammt aus dem alten Handelsrecht, in dem der mündliche Abschluss bindend war. Sie ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: EhrlichkeitVertrauen
Siehe auch: Versprochen ist versprochen. Wer viel verspricht, hält wenig. Versprechen und Halten sind zweierlei.
Zeit ist Geld.
Sprichw.Verlorene Zeit bedeutet entgangenen Verdienst.
Benjamin Franklinamerikanischer Staatsmann und Publizist, 1706 bis 1790
Herkunft: Der Satz stammt in dieser Form aus einem Ratgebertext von Benjamin Franklin aus dem Jahr 1748.
QuelleBenjamin Franklin
Siehe auch: Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ordnung ist das halbe Leben.
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