Sprichwörter · Arbeit und Gesellschaft
Sprichwörter über Handel
Kaufen, verkaufen, feilschen: Diese Sprichwörter stammen meist aus Markt und Zunft und geben handfeste Verhandlungsregeln wieder.
31 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 1 von 2
Bekannte Sprichwörter
Beim Handel muss jeder etwas gewinnen.
Sprichw.Ein Geschäft, bei dem nur eine Seite verdient, kommt nicht wieder zustande.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Ein guter Preis ist der, bei dem beide zweimal kaufen. Im Handel ist der Ruf das Kapital.
Ein guter Preis ist der, bei dem beide zweimal kaufen.
Sprichw.Nicht der höchste Erlös ist der beste, sondern der, der das nächste Geschäft ermöglicht.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Beim Handel muss jeder etwas gewinnen. Im Handel ist der Ruf das Kapital. Freundschaft will gepflegt sein.
Höflichkeit kostet nichts und bringt viel.
Sprichw.Ein freundlicher Umgangston ist mühelos und zahlt sich aus.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Französischen, wo Höflichkeit nichts koste und alles einbringe.
Themen: NachbarnBescheidenheit
Siehe auch: Wer sich unter die Kleie mischt, den fressen die Säue. Man sieht sich immer zweimal im Leben. In der Partnerschaft entscheidet nicht das Thema, sondern der Ton.
Im Handel entscheidet die Ware, nicht das Wort.
Sprichw.Auf Dauer setzt sich durch, was taugt, nicht was gut beworben wird.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel des 19. Jahrhunderts.
Themen: EhrlichkeitErfahrung
Siehe auch: Wer nur auf den Preis sieht, kauft zweimal. Der Preis ist vergessen, die Qualität bleibt. Wer billig kauft, kauft zweimal.
Im Handel ist der Ruf das Kapital.
Sprichw.Ein guter Name bringt mehr Geschäfte ein als jedes Angebot.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel des 19. Jahrhunderts.
Themen: EhrlichkeitReichtum
Siehe auch: Wer in Ehren alt wird, hat mehr erreicht als der, der reich stirbt. Ein guter Name ist besser als Reichtum. Besser arm in Ehren als reich in Schanden.
Im Handel ist Geduld ein Zahlungsmittel.
Sprichw.Wer warten kann, verhandelt besser.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer lange feilscht, verliert den Kauf.
Der Preis ist vergessen, die Qualität bleibt.
Sprichw.An den Preis erinnert sich niemand mehr, wenn die Ware taugt oder eben nicht.
Herkunft: Eine Kaufmannsformel des 20. Jahrhunderts, häufig der Werbung zugeschrieben.
Siehe auch: Wer nur auf den Preis sieht, kauft zweimal. Wer billig kauft, kauft zweimal. Im Handel entscheidet die Ware, nicht das Wort.
Ware, die lange liegt, wird nicht besser.
Sprichw.Was sich nicht verkauft, verliert mit der Zeit an Wert.
Herkunft: Ein Kaufmannssprichwort des 19. Jahrhunderts.
Was nichts kostet, ist nichts wert.
Sprichw.Was man umsonst bekommt, schätzt man selten.
Herkunft: Ein Kaufmannssprichwort, im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Wer zu billig anbietet, verkauft sich selbst. Wer billig kauft, kauft zweimal. Ehrlich sein kostet, unehrlich sein kostet mehr.
Wer billig kauft, kauft zweimal.
Sprichw.An der falschen Stelle gespart bedeutet, dass man die Sache bald erneut anschaffen muss.
Herkunft: Die Formel ist im deutschen Handel seit dem 19. Jahrhundert geläufig. Sie ist die Umkehrung des Werbeversprechens vom günstigen Preis.
Auch: Wer billig kauft, kauft teuer.
Siehe auch: Wer zu billig anbietet, verkauft sich selbst. Was nichts kostet, ist nichts wert. Der Preis ist vergessen, die Qualität bleibt.
Wer im Handel lügt, verkauft nur einmal.
Sprichw.Ein erschwindelter Abschluss kostet alle künftigen.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel, in deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Themen: LügenEhrlichkeit
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer lügt, der trügt. Lügen haben kurze Beine. Betrug schlägt seinen eigenen Herrn.
Wer jeden Pfennig dreimal umdreht, verpasst das Geschäft.
Sprichw.Übertriebene Sparsamkeit kostet mehr, als sie einbringt.
Herkunft: Eine Kaufmannsformel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer lange feilscht, verliert den Kauf.
Wer jeden Vorteil sucht, findet keinen Partner.
Sprichw.Wer bei jedem Geschäft das Maximum herausholt, hat beim nächsten niemanden mehr.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel des 20. Jahrhunderts.
Themen: GeizFreundschaft
Siehe auch: Geiz verdirbt die Freundschaft. Jeder ist sich selbst der Nächste.
Wer lange feilscht, verliert den Kauf.
Sprichw.Wer zu lange um den Preis streitet, dem kommt ein anderer zuvor.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Im Handel ist Geduld ein Zahlungsmittel. Wo ein Trog ist, kommen die Schweine. Wer jeden Pfennig dreimal umdreht, verpasst das Geschäft.
Wer nur auf den Preis sieht, kauft zweimal.
Sprichw.Die billigste Lösung ist selten die günstigste.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel, verwandt mit dem Satz, der Geizige zahle zweimal.
Siehe auch: Der Geizige zahlt zweimal. Im Handel entscheidet die Ware, nicht das Wort. Der Preis ist vergessen, die Qualität bleibt.
Wer nur rechnet, verrechnet sich.
Sprichw.Wer alles auf den Vorteil hin prüft, übersieht das Wesentliche.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Wirtschaftskritik.
Themen: GeizKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Irren ist menschlich. Durch Schaden wird man klug. Am falschen Ende sparen.
Wer zu billig anbietet, verkauft sich selbst.
Sprichw.Wer den eigenen Preis zu niedrig ansetzt, entwertet damit seine Arbeit.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel des 20. Jahrhunderts.
Themen: GeldBescheidenheit
Siehe auch: Zeit ist Geld. Wer billig kauft, kauft zweimal. Was nichts kostet, ist nichts wert.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Gute Ware lobt sich selbst.
Sprichw.Was wirklich taugt, braucht keine Anpreisung.
Herkunft: Ein Kaufmannssprichwort, im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Es ist die Gegenrede zur marktschreierischen Anpreisung.
Themen: BerufBescheidenheit
Siehe auch: Wie der Meister, so das Werk. Wer nur auf den Preis sieht, kauft zweimal. Wer billig kauft, kauft zweimal.
Eine Hand wäscht die andere.
Sprichw.Man hilft sich gegenseitig, weil beide Seiten davon profitieren.
Senecarömischer Philosoph und Staatsmann, um 1 bis 65 n. Chr.
Herkunft: Der Gedanke ist bereits in der Antike belegt, unter anderem bei Seneca („manus manum lavat“).
Themen: ZusammenhaltNachbarn
QuelleSeneca
Siehe auch: Wie du mir, so ich dir. Wer vertraut, dem wird vertraut. Wer nichts gibt, dem wird nichts gegeben.
Im Handel gilt das Wort.
Sprichw.Ein mündlich geschlossenes Geschäft ist ebenso bindend wie ein schriftliches.
Herkunft: Eine alte Kaufmannsregel, in deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: EhrlichkeitVertrauen
Siehe auch: Ein Mann, ein Wort. Wer wenig verspricht, kann viel halten. Wer viel verspricht, hält wenig.
Mit Speck fängt man Mäuse.
Sprichw.Mit einem passenden Anreiz erreicht man mehr als mit Nachdruck.
Herkunft: Ein Bild aus der Schädlingsbekämpfung, im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Gemeint ist der wirksame Köder, nicht die Gewalt.
Themen: Klugheit und DummheitTiere
Wer viel verspricht, hält wenig.
Sprichw.Große Ankündigungen sind ein schlechtes Zeichen für die spätere Einlösung.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Versprechen und Halten sind zweierlei. Leicht versprochen, schwer gehalten. Im Handel gilt das Wort.
Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
Sprichw.Wer sich zuerst meldet oder anstellt, wird zuerst bedient.
Herkunft: Alte Mühlenordnung: Das Getreide wurde in der Reihenfolge des Eintreffens gemahlen. Der Satz ist als Rechtsregel überliefert.
Themen: Recht und GerechtigkeitZeit
Siehe auch: Alles zu seiner Zeit.
Kurze Sprichwörter
Der erste Bissen entscheidet.
Sprichw.Der erste Eindruck bestimmt das Urteil über das Ganze.
Herkunft: Eine Formel aus der Gastronomiesprache des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer den Wein lobt, hat ihn meist schon getrunken. Kleider machen Leute. Jedes Ding hat zwei Seiten.
Der Geizige zahlt zweimal.
Sprichw.Wer an der falschen Stelle spart, muss die Sache ein zweites Mal anschaffen.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Wer nur auf den Preis sieht, kauft zweimal. Wer billig kauft, kauft zweimal. Der Preis ist vergessen, die Qualität bleibt.
Geld stinkt nicht.
Sprichw.Wird gesagt, wenn jemandem die Herkunft eines Gewinns gleichgültig ist.
Herkunft: Übersetzung der lateinischen Formel „pecunia non olet“, die auf Kaiser Vespasian und dessen Steuer auf öffentliche Bedürfnisanstalten zurückgeführt wird.
Handel bringt Wandel.
Sprichw.Wo Waren getauscht werden, verändern sich auch die Verhältnisse.
Herkunft: Eine Formel aus der Kaufmannssprache des 19. Jahrhunderts, entstanden mit dem Aufblühen des Fernhandels.
Themen: VeränderungReichtum
Siehe auch: Wer nicht vorwärtsgeht, der kommt zurücke. Stillstand ist Rückschritt. Man kann das Rad der Zeit nicht zurückdrehen.
Kauf ist Kauf.
Sprichw.Ein abgeschlossener Kauf lässt sich nicht rückgängig machen.
Herkunft: Eine alte Rechtsregel, in deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: Recht und GerechtigkeitGeld
Siehe auch: Im Handel gilt das Wort.
Kurze Rechnung, lange Freundschaft.
Sprichw.Wer offene Beträge schnell begleicht, erhält sich die gute Beziehung.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Französischen, wo von kurzen Rechnungen und langer Freundschaft die Rede ist.
Themen: GeldFreundschaft
Ein Mann, ein Wort.
Sprichw.Eine Zusage gilt, auch ohne dass sie schriftlich festgehalten wird.
Herkunft: Die Formel stammt aus dem alten Handelsrecht, in dem der mündliche Abschluss bindend war. Sie ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: EhrlichkeitVertrauen
Siehe auch: Versprochen ist versprochen. Im Handel gilt das Wort. Wer wenig verspricht, kann viel halten.
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