Sprichwörter · Arbeit und Gesellschaft
Sprichwörter über Geld, Seite 3
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Wer Schulden macht, verkauft seine Freiheit.
Sprichw.Schulden binden nicht nur Geld, sondern auch Entscheidungsspielraum.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament, wonach der Schuldner Knecht des Gläubigers sei.
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Borgen macht Sorgen. Der Reiche hat viele Freunde, der Arme wenige. Der Geizige besitzt sein Geld nicht, sein Geld besitzt ihn.
Wer sparen will, muss zuerst rechnen.
Sprichw.Ohne Übersicht über die Ausgaben lässt sich nicht sinnvoll kürzen.
Herkunft: Eine Haushaltsregel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer im Kleinen nicht spart, spart im Großen vergebens. Wer nichts hat, kann nichts sparen. Sparen ist verdienen.
Wer trinkt, um zu vergessen, soll vorher bezahlen.
Sprichw.Alter Wirtshausspruch, angeblich über der Theke angebracht.
Herkunft: Eine Gaststättenformel des 20. Jahrhunderts, deren Ursprung sich nicht bestimmen lässt.
Siehe auch: Arm sein ist keine Schande, aber sehr unbequem. Wer reich werden will, muss früh anfangen oder erben. Wer in der Schule schläft, wacht im Leben auf.
Wer zu billig anbietet, verkauft sich selbst.
Sprichw.Wer den eigenen Preis zu niedrig ansetzt, entwertet damit seine Arbeit.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel des 20. Jahrhunderts.
Themen: HandelGeldBescheidenheit
Siehe auch: Zeit ist Geld. Wer billig kauft, kauft zweimal. Was nichts kostet, ist nichts wert.
Wie die Arbeit, so der Lohn.
Sprichw.Die Bezahlung entspricht dem, was jemand leistet, und schlechte Bezahlung bringt schlechte Arbeit hervor.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt, ursprünglich als Rechtfertigung geringer Bezahlung bei schlechter Leistung.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Arbeit adelt. Wer zu wenig schläft, bezahlt es am Tag. Der Neid sieht das Ziel, nicht den Weg.
Wie gewonnen, so zerronnen.
Sprichw.Was mühelos zufällt, ist meist ebenso schnell wieder weg.
Herkunft: Ein Reimspruch, in deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. „Zerrinnen“ meint das Zerfließen wie von Schnee.
Themen: GeldReichtumLeichtsinn
Siehe auch: Wer alles behalten will, verliert am Ende alles. Dreimal umgezogen ist einmal abgebrannt.
Wo ein Trog ist, kommen die Schweine.
Sprichw.Wo etwas zu holen ist, stellen sich schnell Interessenten ein.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt, entstanden aus der täglichen Beobachtung beim Füttern.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer lange feilscht, verliert den Kauf. Wer den Wein lobt, hat ihn meist schon getrunken.
Wo nichts ist, hat der Kaiser sein Recht verloren.
Sprichw.Von jemandem, der nichts besitzt, lässt sich auch nichts eintreiben.
Herkunft: Alte Rechtsregel, in deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: ArmutRecht und GerechtigkeitGeld
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Borgen macht Sorgen. Geld und Freundschaft verträgt sich schlecht. Besser geben als borgen.
Wohltun trägt Zinsen.
Sprichw.Wer anderen hilft, bekommt es auf Umwegen zurück.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt; der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament.
Themen: GroßzügigkeitDankbarkeitGeld
QuelleAltes Testament, Sprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer gibt, wird nicht ärmer. Doppelt gibt, wer schnell gibt. Wer nichts gibt, dem wird nichts gegeben.
Zeit ist Geld.
Sprichw.Verlorene Zeit bedeutet entgangenen Verdienst.
Benjamin Franklinamerikanischer Staatsmann und Publizist, 1706 bis 1790
Herkunft: Der Satz stammt in dieser Form aus einem Ratgebertext von Benjamin Franklin aus dem Jahr 1748.
QuelleBenjamin Franklin
Siehe auch: Wer zu billig anbietet, verkauft sich selbst. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ordnung ist das halbe Leben.
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