Sprichwörter · Arbeit und Gesellschaft
Sprichwörter über die Schule
Der Schulbestand ist kleiner, als man denkt, und überschneidet sich stark mit dem Lernen. Vieles davon stammt aus der Zeit der Lateinschulen.
15 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert
Bekannte Sprichwörter
Es lernt sich nichts von selbst.
Sprichw.Kenntnisse stellen sich nicht ein, ohne dass man sich darum bemüht.
Herkunft: Ein Merksatz aus der Schulliteratur des 19. Jahrhunderts, der sich gegen die Annahme richtet, Begabung ersetze Übung.
Siehe auch: Wer nicht lernt, verlernt. Ohne Fleiß kein Preis.
Das Leben ist die beste Schule.
Sprichw.Was man selbst erlebt, prägt sich stärker ein als jeder Unterricht.
Herkunft: Der Gedanke ist die Umkehrung von Senecas Klage, man lerne für die Schule statt für das Leben. Als deutsche Formel seit dem 19. Jahrhundert geläufig.
QuelleSeneca
Siehe auch: Probieren geht über Studieren. Erfahrung ist die beste Lehrmeisterin.
Der Lehrer öffnet die Tür, eintreten musst du selbst.
Sprichw.Unterricht kann den Weg zeigen, gehen muss ihn der Lernende.
Herkunft: Die Formel wird als chinesisches Sprichwort zitiert, ohne dass sich eine Quelle nachweisen ließe.
Siehe auch: Wer lehrt, lernt doppelt.
Nicht die Note macht den Menschen.
Sprichw.Eine schulische Bewertung sagt wenig über den Wert einer Person.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der pädagogischen Diskussion, ohne älteren Beleg.
Themen: BescheidenheitErfahrung
Was man nicht im Kopf hat, muss man in den Beinen haben.
Sprichw.Wer nicht mitdenkt, macht sich unnötige zusätzliche Arbeit.
Herkunft: Ein Reimspruch aus dem 19. Jahrhundert. Gemeint sind die zusätzlichen Wege, die das Vergessen verursacht.
Themen: Klugheit und DummheitErfahrung
Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten. Wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer.
Sprichw.Die kurze Peinlichkeit einer Frage wiegt leichter als dauerhaftes Nichtwissen.
Herkunft: Wird meist als chinesisches Sprichwort zitiert, ohne dass sich eine Quelle nachweisen ließe.
Themen: LernenKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Wer nicht fragt, bleibt dumm. Wer viel fragt, bekommt viel Antwort.
Wer nicht fragt, bleibt dumm.
Sprichw.Nur wer nachfragt, schließt seine Wissenslücken.
Herkunft: Die Formel ist im deutschen Sprachraum durch die Sendung mit der Maus allgemein bekannt geworden; als Redensart ist sie älter.
Themen: LernenKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Wer viel fragt, bekommt viel Antwort. Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten. Wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer. Man lernt nie aus.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Lernen ist wie Rudern gegen den Strom.
Sprichw.Wer aufhört zu üben, fällt zurück, statt stehenzubleiben.
Herkunft: Die Formel wird häufig Laozi oder Konfuzius zugeschrieben, stammt aber nachweislich aus einem deutschen Schulbuch des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Steter Tropfen höhlt den Stein. Es fällt kein Baum auf den ersten Hieb.
Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.
Sprichw.Der Sinn des Lernens liegt nicht in der Prüfung, sondern in dem, was danach kommt.
Senecarömischer Philosoph und Staatsmann, um 1 bis 65 n. Chr.
Herkunft: Umkehrung einer Klage Senecas, der kritisierte, man lerne für die Schule statt für das Leben („non vitae, sed scholae discimus“).
Auch: Non scholae, sed vitae discimus.
QuelleSeneca
Siehe auch: Wissen ist Macht. Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen.
Ein voller Bauch studiert nicht gern.
Sprichw.Nach einer reichlichen Mahlzeit fällt geistige Arbeit schwer.
Herkunft: Ein Reimspruch aus der Studentensprache, in deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
Sprichw.Was in jungen Jahren versäumt wird, lässt sich später nur noch schwer nachholen.
Herkunft: Der Reimspruch spielt mit der Verkleinerungsform desselben Namens für Kind und Erwachsenen. In deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Jung gewohnt, alt getan. Alte Bäume verpflanzt man nicht.
Was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen.
Sprichw.Nur das Aufgeschriebene ist gesichert.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Die Zeilen stammen aus Goethes „Faust I“ (1808), aus der Szene zwischen Mephisto und dem Schüler.
QuelleGoethe
Siehe auch: Papier ist geduldig. Handwerk hat goldenen Boden.
Kurze Sprichwörter
Ohne Fleiß kein Preis.
Sprichw.Ein Erfolg setzt Anstrengung voraus; geschenkt bekommt man nichts.
Herkunft: Ein Reimspruch aus der Schulliteratur des 18. Jahrhunderts. „Preis“ meint dabei den Siegespreis, nicht den Kaufpreis.
Siehe auch: Es lernt sich nichts von selbst.
Wer lehrt, lernt doppelt.
Sprichw.Wer etwas erklären muss, versteht es selbst erst richtig.
Senecarömischer Philosoph und Staatsmann, um 1 bis 65 n. Chr.
Herkunft: Der Gedanke geht auf Seneca zurück („docendo discimus“).
QuelleSeneca
Siehe auch: Der Lehrer öffnet die Tür, eintreten musst du selbst.
Wer schreibt, der bleibt.
Sprichw.Was schriftlich festgehalten ist, überdauert; wer es festhält, sichert sich ab.
Herkunft: Ein Reimspruch aus der Kanzlei- und Verwaltungssprache, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
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