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Sprichwörter · Arbeit und Gesellschaft

Sprichwörter über die Schule

Der Schulbestand ist kleiner, als man denkt, und überschneidet sich stark mit dem Lernen. Vieles davon stammt aus der Zeit der Lateinschulen.

15 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert

Bekannte Sprichwörter

Sprichwörter mit belegter Herkunft

  • Lernen ist wie Rudern gegen den Strom.

    Sprichw.

    Wer aufhört zu üben, fällt zurück, statt stehenzubleiben.

    Herkunft: Die Formel wird häufig Laozi oder Konfuzius zugeschrieben, stammt aber nachweislich aus einem deutschen Schulbuch des 19. Jahrhunderts.

    Themen: LernenFleiß

    Siehe auch: Steter Tropfen höhlt den Stein. Es fällt kein Baum auf den ersten Hieb.

  • Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.

    Sprichw.

    Der Sinn des Lernens liegt nicht in der Prüfung, sondern in dem, was danach kommt.

    Senecarömischer Philosoph und Staatsmann, um 1 bis 65 n. Chr.

    Herkunft: Umkehrung einer Klage Senecas, der kritisierte, man lerne für die Schule statt für das Leben („non vitae, sed scholae discimus“).

    Auch: Non scholae, sed vitae discimus.

    Themen: LernenWissen

    QuelleSeneca

    Siehe auch: Wissen ist Macht. Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen.

  • Ein voller Bauch studiert nicht gern.

    Sprichw.

    Nach einer reichlichen Mahlzeit fällt geistige Arbeit schwer.

    Herkunft: Ein Reimspruch aus der Studentensprache, in deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.

    Themen: EssenLernenFaulheit

  • Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

    Sprichw.

    Was in jungen Jahren versäumt wird, lässt sich später nur noch schwer nachholen.

    Herkunft: Der Reimspruch spielt mit der Verkleinerungsform desselben Namens für Kind und Erwachsenen. In deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.

    Themen: LernenJugendAlter

    Siehe auch: Jung gewohnt, alt getan. Alte Bäume verpflanzt man nicht.

  • Was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen.

    Sprichw.

    Nur das Aufgeschriebene ist gesichert.

    Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832

    Herkunft: Die Zeilen stammen aus Goethes „Faust I“ (1808), aus der Szene zwischen Mephisto und dem Schüler.

    Themen: WissenArbeit

    QuelleGoethe

    Siehe auch: Papier ist geduldig. Handwerk hat goldenen Boden.

Kurze Sprichwörter

  • Ohne Fleiß kein Preis.

    Sprichw.

    Ein Erfolg setzt Anstrengung voraus; geschenkt bekommt man nichts.

    Herkunft: Ein Reimspruch aus der Schulliteratur des 18. Jahrhunderts. „Preis“ meint dabei den Siegespreis, nicht den Kaufpreis.

    Themen: FleißErfolgArbeit

    Siehe auch: Es lernt sich nichts von selbst.

  • Wer lehrt, lernt doppelt.

    Sprichw.

    Wer etwas erklären muss, versteht es selbst erst richtig.

    Senecarömischer Philosoph und Staatsmann, um 1 bis 65 n. Chr.

    Herkunft: Der Gedanke geht auf Seneca zurück („docendo discimus“).

    Themen: LernenWissen

    QuelleSeneca

    Siehe auch: Der Lehrer öffnet die Tür, eintreten musst du selbst.

  • Wer schreibt, der bleibt.

    Sprichw.

    Was schriftlich festgehalten ist, überdauert; wer es festhält, sichert sich ab.

    Herkunft: Ein Reimspruch aus der Kanzlei- und Verwaltungssprache, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.

    Themen: WissenArbeit

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