Sprichwörter · Arbeit und Gesellschaft
Sprichwörter über die Schule
Der Schulbestand ist kleiner, als man denkt, und überschneidet sich stark mit dem Lernen. Vieles davon stammt aus der Zeit der Lateinschulen.
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Bekannte Sprichwörter
Aus Büchern lernt man nicht alles.
Sprichw.Manches erschließt sich nur durch eigenes Tun.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem Sprichwort, Probieren gehe über Studieren.
Siehe auch: Erfahrung ist die beste Lehrmeisterin. Die Schule des Lebens hat hohes Schulgeld. Das Leben ist die beste Schule.
Die beste Schule ist die, aus der man neugierig herauskommt.
Sprichw.Der Maßstab für Unterricht ist nicht das Wissen am Ende, sondern die Lust auf mehr.
Herkunft: Eine Formel aus der Reformpädagogik des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer nicht fragt, bleibt dumm. Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir. Ein Kind, das fragt, denkt schon.
Es lernt sich nichts von selbst.
Sprichw.Kenntnisse stellen sich nicht ein, ohne dass man sich darum bemüht.
Herkunft: Ein Merksatz aus der Schulliteratur des 19. Jahrhunderts, der sich gegen die Annahme richtet, Begabung ersetze Übung.
Siehe auch: Wer nicht lernt, verlernt. Ohne Fleiß kein Preis. Fleiß schlägt Begabung, wenn Begabung nicht fleißig ist.
Ein guter Lehrer macht sich überflüssig.
Sprichw.Ziel des Unterrichts ist, dass der Lernende ihn nicht mehr braucht.
Herkunft: Eine Formel aus der Reformpädagogik des frühen 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer lehrt, lernt zweimal. Wer lehren will, muss zuhören können. Der Lehrer öffnet die Tür, eintreten musst du selbst.
In der Schule lernt man nicht für den Lehrer.
Sprichw.Der Ertrag des Unterrichts kommt dem Lernenden zugute, niemandem sonst.
Herkunft: Eine Umkehrung von Senecas Klage, man lerne für die Schule statt für das Leben.
QuelleSeneca
Siehe auch: Wissen ohne Anwendung ist wie eine Wolke ohne Regen. Wer sich auf andere verlässt, ist verlassen.
Ein Kind, das fragt, denkt schon.
Sprichw.Die Frage ist bereits der Anfang des Verstehens.
Herkunft: Eine Formel aus der Pädagogik des 20. Jahrhunderts, ohne älteren Beleg.
Siehe auch: Wer nicht fragt, bleibt dumm. Die beste Schule ist die, aus der man neugierig herauskommt. Wer viel fragt, bekommt viel Antwort.
Das Leben ist die beste Schule.
Sprichw.Was man selbst erlebt, prägt sich stärker ein als jeder Unterricht.
Herkunft: Der Gedanke ist die Umkehrung von Senecas Klage, man lerne für die Schule statt für das Leben. Als deutsche Formel seit dem 19. Jahrhundert geläufig.
QuelleSeneca
Siehe auch: Die Schule des Lebens hat hohes Schulgeld. Probieren geht über Studieren. Erfahrung ist die beste Lehrmeisterin.
Der Lehrer öffnet die Tür, eintreten musst du selbst.
Sprichw.Unterricht kann den Weg zeigen, gehen muss ihn der Lernende.
Herkunft: Die Formel wird als chinesisches Sprichwort zitiert, ohne dass sich eine Quelle nachweisen ließe.
Siehe auch: Wer lehrt, lernt zweimal. Wer lehren will, muss zuhören können. Ein guter Lehrer macht sich überflüssig.
Nicht die Note macht den Menschen.
Sprichw.Eine schulische Bewertung sagt wenig über den Wert einer Person.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der pädagogischen Diskussion, ohne älteren Beleg.
Themen: BescheidenheitErfahrung
Siehe auch: Wer zu billig anbietet, verkauft sich selbst.
Ohne Fleiß kein Preis.
Sprichw.Ein Erfolg setzt Anstrengung voraus; geschenkt bekommt man nichts.
Herkunft: Ein Reimspruch aus der Schulliteratur des 18. Jahrhunderts. „Preis“ meint dabei den Siegespreis, nicht den Kaufpreis.
Siehe auch: Es lernt sich nichts von selbst.
Das Schönste am Lernen ist, dass es niemand wegnehmen kann.
Sprichw.Kenntnisse sind der einzige Besitz, der sich nicht enteignen lässt.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei den antiken Philosophen, unter anderem in einer Anekdote über Simonides.
QuelleSimonides
Siehe auch: Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir. Die Schule gibt Wissen, nicht Verstand. Wissen veraltet, Denken nicht.
Die Schule des Lebens hat hohes Schulgeld.
Sprichw.Was man selbst erfahren muss, kostet mehr als jeder Unterricht.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem Ausdruck vom Lehrgeld, das man zahlt.
Siehe auch: Das Leben ist die beste Schule. Probieren geht über Studieren. Erfahrung ist die beste Lehrmeisterin.
Die Schule endet mit dem Zeugnis, das Lernen nicht.
Sprichw.Der Abschluss beendet den Unterricht, nicht die Notwendigkeit weiterzulernen.
Herkunft: Eine Formel aus der Erwachsenenbildung des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir. Die beste Schule ist die, aus der man neugierig herauskommt. Wissen veraltet, Denken nicht.
Die Schule gibt Wissen, nicht Verstand.
Sprichw.Unterricht vermittelt Kenntnisse, aber kein Urteilsvermögen.
Herkunft: Eine Formel aus der Bildungskritik des 19. Jahrhunderts.
Themen: Klugheit und DummheitWissen
Siehe auch: Wer viel liest und nichts denkt, wird nur belesen. Wissen ohne Gewissen ist der Ruin der Seele. Wissen ist nicht Weisheit.
Was man nicht erklären kann, hat man nicht verstanden.
Sprichw.Die Fähigkeit zur Erklärung ist der Prüfstein des Verstehens.
Herkunft: Eine Formel aus der Didaktik des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer auswendig lernt, weiß nichts, er kann nur aufsagen. Was man versteht, vergisst man nicht. Wer selbst repariert, versteht die Sache.
Was man nicht im Kopf hat, muss man in den Beinen haben.
Sprichw.Wer nicht mitdenkt, macht sich unnötige zusätzliche Arbeit.
Herkunft: Ein Reimspruch aus dem 19. Jahrhundert. Gemeint sind die zusätzlichen Wege, die das Vergessen verursacht.
Themen: Klugheit und DummheitErfahrung
Siehe auch: Wer zweimal nachdenkt, muss nur einmal handeln. Wer nichts zu verbergen hat, muss sich nichts merken. Wer lügt, braucht ein gutes Gedächtnis.
Was man versteht, vergisst man nicht.
Sprichw.Auswendig Gelerntes verblasst, Begriffenes bleibt.
Herkunft: Eine Formel aus der Pädagogik des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer auswendig lernt, weiß nichts, er kann nur aufsagen. Wer für Noten lernt, vergisst nach der Prüfung. Was man nicht erklären kann, hat man nicht verstanden.
Wer alle Antworten kennt, hat die Fragen nicht verstanden.
Sprichw.Sicherheit in allen Punkten ist ein Zeichen von Oberflächlichkeit.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: Klugheit und DummheitWissen
Siehe auch: Wissen ist nicht dasselbe wie Verstehen. Wie man fragt, so wird man belehrt. Furcht ist der Anfang der Weisheit.
Wer auswendig lernt, weiß nichts, er kann nur aufsagen.
Sprichw.Reproduktion ist kein Wissen, sondern nur eine Leistung des Gedächtnisses.
Herkunft: Eine Formel aus der Bildungskritik des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Was man versteht, vergisst man nicht. Wer für Noten lernt, vergisst nach der Prüfung. Was man nicht erklären kann, hat man nicht verstanden.
Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten. Wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer.
Sprichw.Die kurze Peinlichkeit einer Frage wiegt leichter als dauerhaftes Nichtwissen.
Herkunft: Wird meist als chinesisches Sprichwort zitiert, ohne dass sich eine Quelle nachweisen ließe.
Themen: LernenKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Wer nicht fragt, bleibt dumm. Wer viel fragt, bekommt viel Antwort.
Wer für Noten lernt, vergisst nach der Prüfung.
Sprichw.Wissen, das nur dem Abschluss dient, bleibt nicht.
Herkunft: Eine Formel aus der Bildungsdiskussion des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer auswendig lernt, weiß nichts, er kann nur aufsagen. Was man versteht, vergisst man nicht.
Wer gut gelernt hat, schläft vor der Prüfung.
Sprichw.Gute Vorbereitung zeigt sich daran, dass die Aufregung ausbleibt.
Herkunft: Eine Schülerformel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer bereit ist, fürchtet sich weniger. Wer sein Haus bestellt, schläft ruhig. Wer etwas zurückgelegt hat, schläft ruhiger.
Wer in der Schule schläft, wacht im Leben auf.
Sprichw.Spottvers über den, der die leichte Gelegenheit zum Lernen verpasst und später umso mehr Mühe hat.
Herkunft: Ein Schülerspruch des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer trinkt, um zu vergessen, soll vorher bezahlen. Graue Haare machen noch keinen Weisen. Ein Narr kann mehr fragen, als sieben Weise beantworten können.
Wer lehren will, muss zuhören können.
Sprichw.Unterricht beginnt beim Verstehen dessen, was der andere noch nicht versteht.
Herkunft: Eine Formel aus der Reformpädagogik des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer lehrt, lernt zweimal. Ein guter Lehrer macht sich überflüssig. Der Lehrer öffnet die Tür, eintreten musst du selbst.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Der beste Lehrer ist die Not.
Sprichw.Unter Druck lernt man schneller als in jedem Unterricht.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits in der antiken Literatur und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Wer viel liest, weiß viel; wer viel wandert, sieht viel. Wer befehlen will, muss gehorchen gelernt haben. Man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu.
Lernen ist wie Rudern gegen den Strom.
Sprichw.Wer aufhört zu üben, fällt zurück, statt stehenzubleiben.
Herkunft: Die Formel wird häufig Laozi oder Konfuzius zugeschrieben, stammt aber nachweislich aus einem deutschen Schulbuch des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer täglich ein wenig tut, schafft mehr als der, der einmal viel tut. Steter Tropfen höhlt den Stein. Mit Geduld und Spucke fängt man eine Mucke.
Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.
Sprichw.Der Sinn des Lernens liegt nicht in der Prüfung, sondern in dem, was danach kommt.
Senecarömischer Philosoph und Staatsmann, um 1 bis 65 n. Chr.
Herkunft: Umkehrung einer Klage Senecas, der kritisierte, man lerne für die Schule statt für das Leben („non vitae, sed scholae discimus“).
Auch: Non scholae, sed vitae discimus.
QuelleSeneca
Siehe auch: Wissen veraltet, Denken nicht. Wissen ist Macht. Wer viel liest, weiß viel; wer viel wandert, sieht viel.
Ein voller Bauch studiert nicht gern.
Sprichw.Nach einer reichlichen Mahlzeit fällt geistige Arbeit schwer.
Herkunft: Ein Reimspruch aus der Studentensprache, in deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Wer nichts tut, hat nie Zeit. Faulheit und Armut sind Nachbarn. Faulheit ist die Mutter aller Ausreden.
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
Sprichw.Was in jungen Jahren versäumt wird, lässt sich später nur noch schwer nachholen.
Herkunft: Der Reimspruch spielt mit der Verkleinerungsform desselben Namens für Kind und Erwachsenen. In deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Jung gewohnt, alt getan. Wer früh sparen lernt, braucht es später nicht. Großzügigkeit ist eine Übung, keine Anlage.
Was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen.
Sprichw.Nur das Aufgeschriebene ist gesichert.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Die Zeilen stammen aus Goethes „Faust I“ (1808), aus der Szene zwischen Mephisto und dem Schüler.
QuelleGoethe
Siehe auch: Wer wenig weiß, zweifelt selten. Papier ist geduldig. Handwerk hat goldenen Boden.
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