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Sprichwörter mit R
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12 Einträge mit Bedeutung
Das Rad, das am lautesten quietscht, bekommt das Fett.
Sprichw.Wer sich am lautesten beschwert, wird zuerst bedient.
Herkunft: Lehnübersetzung eines im Englischen verbreiteten Sprichworts.
Siehe auch: Erfolg macht sichtbar, was vorher niemand sehen wollte.
Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei.
Sprichw.Im Recht zu sein bedeutet nicht, sich auch durchzusetzen.
Herkunft: Eine Juristenweisheit, im deutschen Sprachraum seit dem 19. Jahrhundert geläufig.
Themen: Recht und GerechtigkeitErfahrungStreit
Siehe auch: Wer die Macht hat, braucht keine Argumente. Im Zweifel für den Angeklagten. Die kleinen Diebe hängt man, die großen lässt man laufen.
Das Recht ist für alle da, aber nicht für alle gleich erreichbar.
Sprichw.Formale Gleichheit vor dem Gesetz bedeutet nicht, dass jeder es auch durchsetzen kann.
Herkunft: Eine Formel aus der rechtspolitischen Diskussion des 20. Jahrhunderts.
Themen: Recht und GerechtigkeitArmutMacht
Siehe auch: Die kleinen Diebe hängt man, die großen lässt man laufen. Wer hat, dem wird gegeben.
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.
Sprichw.In vielen Lagen ist es klüger, nichts zu sagen, als sich zu äußern.
Herkunft: Der Vergleich der beiden Metalle stammt aus dem arabischen Sprachraum und ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert verbreitet, unter anderem durch Thomas Carlyle, der ihn als schweizerische Inschrift wiedergab.
Themen: Klugheit und DummheitVorsichtWahrheit
Siehe auch: Schweigen kann man nicht bereuen. Wer nüchtern bleibt, hört alles. Stille Wasser sind tief.
Der Regen fällt auf Gerechte und Ungerechte.
Sprichw.Das Wetter macht keinen Unterschied zwischen den Menschen; übertragen: das Schicksal auch nicht.
Herkunft: Aus dem Matthäusevangelium (Matthäus 5,45).
Themen: WetterRecht und GerechtigkeitSchicksal
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Das Glück ist blind. Wo die Liebe hinfällt. Sterben müssen wir alle.
Regnet's auf Sankt Medardus, regnet's vierzig Tage danach.
Sprichw.Lostagsregel zum 8. Juni, die von einem Regentag auf eine anhaltende Nässeperiode schließt.
Herkunft: Die Regel entspricht der Siebenschläferregel und hat denselben Hintergrund: Anfang Juni stellt sich die sommerliche Großwetterlage ein, die dann einige Wochen anhält.
Themen: WetterJahreszeitenLandwirtschaft
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht.
Sprichw.Wohlstand bemisst sich am Verhältnis von Besitz und Bedürfnis.
Herkunft: Der Gedanke stammt von Seneca und gehört zu den Grundsätzen der stoischen Besitzlehre.
Themen: ReichtumBescheidenheitGeld
QuelleSeneca
Siehe auch: Der Reichste ist nicht der mit dem meisten Geld, sondern der mit den wenigsten Wünschen. Das letzte Hemd hat keine Taschen. Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten.
Der Reiche hat viele Freunde, der Arme wenige.
Sprichw.Zuneigung folgt oft dem Vorteil und nicht der Person.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament (Sprüche 14,20).
Themen: ReichtumArmutFreundschaft
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer Schulden macht, verkauft seine Freiheit. Der Geizige besitzt sein Geld nicht, sein Geld besitzt ihn. Borgen macht Sorgen.
Der Reichste ist nicht der mit dem meisten Geld, sondern der mit den wenigsten Wünschen.
Sprichw.Wohlstand ist ein Verhältnis, kein Betrag.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus der stoischen und epikureischen Lebenslehre und findet sich bei Seneca und Epikur.
Themen: ReichtumBescheidenheitGlück
Siehe auch: Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht. Wer genug hat, ist reich. Das Glück wohnt selten in großen Häusern.
Reichtum macht selten Freunde und oft einsam.
Sprichw.Wer vermögend ist, weiß nie sicher, wem er wichtig ist.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Themen: ReichtumFreundschaftUnglück
Siehe auch: Wer viel verschenkt, muss wenig bewachen. Wer viel hat, hat viel zu verlieren. Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten.
Reisen bildet.
Sprichw.Wer fremde Orte kennenlernt, erweitert seinen Horizont.
Herkunft: Die Formel geht auf die Bildungsreise des 18. Jahrhunderts zurück, die zur Ausbildung junger Adliger und Bürgersöhne gehörte.
Siehe auch: Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Wer reist, vergleicht; wer vergleicht, versteht. Wer reist, hat etwas zu erzählen.
Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Sprichw.Große Vorhaben brauchen Zeit; Ungeduld über langsame Fortschritte ist unangebracht.
Herkunft: Die Wendung ist als französisches Sprichwort seit dem 12. Jahrhundert belegt und von dort in die übrigen europäischen Sprachen gelangt.
Auch: Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden.
Siehe auch: Wer warten kann, siegt am Ende. Wer täglich ein wenig tut, schafft mehr als der, der einmal viel tut. Steter Tropfen höhlt den Stein.