Sprichwörter · Charakter und Verhalten
Sprichwörter über Geduld, Seite 2
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Bekannte Sprichwörter
Ein Wald wächst langsamer, als er brennt.
Sprichw.Aufbauen dauert lange, Zerstören geht schnell.
Herkunft: Eine forstwirtschaftliche Erfahrung: Ein Bestand braucht Jahrzehnte, ein Brand Stunden. Als Redensart erst im 20. Jahrhundert verbreitet.
Siehe auch: Wer jeden Tag einen Stein setzt, hat am Ende eine Mauer. Schneller Erfolg hält am kürzesten. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Wer jeden Tag einen Stein setzt, hat am Ende eine Mauer.
Sprichw.Beharrlichkeit bringt zustande, was der einzelne Kraftakt nicht schafft.
Herkunft: Eine Handwerksformel, verwandt mit dem Bild vom stetigen Tropfen, der den Stein höhlt.
Siehe auch: Wer täglich ein wenig tut, schafft mehr als der, der einmal viel tut. Schneller Erfolg hält am kürzesten. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Wer Kinder hat, lernt Geduld oder verliert sie.
Sprichw.Die Erziehung schult die Nerven oder ruiniert sie.
Herkunft: Eine umgangssprachliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer sein Kind liebt, der züchtigt es. Wer Kinder schlägt, hat die Argumente verloren. Wer Kinder erzieht, pflanzt Bäume, in deren Schatten er nicht sitzt.
Wer nicht warten kann, verdirbt die Ernte.
Sprichw.Zu früh geerntet ist verloren, gleichgültig wie gut es gewachsen ist.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsregel des 19. Jahrhunderts.
Themen: GeduldLandwirtschaftMisserfolg
Siehe auch: Wer schnell trinkt, schmeckt nichts. Was schnell wächst, hält nicht lange. Ungeduld verdirbt das Werk.
Wer schmieden will, muss erst das Feuer schüren.
Sprichw.Vor der eigentlichen Arbeit steht die Vorbereitung.
Herkunft: Ein Handwerkssprichwort, in deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Erst die Ordnung, dann das Werk. Wie die Saat, so die Ernte. Wer den Kern essen will, muss die Nuss knacken.
Wer schnell trinkt, schmeckt nichts.
Sprichw.Genuss setzt Langsamkeit voraus.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer nicht warten kann, verdirbt die Ernte. Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang. Wer allein isst, isst schneller und schlechter.
Wer täglich ein wenig tut, schafft mehr als der, der einmal viel tut.
Sprichw.Regelmäßigkeit bringt mehr zustande als der einzelne Kraftakt.
Herkunft: Eine volkstümliche Arbeitsregel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer jeden Tag einen Stein setzt, hat am Ende eine Mauer. Steter Tropfen höhlt den Stein. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Wer warten kann, siegt am Ende.
Sprichw.In vielen Auseinandersetzungen entscheidet nicht die Kraft, sondern das längere Durchhalten.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Mit Geduld und Zeit kommt man weit. Die Zeit arbeitet für den, der warten kann. Steter Tropfen höhlt den Stein.
Die Zeit arbeitet für den, der warten kann.
Sprichw.Wer Geduld aufbringt, dem kommen die Umstände oft von allein entgegen.
Herkunft: Die Formel stammt aus der politischen Sprache des 19. Jahrhunderts und wurde von dort in den Alltag übernommen.
Siehe auch: Wer warten kann, siegt am Ende. Mit Geduld und Zeit kommt man weit. Steter Tropfen höhlt den Stein.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Was lange währt, wird endlich gut.
Sprichw.Wird gesagt, wenn sich eine lange Wartezeit oder ein zäher Prozess am Ende doch auszahlt.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Der Satz dient meist als Entschuldigung für eine Verzögerung.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Gut Ding will Weile haben. Geduld ist bitter, aber ihre Frucht ist süß. Hoffen und Harren macht manchen zum Narren.
Was schnell wächst, hält nicht lange.
Sprichw.Rasches Wachstum geht auf Kosten der Haltbarkeit.
Herkunft: Eine forstwirtschaftliche Erfahrungsregel, die auf Holzarten mit unterschiedlicher Wuchsgeschwindigkeit zurückgeht.
Siehe auch: Schneller Erfolg hält am kürzesten. Wer nicht warten kann, verdirbt die Ernte. Mit den Jahren wird man nicht klüger, nur ruhiger.
Wer den Kern essen will, muss die Nuss knacken.
Sprichw.Ohne Anstrengung gibt es keinen Ertrag.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „qui e nuce nucleum esse vult, frangat nucem“ bei Plautus.
QuellePlautus
Siehe auch: Wer reichlich sät, wird reichlich ernten. Geduld ist bitter, aber ihre Frucht ist süß. Wer schmieden will, muss erst das Feuer schüren.
Wer zuletzt lacht, lacht am besten.
Sprichw.Entscheidend ist, wer am Ende recht behält, nicht wer zwischendurch triumphiert.
Herkunft: Die Formel ist eine Lehnübersetzung aus dem Französischen und im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Ein Esel schilt den anderen Langohr.
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