Sprichwörter · Leben
Sprichwörter über die Zeit, Seite 3
73 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 3 von 3
Bekannte Sprichwörter
Wer morgens trinkt, hat abends nichts mehr vor.
Sprichw.Der frühe Beginn verdirbt den ganzen Tag.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wo der Wein eingeht, geht der Verstand aus. Wer trinkt, vergisst nicht, er verschiebt nur. Wer den Becher zu oft leert, leert auch den Beutel.
Wer nicht aufsteht, versäumt den Tag.
Sprichw.Der Tag beginnt für den, der ihn beginnt.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem Sprichwort von der Morgenstunde.
Siehe auch: Wer lange schläft, den Tag verschläft. Wo nichts wächst, hat vorher jemand nichts gesät. Neuer Tag, neues Glück.
Wer nichts tut, hat nie Zeit.
Sprichw.Gerade die Untätigen berufen sich am häufigsten auf Zeitmangel.
Herkunft: Eine volkstümliche Beobachtung des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Faulheit ist die Mutter aller Ausreden. Wer schläft, sündigt nicht. Faulheit und Armut sind Nachbarn.
Wer nie Nein sagt, hat bald keine Zeit mehr für Ja.
Sprichw.Wer alles zusagt, kommt zu dem, was ihm wichtig ist, nicht mehr.
Herkunft: Eine Formel aus der Arbeitsorganisation des 20. Jahrhunderts.
Themen: LeichtsinnArbeitZeit
Wer reich werden will, muss früh anfangen oder erben.
Sprichw.Nüchterne Feststellung über die tatsächlichen Wege zum Vermögen.
Herkunft: Eine umgangssprachliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer trinkt, um zu vergessen, soll vorher bezahlen. Morgen, morgen, nur nicht heute. Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute.
Wer sich verstellt, hält es nicht lange durch.
Sprichw.Eine angenommene Rolle lässt sich auf Dauer nicht halten.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem Satz, die Wahrheit komme ans Licht.
Themen: LügenEhrlichkeitZeit
Siehe auch: Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge. Schneller Erfolg hält am kürzesten. Nichts ist so beständig wie der Wandel.
Wer warten kann, siegt am Ende.
Sprichw.In vielen Auseinandersetzungen entscheidet nicht die Kraft, sondern das längere Durchhalten.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Mit Geduld und Zeit kommt man weit. Die Zeit arbeitet für den, der warten kann. Steter Tropfen höhlt den Stein.
Wer zu lange plant, fängt nie an.
Sprichw.Der Übergang von der Vorbereitung zur Ausführung will bewusst gemacht werden.
Herkunft: Eine Formel aus der Projektarbeit des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen. Wer sich fürchtet, hat schon verloren. Wer nichts anfängt, bringt nichts zu Ende.
Die Zeit arbeitet für den, der warten kann.
Sprichw.Wer Geduld aufbringt, dem kommen die Umstände oft von allein entgegen.
Herkunft: Die Formel stammt aus der politischen Sprache des 19. Jahrhunderts und wurde von dort in den Alltag übernommen.
Siehe auch: Wer warten kann, siegt am Ende. Mit Geduld und Zeit kommt man weit. Steter Tropfen höhlt den Stein.
Zeit ist Geld.
Sprichw.Verlorene Zeit bedeutet entgangenen Verdienst.
Benjamin Franklinamerikanischer Staatsmann und Publizist, 1706 bis 1790
Herkunft: Der Satz stammt in dieser Form aus einem Ratgebertext von Benjamin Franklin aus dem Jahr 1748.
QuelleBenjamin Franklin
Siehe auch: Wer zu billig anbietet, verkauft sich selbst. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ordnung ist das halbe Leben.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
Sprichw.Wer sich zuerst meldet oder anstellt, wird zuerst bedient.
Herkunft: Alte Mühlenordnung: Das Getreide wurde in der Reihenfolge des Eintreffens gemahlen. Der Satz ist als Rechtsregel überliefert.
Themen: Recht und GerechtigkeitHandelZeit
Siehe auch: Alles zu seiner Zeit.
Die Zeit heilt alle Wunden.
Sprichw.Mit zunehmendem Abstand verlieren Kränkungen und Verluste einen Teil ihrer Schärfe.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits in der Antike, unter anderem bei Menander und Seneca. Im Deutschen ist die Formel seit dem 16. Jahrhundert geläufig.
Siehe auch: Kein Unglück dauert ewig. Pech im Spiel, Glück in der Liebe. Ohne Regen kein Regenbogen.
Zeit und Stunde warten auf niemanden.
Sprichw.Die Zeit läuft weiter, ob man bereit ist oder nicht.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung aus dem Englischen, wo Zeit und Flut auf niemanden warten. Im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert geläufig.
Siehe auch: Gesagt, getan. Viele Hände, schnelles Ende. Eile mit Weile.
Auf dieser Seite stehen sprichwörter über die Zeit. Alle weiteren Themen finden Sie im Themenregister, den gesamten Bestand im alphabetischen Verzeichnis.