Sprichwörter · Leben
Sprichwörter über die Zeit, Seite 2
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Bekannte Sprichwörter
Die Natur eilt nicht und doch wird alles fertig.
Sprichw.Entwicklung braucht ihre Zeit und lässt sich nicht beschleunigen.
Herkunft: Der Gedanke wird Laozi zugeschrieben und ist über deutsche Übersetzungen des 20. Jahrhunderts verbreitet.
QuelleLaozi
Siehe auch: Alles zu seiner Zeit. Wer früh anfängt, muss nicht schnell arbeiten. Mit den Jahren wird man nicht klüger, nur ruhiger.
Nichts bleibt, wie es ist.
Sprichw.Beständigkeit ist eine Täuschung, die nur aus der Nähe entsteht.
Herkunft: Der Gedanke geht auf Heraklit zurück und ist im Deutschen als knappe Formel seit dem 19. Jahrhundert geläufig.
Themen: VeränderungZeitLeben
QuelleHeraklit
Siehe auch: Nichts ist so beständig wie der Wandel. Kein Tag gleicht dem anderen. Wer sich verstellt, hält es nicht lange durch.
Nichts ist so beständig wie der Wandel.
Sprichw.Das Einzige, worauf Verlass ist, ist die Tatsache, dass sich alles ändert.
Herkunft: Die Zuschreibung an Heraklit ist verbreitet; in dieser Formulierung ist sie nicht belegt.
Themen: VeränderungZeitLeben
QuelleHeraklit
Siehe auch: Nichts bleibt, wie es ist. Kein Tag gleicht dem anderen. Wer sich verstellt, hält es nicht lange durch.
Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige.
Sprichw.Wer andere warten lässt, zeigt ihnen damit seine Geringschätzung.
Herkunft: Der Ausspruch wird dem französischen König Ludwig XVIII. zugeschrieben.
QuelleLudwig XVIII.
Der Schlaf holt sich, was man ihm vorenthält.
Sprichw.Fehlender Schlaf wird nicht vergessen, er wird nachgefordert.
Herkunft: Eine Formel aus der Schlafforschung des 20. Jahrhunderts.
Themen: SchlafGesundheitZeit
Siehe auch: Wer die Nacht durchwacht, verliert den Tag. Wer zu wenig schläft, bezahlt es am Tag. Wer schlecht schläft, sieht die Welt grau.
Schneller Erfolg hält am kürzesten.
Sprichw.Was rasch entsteht, hat selten ein tragfähiges Fundament.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem Satz, was schnell wachse, halte nicht lange.
Siehe auch: Ein Jahr für den Boden, ein Jahr für die Saat, ein Jahr für die Ernte. Was schnell wächst, hält nicht lange. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Kein Tag gleicht dem anderen.
Sprichw.Auch der gleichförmige Alltag ist nie zweimal derselbe.
Herkunft: Der Gedanke geht auf Heraklits Satz vom Fluss zurück und ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert geläufig.
Themen: VeränderungZeitLeben
QuelleHeraklit
Siehe auch: Nichts ist so beständig wie der Wandel. Nichts bleibt, wie es ist. Es ist nicht alle Tage Sonntag.
Der Tod ist die Grenze, das Leben das Maß.
Sprichw.Weil das Leben endlich ist, bekommt es überhaupt ein Maß.
Herkunft: Der Gedanke gehört zur stoischen Philosophie und findet sich bei Seneca.
QuelleSeneca
Siehe auch: Wer vom Tod spricht, meint das Leben. Der Tod lehrt leben. Wer den Tod vor Augen hat, lebt anders.
Vertrauen braucht Jahre, Misstrauen Sekunden.
Sprichw.Der Aufbau dauert lange, die Zerstörung geht schnell.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem älteren Bild vom Vertrauen, das zu Fuß kommt und zu Pferd geht.
Siehe auch: Vertrauen zerbricht schneller, als es entsteht. Vertrauen kommt zu Fuß und geht zu Pferde. Schneller Erfolg hält am kürzesten.
Vertrauen zerbricht schneller, als es entsteht.
Sprichw.Der Aufbau dauert Jahre, der Bruch einen Augenblick.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem Bild vom Vertrauen, das zu Fuß kommt und zu Pferd geht.
Siehe auch: Vertrauen braucht Jahre, Misstrauen Sekunden. Vertrauen kommt zu Fuß und geht zu Pferde. Schneller Erfolg hält am kürzesten.
Ware, die lange liegt, wird nicht besser.
Sprichw.Was sich nicht verkauft, verliert mit der Zeit an Wert.
Herkunft: Ein Kaufmannssprichwort des 19. Jahrhunderts.
Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.
Sprichw.Eine Aufforderung, Aufgaben sofort zu erledigen, statt sie vor sich herzuschieben.
Herkunft: Der Reimspruch ist im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert verbreitet und gehört zu den Merkversen, die in Schulfibeln und Poesiealben weitergegeben wurden.
Siehe auch: Morgen, morgen, nur nicht heute. Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute. Wer heute nichts tut, hat morgen doppelt zu tun.
Was gewesen ist, kommt nicht wieder.
Sprichw.Vergangenes lässt sich nicht zurückholen.
Herkunft: Eine schlichte Feststellung ohne bestimmbaren Ursprung, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert als feste Formel belegt.
Themen: VergangenheitZeitAbschied
Siehe auch: Was vorbei ist, ist vorbei. Wer nicht loslassen kann, kommt nicht an. Wer immer zurückschaut, stolpert nach vorn.
Der Weg ist das Ziel.
Sprichw.Nicht nur das Ergebnis zählt, sondern auch das, was man auf dem Weg dorthin erlebt und lernt.
Herkunft: Die verbreitete Zuschreibung an Konfuzius ist nicht belegt.
QuelleKonfuzius
Siehe auch: Man muss das Leben nehmen, wie es ist. Wer früh anfängt, muss nicht schnell arbeiten. Die Natur eilt nicht und doch wird alles fertig.
Wer den Tag verschläft, klagt über die Nacht.
Sprichw.Ein verschobener Tagesablauf verschiebt auch die Beschwerden.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer heute nichts tut, hat morgen doppelt zu tun. Wer die Nacht durchwacht, verliert den Tag. Wer sich drückt, wird gedrückt.
Wer die Nacht durchwacht, verliert den Tag.
Sprichw.Was man nachts gewinnt, fehlt am nächsten Tag doppelt.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Themen: SchlafZeitGesundheit
Siehe auch: Der Schlaf holt sich, was man ihm vorenthält. Wer zu wenig schläft, bezahlt es am Tag. Wer schlecht schläft, sieht die Welt grau.
Wer früh anfängt, muss nicht schnell arbeiten.
Sprichw.Ein rechtzeitiger Beginn erspart die Hetze am Ende.
Herkunft: Eine volkstümliche Arbeitsregel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Alles zu seiner Zeit. Wo Ordnung herrscht, kommt Ruhe ein.
Wer heute nichts tut, hat morgen doppelt zu tun.
Sprichw.Aufgeschobene Arbeit verschwindet nicht, sie sammelt sich.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Die Arbeit läuft nicht davon. Wer sich drückt, wird gedrückt. Wer den Tag verschläft, klagt über die Nacht.
Wer lange feilscht, verliert den Kauf.
Sprichw.Wer zu lange um den Preis streitet, dem kommt ein anderer zuvor.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Im Handel ist Geduld ein Zahlungsmittel. Wo ein Trog ist, kommen die Schweine. Wer jeden Pfennig dreimal umdreht, verpasst das Geschäft.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist.
Sprichw.Eine günstige Gelegenheit muss sofort genutzt werden, sonst ist sie vorbei.
Herkunft: Das Bild stammt aus der Schmiedearbeit: Nur glühendes Eisen lässt sich formen.
Themen: HandwerkErfolgZeitArbeit
Siehe auch: Wer lange feilscht, verliert den Kauf. Eine kleine Hilfe zur rechten Zeit ist mehr als eine große zu spät. Doppelt gibt, wer schnell gibt.
Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Sprichw.Große Vorhaben brauchen Zeit; Ungeduld über langsame Fortschritte ist unangebracht.
Herkunft: Die Wendung ist als französisches Sprichwort seit dem 12. Jahrhundert belegt und von dort in die übrigen europäischen Sprachen gelangt.
Auch: Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden.
Siehe auch: Wer warten kann, siegt am Ende. Wer täglich ein wenig tut, schafft mehr als der, der einmal viel tut. Steter Tropfen höhlt den Stein.
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.
Sprichw.Ein einzelnes gutes Zeichen bedeutet noch nicht, dass sich die Lage insgesamt gewendet hat.
Herkunft: Der Gedanke ist bereits in einer Fabel Äsops belegt und findet sich in ähnlicher Form bei Aristoteles.
Themen: ZeitHoffnungTiereJahreszeiten
QuelleÄsop, Aristoteles
Siehe auch: Fliegen die Schwalben niedrig, kommt Regen. Man soll nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen. Man soll das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist.
Steter Tropfen höhlt den Stein.
Sprichw.Auch kleine, aber beständige Anstrengungen führen mit der Zeit zu großen Wirkungen.
Ovidrömischer Dichter, 43 v. Chr. bis 17 n. Chr.
Herkunft: Der Gedanke ist bereits in der Antike belegt, unter anderem bei Ovid.
QuelleOvid
Siehe auch: Wer warten kann, siegt am Ende. Wer täglich ein wenig tut, schafft mehr als der, der einmal viel tut. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Der Tod hat keinen Kalender.
Sprichw.Das Ende kommt ohne Ankündigung und hält sich an keine Ordnung.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Auch: Der Tod fragt nicht nach dem Kalender.
Siehe auch: Der Tod kommt wie ein Dieb in der Nacht. Niemand weiß, was der morgige Tag bringt. Der Mensch denkt, Gott lenkt.
Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit.
Sprichw.Was zunächst verborgen bleibt, kommt mit den Jahren heraus.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „veritas filia temporis“, das bei Aulus Gellius belegt ist und im 16. Jahrhundert zum Wahlspruch wurde.
QuelleAulus Gellius
Siehe auch: Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen. Wer sich verstellt, hält es nicht lange durch. Schneller Erfolg hält am kürzesten.
Was lange währt, wird endlich gut.
Sprichw.Wird gesagt, wenn sich eine lange Wartezeit oder ein zäher Prozess am Ende doch auszahlt.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Der Satz dient meist als Entschuldigung für eine Verzögerung.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Gut Ding will Weile haben. Geduld ist bitter, aber ihre Frucht ist süß. Hoffen und Harren macht manchen zum Narren.
Kurze Sprichwörter
Neuer Tag, neues Glück.
Sprichw.Jeder Tag beginnt unbelastet von dem, was gestern misslungen ist.
Herkunft: Eine volkstümliche Trostformel, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Wer nicht aufsteht, versäumt den Tag. Wer den Mut verliert, hat alles verloren. Hoffen kostet nichts.
Ordnung spart Zeit.
Sprichw.Wer Dinge an ihrem Platz hat, sucht nicht.
Herkunft: Eine Formel aus der Hauswirtschaftslehre des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Ordnung halten ist weniger Arbeit als Ordnung schaffen. Wo Ordnung herrscht, kommt Ruhe ein. Wer seine Arbeit plant, arbeitet halb so lange.
Über alles wächst Gras.
Sprichw.Mit der Zeit verliert jedes Ereignis seine Schärfe und gerät in Vergessenheit.
Herkunft: Das Bild ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt und geht auf die Beobachtung überwachsener Gräber und Ruinen zurück.
Themen: VergangenheitZeitUnglück
Siehe auch: Wer den Hafen erreicht hat, vergisst den Sturm. Aus den Augen, aus dem Sinn.
Kein Unglück dauert ewig.
Sprichw.Auch die schwerste Lage hört irgendwann auf.
Herkunft: Eine volkstümliche Trostformel, im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Ohne Regen kein Regenbogen. Nach Regen kommt Sonnenschein. Morgen ist auch noch ein Tag.
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