Sprichwörter · Charakter und Verhalten
Sprichwörter über Angst, Seite 2
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Wer nichts zu verlieren hat, fürchtet nichts.
Sprichw.Wer keinen Besitz zu schützen hat, geht auch keine Rücksicht ein.
Herkunft: Der Gedanke ist in der antiken Literatur verbreitet, unter anderem bei Juvenal, der schreibt, der Reisende mit leeren Taschen singe vor dem Räuber.
QuelleJuvenal
Siehe auch: Wer wagt, verliert manchmal. Wer nicht wagt, verliert immer. Wer nie verliert, hat nie gespielt. Wer nichts riskiert, lebt länger und langweiliger.
Wer sich fürchtet, hat schon verloren.
Sprichw.Furcht lähmt und nimmt einem die Möglichkeit zu handeln.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem antiken Gedanken, die Furcht nehme dem Kämpfenden die Kraft.
Themen: AngstMutMisserfolg
Siehe auch: Wer zu lange plant, fängt nie an. Wer aufs Wetter wartet, sät nie.
Wer Sorgen mit ins Bett nimmt, schläft mit ihnen.
Sprichw.Ungelöste Fragen verhindern die Erholung.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Themen: SchlafAngstGesundheit
Siehe auch: Wer nachts nicht schlafen kann, dem fehlt am Tag der Mut. Die Nacht ist keines Menschen Freund. Wer viel verschenkt, muss wenig bewachen.
Wer viel hat, hat viel zu verlieren.
Sprichw.Mit dem Vermögen wächst die Sorge um seinen Erhalt.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 17. Jahrhunderts belegt.
Siehe auch: Wer viel verschenkt, muss wenig bewachen. Die Nacht ist keines Menschen Freund. Die Furcht vor dem Übel ist schlimmer als das Übel selbst.
Wer viel verschenkt, muss wenig bewachen.
Sprichw.Wer wenig festhält, hat auch wenig zu verlieren.
Herkunft: Eine Formel, verwandt mit der stoischen Besitzlehre bei Seneca und Epiktet.
Themen: GroßzügigkeitReichtumAngst
Siehe auch: Wer viel hat, hat viel zu verlieren. Wer gibt, macht sich frei. Besitz verpflichtet.
Wer viele fürchtet, muss viele fürchten.
Sprichw.Wer durch Furcht regiert, hat selbst am meisten zu fürchten.
Herkunft: Der Gedanke stammt von Publilius Syrus, der schreibt, wen viele fürchten, der müsse viele fürchten.
QuellePublilius Syrus
Siehe auch: Wer im Dunkeln pfeift, hat Angst. Wer die Gefahr kennt, fürchtet sie weniger. Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst.
Die Zukunft heißt für die Schwachen Unerreichbares, für die Furchtsamen Unbekanntes, für die Mutigen Chance.
Sprichw.Wie man das Kommende benennt, hängt von der eigenen Haltung ab.
Herkunft: Der Ausspruch wird Victor Hugo zugeschrieben; ein Beleg in seinen Werken fehlt.
QuelleVictor Hugo
Siehe auch: Dem Mutigen gehört die Welt. Wer wagt, verliert manchmal. Wer nicht wagt, verliert immer. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
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