Sprichwörter · Alltag und Natur
Sprichwörter über die Landwirtschaft, Seite 2
44 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 2 von 2
Bekannte Sprichwörter
Wer im Herbst nicht pflügt, hat im Frühjahr doppelte Arbeit.
Sprichw.Wer die Vorarbeit verschiebt, zahlt später mit Mehraufwand.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsregel, in deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Themen: LandwirtschaftFleißJahreszeiten
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer im Sommer nicht sammelt, muss im Winter darben. Der Winter ist keine Pause, nur eine andere Arbeit. Ist der Mai kühl und nass, füllt's dem Bauern Scheun und Fass.
Wer nicht warten kann, verdirbt die Ernte.
Sprichw.Zu früh geerntet ist verloren, gleichgültig wie gut es gewachsen ist.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsregel des 19. Jahrhunderts.
Themen: GeduldLandwirtschaftMisserfolg
Siehe auch: Wer schnell trinkt, schmeckt nichts. Was schnell wächst, hält nicht lange. Ungeduld verdirbt das Werk.
Das Wetter kann man nicht machen, nur einplanen.
Sprichw.Gegen die Witterung hilft keine Absicht, nur die Vorbereitung darauf.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsformel des 20. Jahrhunderts.
Themen: WetterVorsichtLandwirtschaft
Siehe auch: Wer die Zukunft plant, plant mit Unbekannten. Man soll das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist. Die Zukunft lässt sich nicht vorhersagen, nur vorbereiten.
Wie der Bauer, so der Hof.
Sprichw.Am Zustand des Betriebs erkennt man den, der ihn führt.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsformel, in deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Themen: LandwirtschaftArbeitOrdnung
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Am Werkzeug erkennt man den Meister. Zweimal messen, einmal schneiden. Was man selbst tut, ist gut getan.
Wie der Oktober, so der März.
Sprichw.Bauernregel, die vom Herbstwetter auf das kommende Frühjahr schließt.
Herkunft: Eine Bauernregel ohne nachweisbaren statistischen Zusammenhang. Sie gehört zu den Entsprechungsregeln, die von einem Monat auf einen späteren schließen.
Themen: WetterJahreszeitenLandwirtschaft
Siehe auch: Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost. Viel Nebel im November, viel Schnee im Winter.
Der Winter ist keine Pause, nur eine andere Arbeit.
Sprichw.Im Winter wird instand gesetzt, was im Sommer laufen muss.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsregel des 19. Jahrhunderts.
Themen: JahreszeitenLandwirtschaftFleiß
Siehe auch: Wer im Herbst nicht pflügt, hat im Frühjahr doppelte Arbeit. Wie die Saat, so die Ernte.
Wo nichts wächst, hat vorher jemand nichts gesät.
Sprichw.Ausbleibender Ertrag hat meist eine Vorgeschichte.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsformel des 19. Jahrhunderts.
Themen: NaturLandwirtschaftFleiß
Siehe auch: Ein Jahr Unkraut, sieben Jahre Same. Wer nicht aufsteht, versäumt den Tag. Wer lange schläft, den Tag verschläft.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Wer den Pflug führt, soll nicht zurückschauen.
Sprichw.Wer beim Pflügen zurückblickt, zieht eine krumme Furche. Übertragen: Wer anfängt, soll bei der Sache bleiben.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Lukasevangelium (Lukas 9,62).
Themen: LandwirtschaftArbeitZukunft
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Ordnung im Kopf beginnt auf dem Tisch.
Wer die Natur beobachtet, braucht keine Uhr.
Sprichw.Der Lauf des Jahres lässt sich an Pflanzen und Tieren ablesen.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsformel, die der phänologischen Kalenderrechnung zugrunde liegt.
Themen: NaturJahreszeitenLandwirtschaft
Siehe auch: Wenn der Tau am Morgen liegt, bleibt das Wetter schön. Dreht der Wind, dreht das Wetter. Der Wald hat Ohren, das Feld hat Augen.
Wer im Sommer nicht sammelt, muss im Winter darben.
Sprichw.Wer die günstige Zeit ungenutzt lässt, hat später nichts.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament (Sprüche 10,5).
Themen: FleißSparenJahreszeitenLandwirtschaft
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer im Herbst nicht pflügt, hat im Frühjahr doppelte Arbeit. Ist der Mai kühl und nass, füllt's dem Bauern Scheun und Fass. Im Winter zeigt sich, wer Holz gemacht hat.
Wer reichlich sät, wird reichlich ernten.
Sprichw.Der Ertrag richtet sich nach dem, was man vorher investiert hat.
Herkunft: Aus dem zweiten Korintherbrief des Neuen Testaments (2. Korinther 9,6).
Themen: LandwirtschaftFleißErfolg
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Wer den Kern essen will, muss die Nuss knacken. Der Herbst hält, was der Frühling versprach. Wer die Hand nicht rührt, dem füllt sie sich nicht.
Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt.
Sprichw.Bauernregel, nach der das Wetter Ende Juni die Großwetterlage der folgenden Wochen anzeigt.
Herkunft: Der Siebenschläfertag am 27. Juni geht auf eine christliche Legende zurück. Meteorologisch trifft die Regel in Mitteleuropa tatsächlich mit erhöhter Wahrscheinlichkeit zu, weil sich in dieser Zeit die sommerliche Strömungslage einstellt.
Themen: WetterJahreszeitenLandwirtschaft
Siehe auch: Wie der Oktober, so der März. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost. Viel Nebel im November, viel Schnee im Winter.
Wie die Saat, so die Ernte.
Sprichw.Das Ergebnis entspricht dem, was man vorher hineingesteckt hat.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Galaterbrief des Neuen Testaments. Die landwirtschaftliche Fassung ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: LandwirtschaftArbeitSchicksal
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Wer schmieden will, muss erst das Feuer schüren. Wer im Herbst nicht pflügt, hat im Frühjahr doppelte Arbeit. Wer abends nichts richtet, hat morgens keine Ruhe.
Wo viele Hirten sind, wird übel gehütet.
Sprichw.Wenn sich zu viele für dieselbe Aufgabe zuständig fühlen, kümmert sich am Ende niemand richtig.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt, verwandt mit dem Satz von den vielen Köchen.
Themen: ArbeitZusammenhaltLandwirtschaft
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Viele Köche verderben den Brei. Ein jeder tue, was seines Amtes ist.
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