Sprichwörter · Beziehungen
Sprichwörter über die Ehe
Ehesprichwörter sind oft älter als das heutige Eheverständnis und entsprechend derb. Sie werden hier dokumentiert, nicht empfohlen.
14 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert
Bekannte Sprichwörter
Eifersucht ist Gift für die Liebe.
Sprichw.Anhaltendes Misstrauen zerstört eine Beziehung von innen.
Herkunft: Das Bild vom Gift für ein Gefühl ist alt; die konkrete Fassung ist im Deutschen erst seit dem 20. Jahrhundert verbreitet.
Themen: EifersuchtLiebePartnerschaft
Siehe auch: Eifersucht macht blind. Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft. Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht.
In der Ehe zählt nicht der Hochzeitstag, sondern der Alltag.
Sprichw.Eine Verbindung entscheidet sich nicht am Fest, sondern an den Tagen danach.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne belegbaren Erstautor.
Themen: PartnerschaftLeben
Siehe auch: Nach der Hochzeit kommt der Alltag. Nichts ist so beständig wie der Wandel.
Misstrauen ist der Anfang vom Ende.
Sprichw.Sobald das Vertrauen wegbricht, ist eine Beziehung kaum noch zu halten.
Herkunft: Eine jüngere Formel, die in Ratgeberliteratur des 20. Jahrhunderts verbreitet ist. Ein älterer Beleg fehlt.
Themen: EifersuchtVertrauenPartnerschaft
Siehe auch: Wer gehen will, den soll man nicht halten.
Nach der Hochzeit kommt der Alltag.
Sprichw.Auf die Feier folgt das gemeinsame Leben, und das sieht anders aus als der Hochzeitstag.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts, die den Gegensatz zwischen Hochzeitsfeier und Ehealltag benennt.
Themen: PartnerschaftLeben
Siehe auch: In der Ehe zählt nicht der Hochzeitstag, sondern der Alltag.
Wer heiratet, tut gut; wer ledig bleibt, tut besser.
Sprichw.Alte, spöttisch gemeinte Abwägung zwischen Ehe und Ledigenstand.
Herkunft: Anspielung auf eine Aussage des Apostels Paulus im ersten Korintherbrief (1. Korinther 7,38), die in der Volksüberlieferung ihren belehrenden Ton verloren hat.
Themen: PartnerschaftLeben
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet. Ehen werden im Himmel geschlossen.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet.
Sprichw.Vor einer lebenslangen Bindung sollte man genau hinsehen, ob man wirklich zusammenpasst.
Friedrich SchillerDichter und Dramatiker, 1759 bis 1805
Herkunft: Die Zeilen stammen aus Friedrich Schillers „Lied von der Glocke“ (1799).
Themen: PartnerschaftLiebeVorsicht
QuelleSchiller
Siehe auch: Wer heiratet, tut gut; wer ledig bleibt, tut besser. Ehen werden im Himmel geschlossen. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Eine Ehe ist ein langes Gespräch.
Sprichw.Was eine lange Beziehung trägt, ist weniger die Leidenschaft als die Fähigkeit, miteinander zu reden.
Friedrich NietzschePhilosoph, 1844 bis 1900
Herkunft: Der Gedanke stammt aus Friedrich Nietzsches „Menschliches, Allzumenschliches“ (1878).
Themen: PartnerschaftLiebe
QuelleNietzsche
Die Ehe ist Himmel und Hölle zugleich.
Sprichw.Dieselbe Verbindung bringt die größten Freuden und die größten Belastungen hervor.
Herkunft: Der Gedanke findet sich in deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert, meist als Warnung vor überzogenen Erwartungen.
Themen: PartnerschaftLiebe
Ehen werden im Himmel geschlossen.
Sprichw.Wer zueinanderfindet, sei nicht durch Zufall, sondern durch Bestimmung zusammengekommen.
Herkunft: Der Gedanke geht auf die jüdische und christliche Überlieferung zurück, nach der die Zuordnung der Ehepartner vorherbestimmt sei. Im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet. Wer heiratet, tut gut; wer ledig bleibt, tut besser. Der Mensch denkt, Gott lenkt.
Heirate über den Mist, dann weißt du, wer sie ist.
Sprichw.Rat, jemanden aus der eigenen Nachbarschaft zu heiraten, weil man dort die Verhältnisse kennt. Der Mist meint den Misthaufen des Nachbarhofs.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 19. Jahrhunderts belegt, entstanden im bäuerlichen Umfeld.
Themen: PartnerschaftNachbarn
In guten wie in schlechten Tagen.
Sprichw.Formel aus dem Eheversprechen, mit der Beistand unabhängig von den Umständen zugesagt wird.
Herkunft: Stammt aus dem Traugelöbnis der christlichen Kirchen und ist von dort in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen.
Themen: PartnerschaftZusammenhalt
Siehe auch: Durch dick und dünn gehen.
Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.
Sprichw.Ein einmal geschlossener Bund soll nicht wieder aufgelöst werden; klassische Formel bei kirchlichen Trauungen.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Neuen Testament (Matthäus 19,6).
Themen: PartnerschaftFamilie
QuelleNeues Testament
Wer die Tochter haben will, muss die Mutter fragen.
Sprichw.Wer eine Verbindung eingehen will, muss auch die Familie für sich gewinnen.
Herkunft: Ein Brauchtumssprichwort, in deutschen Sammlungen seit dem 18. Jahrhundert belegt.
Wo Liebe ist, da ist auch Streit.
Sprichw.Wer sich nahesteht, gerät auch aneinander; das eine schließt das andere nicht aus.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Themen: LiebeStreitPartnerschaft
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Streit mit dem Nachbarn dauert länger als mit dem Fremden. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Wenn zwei Hunde um einen Knochen streiten, läuft der dritte damit fort.
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