Sprichwörter · Beziehungen
Sprichwörter über die Ehe
Ehesprichwörter sind oft älter als das heutige Eheverständnis und entsprechend derb. Sie werden hier dokumentiert, nicht empfohlen.
32 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 1 von 2
Bekannte Sprichwörter
Eine Ehe braucht Geduld, Humor und ein kurzes Gedächtnis.
Sprichw.Scherzhafte Aufzählung dessen, was eine lange Verbindung trägt.
Herkunft: Eine umgangssprachliche Formel des 20. Jahrhunderts, mehrfach zugeschrieben.
Themen: PartnerschaftGeduld
Siehe auch: In der Ehe zählt nicht der Hochzeitstag, sondern der Alltag. In der Ehe muss man verzeihen können. Eine gute Ehe ist keine Fügung, sondern Arbeit.
Die Ehe ist kein Hafen, sondern eine Fahrt.
Sprichw.Eine Verbindung ist kein erreichter Zustand, sondern etwas, das laufend gestaltet wird.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Paarberatung.
Themen: PartnerschaftVeränderung
Siehe auch: In der Ehe zählt nicht der Hochzeitstag, sondern der Alltag. In der Ehe muss man verzeihen können. Eine gute Ehe ist keine Fügung, sondern Arbeit.
Eine Ehe ohne Streit ist eine Ehe ohne Gespräch.
Sprichw.Wo nie gestritten wird, redet man auch sonst nicht miteinander.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Beratungsliteratur.
Themen: StreitPartnerschaft
Siehe auch: Wo Liebe ist, da ist auch Streit. Zur Ehe gehören zwei, zum Streit auch. Wer in der Ehe recht behalten will, verliert.
Eine Ehe will gelernt sein wie ein Handwerk.
Sprichw.Auch das Zusammenleben verlangt Übung und lässt sich nicht voraussetzen.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Übung macht den Meister. Kein Meister ohne Lehrzeit. Wie der Meister, so das Werk.
Eifersucht ist Gift für die Liebe.
Sprichw.Anhaltendes Misstrauen zerstört eine Beziehung von innen.
Herkunft: Das Bild vom Gift für ein Gefühl ist alt; die konkrete Fassung ist im Deutschen erst seit dem 20. Jahrhundert verbreitet.
Themen: EifersuchtLiebePartnerschaft
Siehe auch: Eifersucht macht blind. Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht. Wer Eifersucht sät, erntet Misstrauen.
Eine gute Ehe ist keine Fügung, sondern Arbeit.
Sprichw.Was aussieht wie Glück, ist meist das Ergebnis von Mühe.
Herkunft: Eine Formel aus der Paarberatung des 20. Jahrhunderts.
Themen: PartnerschaftArbeit
Siehe auch: In der Ehe zählt nicht der Hochzeitstag, sondern der Alltag. In der Ehe muss man verzeihen können. Eine Ehe ist ein langes Gespräch.
In der Ehe entscheiden die kleinen Dinge.
Sprichw.Nicht die großen Gesten tragen eine Verbindung, sondern der tägliche Umgang.
Herkunft: Eine Formel aus der Paarberatung des 20. Jahrhunderts.
Themen: PartnerschaftLeben
Siehe auch: Nicht die Feste zeigen ein Paar, sondern die Dienstage. Die Ehe ist Himmel und Hölle zugleich. Kein Tag gleicht dem anderen.
In der Ehe gewinnt niemand allein.
Sprichw.Wer den Streit für sich entscheidet, hat der Verbindung geschadet.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Paarberatung.
Themen: PartnerschaftStreit
Siehe auch: Zur Ehe gehören zwei, zum Streit auch. Wo Liebe ist, da ist auch Streit. Wer in der Ehe recht behalten will, verliert.
In der Ehe ist Schweigen kein Frieden.
Sprichw.Wo nicht mehr gestritten wird, ist oft nicht Einigkeit, sondern Gleichgültigkeit eingezogen.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Paarberatung.
Themen: PartnerschaftStreit
Siehe auch: Zur Ehe gehören zwei, zum Streit auch. Wo Liebe ist, da ist auch Streit. Wer in der Ehe recht behalten will, verliert.
In der Ehe muss man verzeihen können.
Sprichw.Eine lange Verbindung hält nur, wo Fehler nicht aufgerechnet werden.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Themen: PartnerschaftStreit
Siehe auch: Zu einer guten Ehe gehören zwei, die verzeihen können. Nicht der erste Streit entscheidet, sondern die erste Versöhnung. Wer sich entschuldigen kann, ist der Stärkere.
In der Ehe zählt nicht der Hochzeitstag, sondern der Alltag.
Sprichw.Eine Verbindung entscheidet sich nicht am Fest, sondern an den Tagen danach.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne belegbaren Erstautor.
Themen: PartnerschaftLeben
Siehe auch: Nach der Hochzeit kommt der Alltag. In der Ehe muss man verzeihen können. Eine gute Ehe ist keine Fügung, sondern Arbeit.
Misstrauen ist der Anfang vom Ende.
Sprichw.Sobald das Vertrauen wegbricht, ist eine Beziehung kaum noch zu halten.
Herkunft: Eine jüngere Formel, die in Ratgeberliteratur des 20. Jahrhunderts verbreitet ist. Ein älterer Beleg fehlt.
Themen: EifersuchtVertrauenPartnerschaft
Siehe auch: Wer gehen will, den soll man nicht halten.
Nach der Hochzeit kommt der Alltag.
Sprichw.Auf die Feier folgt das gemeinsame Leben, und das sieht anders aus als der Hochzeitstag.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts, die den Gegensatz zwischen Hochzeitsfeier und Ehealltag benennt.
Themen: PartnerschaftLeben
Siehe auch: In der Ehe zählt nicht der Hochzeitstag, sondern der Alltag.
Nicht der erste Streit entscheidet, sondern die erste Versöhnung.
Sprichw.Ob eine Verbindung trägt, zeigt sich nicht am Zerwürfnis, sondern am Weg zurück.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Paarberatung.
Themen: StreitPartnerschaft
Siehe auch: Zur Ehe gehören zwei, zum Streit auch. Zu einer guten Ehe gehören zwei, die verzeihen können. Wo Liebe ist, da ist auch Streit.
Nicht die Feste zeigen ein Paar, sondern die Dienstage.
Sprichw.Eine Verbindung bewährt sich nicht an den besonderen Tagen.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: PartnerschaftLeben
Siehe auch: In der Ehe entscheiden die kleinen Dinge. Die Ehe ist Himmel und Hölle zugleich. Kein Tag gleicht dem anderen.
Wer den anderen ändern will, hat den falschen gewählt.
Sprichw.Eine Verbindung, die auf Umerziehung setzt, beginnt mit einem Irrtum.
Herkunft: Eine Formel aus der Paarberatung des 20. Jahrhunderts.
Themen: PartnerschaftVeränderung
Wer heiratet, heiratet die Familie mit.
Sprichw.Eine Verbindung schließt immer auch die Angehörigen des anderen ein.
Herkunft: Eine volkstümliche Erfahrungsformel des 20. Jahrhunderts.
Themen: FamiliePartnerschaft
Siehe auch: Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden. Wer heiratet, wagt mehr als der, der auszieht. Zwei, die sich brauchen, sind noch kein Paar.
Wer heiratet, tut gut; wer ledig bleibt, tut besser.
Sprichw.Alte, spöttisch gemeinte Abwägung zwischen Ehe und Ledigenstand.
Herkunft: Anspielung auf eine Aussage des Apostels Paulus im ersten Korintherbrief (1. Korinther 7,38), die in der Volksüberlieferung ihren belehrenden Ton verloren hat.
Themen: PartnerschaftLeben
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Ehen werden im Himmel geschlossen.
Wer heiratet, wagt mehr als der, der auszieht.
Sprichw.Die dauerhafte Bindung verlangt mehr Mut als der Aufbruch ins Ungewisse.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: MutPartnerschaft
Siehe auch: Wer heiratet, heiratet die Familie mit. Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden. Zwei, die sich brauchen, sind noch kein Paar.
Wer in der Ehe recht behalten will, verliert.
Sprichw.Der gewonnene Streit kostet mehr, als er einbringt.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Themen: StreitPartnerschaft
Siehe auch: Zur Ehe gehören zwei, zum Streit auch. Wo Liebe ist, da ist auch Streit. Nicht der erste Streit entscheidet, sondern die erste Versöhnung.
Wer in der Ehe schweigt, spart sich nichts.
Sprichw.Nicht ausgesprochene Vorwürfe verschwinden nicht, sie sammeln sich.
Herkunft: Eine Formel aus der Paarberatung des 20. Jahrhunderts.
Themen: StreitEhrlichkeit
Siehe auch: Zur Ehe gehören zwei, zum Streit auch. Wo Liebe ist, da ist auch Streit. Wer in der Ehe recht behalten will, verliert.
Wer jung heiratet, wächst zusammen; wer alt heiratet, muss sich einigen.
Sprichw.Der Zeitpunkt entscheidet darüber, wie die Verbindung entsteht.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Die Jugend ist die Zeit, Weisheit zu lernen, das Alter die Zeit, sie anzuwenden. Die Jugend hat die Kraft, das Alter die Übersicht.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Eine Ehe ist ein langes Gespräch.
Sprichw.Was eine Verbindung trägt, ist weniger die Leidenschaft als das fortgesetzte Reden.
Friedrich NietzschePhilosoph, 1844 bis 1900
Herkunft: Der Gedanke stammt von Friedrich Nietzsche aus „Menschliches, Allzumenschliches“ (1878).
Themen: PartnerschaftFreundschaft
QuelleNietzsche
Siehe auch: Wer zusammen lachen kann, hält länger zusammen. In der Ehe zählt nicht der Hochzeitstag, sondern der Alltag. In der Ehe muss man verzeihen können.
Die Ehe ist Himmel und Hölle zugleich.
Sprichw.Dieselbe Verbindung bringt die größten Freuden und die größten Belastungen hervor.
Herkunft: Der Gedanke findet sich in deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert, meist als Warnung vor überzogenen Erwartungen.
Themen: PartnerschaftLiebe
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Nicht die Feste zeigen ein Paar, sondern die Dienstage. In der Ehe entscheiden die kleinen Dinge.
Ehen werden im Himmel geschlossen.
Sprichw.Wer zueinanderfindet, sei nicht durch Zufall, sondern durch Bestimmung zusammengekommen.
Herkunft: Der Gedanke geht auf die jüdische und christliche Überlieferung zurück, nach der die Zuordnung der Ehepartner vorherbestimmt sei. Im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Wer heiratet, tut gut; wer ledig bleibt, tut besser. Was kommen soll, das kommt. Der Mensch denkt, Gott lenkt.
Heirate über den Mist, dann weißt du, wer sie ist.
Sprichw.Rat, jemanden aus der eigenen Nachbarschaft zu heiraten, weil man dort die Verhältnisse kennt. Der Mist meint den Misthaufen des Nachbarhofs.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 19. Jahrhunderts belegt, entstanden im bäuerlichen Umfeld.
Themen: PartnerschaftNachbarn
In guten wie in schlechten Tagen.
Sprichw.Formel aus dem Eheversprechen, mit der Beistand unabhängig von den Umständen zugesagt wird.
Herkunft: Stammt aus dem Traugelöbnis der christlichen Kirchen und ist von dort in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen.
Themen: PartnerschaftZusammenhalt
Siehe auch: Durch dick und dünn gehen.
Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.
Sprichw.Ein einmal geschlossener Bund soll nicht wieder aufgelöst werden; klassische Formel bei kirchlichen Trauungen.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Neuen Testament (Matthäus 19,6).
Themen: PartnerschaftFamilie
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Wer heiratet, heiratet die Familie mit. Wer heiratet, wagt mehr als der, der auszieht. Zwei, die sich brauchen, sind noch kein Paar.
Wer die Tochter haben will, muss die Mutter fragen.
Sprichw.Wer eine Verbindung eingehen will, muss auch die Familie für sich gewinnen.
Herkunft: Ein Brauchtumssprichwort, in deutschen Sammlungen seit dem 18. Jahrhundert belegt.
Wo Liebe ist, da ist auch Streit.
Sprichw.Wer sich nahesteht, gerät auch aneinander; das eine schließt das andere nicht aus.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Themen: LiebeStreitPartnerschaft
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Eine Ehe ohne Streit ist eine Ehe ohne Gespräch. Zur Ehe gehören zwei, zum Streit auch. Wer in der Ehe recht behalten will, verliert.
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