Sprichwörter · Beziehungen
Sprichwörter über Partnerschaft, Seite 2
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Bekannte Sprichwörter
Misstrauen ist der Anfang vom Ende.
Sprichw.Sobald das Vertrauen wegbricht, ist eine Beziehung kaum noch zu halten.
Herkunft: Eine jüngere Formel, die in Ratgeberliteratur des 20. Jahrhunderts verbreitet ist. Ein älterer Beleg fehlt.
Themen: EifersuchtVertrauenPartnerschaftEhe
Siehe auch: Wer gehen will, den soll man nicht halten.
Nach der Hochzeit kommt der Alltag.
Sprichw.Auf die Feier folgt das gemeinsame Leben, und das sieht anders aus als der Hochzeitstag.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts, die den Gegensatz zwischen Hochzeitsfeier und Ehealltag benennt.
Themen: EhePartnerschaftLeben
Siehe auch: In der Ehe zählt nicht der Hochzeitstag, sondern der Alltag.
Nicht der erste Streit entscheidet, sondern die erste Versöhnung.
Sprichw.Ob eine Verbindung trägt, zeigt sich nicht am Zerwürfnis, sondern am Weg zurück.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Paarberatung.
Themen: EheStreitPartnerschaft
Siehe auch: Zur Ehe gehören zwei, zum Streit auch. Zu einer guten Ehe gehören zwei, die verzeihen können. Wo Liebe ist, da ist auch Streit.
Nicht die Feste zeigen ein Paar, sondern die Dienstage.
Sprichw.Eine Verbindung bewährt sich nicht an den besonderen Tagen.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: PartnerschaftEheLeben
Siehe auch: In der Ehe entscheiden die kleinen Dinge. Die Ehe ist Himmel und Hölle zugleich. Kein Tag gleicht dem anderen.
Ein wenig Eifersucht schadet nicht, viel zerstört alles.
Sprichw.Wie bei vielem entscheidet nicht das Vorhandensein, sondern das Maß.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Paarberatung.
Themen: EifersuchtPartnerschaftBescheidenheit
Siehe auch: Wo Eifersucht einzieht, zieht die Ruhe aus. Wer sich selbst kennt, überschätzt sich nicht. Wer sich am eigenen Werk nicht satt sieht, hat wenig geleistet.
Wer alles teilt, muss auch das Schweigen teilen können.
Sprichw.Zur Gemeinsamkeit gehört auch, nebeneinander still sein zu können.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: PartnerschaftFreundschaftZusammenhalt
Siehe auch: Gute Freunde kann man auch schweigend ertragen. Ein guter Nachbar ist besser als ein ferner Freund. Zwei Bäume wachsen nebeneinander, nicht ineinander.
Wer den anderen ändern will, hat den falschen gewählt.
Sprichw.Eine Verbindung, die auf Umerziehung setzt, beginnt mit einem Irrtum.
Herkunft: Eine Formel aus der Paarberatung des 20. Jahrhunderts.
Themen: EhePartnerschaftVeränderung
Wer den anderen halten will, muss ihn gehen lassen können.
Sprichw.Eine Verbindung hält nur, wenn beide freiwillig bleiben.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Beratungsliteratur.
Themen: PartnerschaftLiebeVertrauen
Siehe auch: Zwei, die sich brauchen, sind noch kein Paar. Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht. Wer bewacht, verliert.
Wer Eifersucht sät, erntet Misstrauen.
Sprichw.Ständiges Nachfragen erzeugt genau das Misstrauen, das es aufdecken wollte.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, gebildet nach dem biblischen Muster von Saat und Ernte.
Themen: EifersuchtPartnerschaftVertrauen
Siehe auch: Wer einmal betrogen wurde, misstraut auch dem Ehrlichen. Argwohn ist der Anfang der Eifersucht. Wer vertraut, schläft besser.
Wer gehen will, den soll man nicht halten.
Sprichw.Ein Mensch, der sich entschieden hat, lässt sich ohnehin nicht umstimmen.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts, gebildet aus der älteren Gastregel, man solle niemanden am Gehen hindern.
Themen: AbschiedFreundschaftPartnerschaft
Siehe auch: Wer sich richtig verabschiedet, kann wiederkommen. Wer geht, nimmt mehr mit als sein Gepäck. Wer geht, lässt immer etwas zurück.
Wer heiratet, heiratet die Familie mit.
Sprichw.Eine Verbindung schließt immer auch die Angehörigen des anderen ein.
Herkunft: Eine volkstümliche Erfahrungsformel des 20. Jahrhunderts.
Themen: EheFamiliePartnerschaft
Siehe auch: Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden. Wer heiratet, wagt mehr als der, der auszieht. Zwei, die sich brauchen, sind noch kein Paar.
Wer heiratet, tut gut; wer ledig bleibt, tut besser.
Sprichw.Alte, spöttisch gemeinte Abwägung zwischen Ehe und Ledigenstand.
Herkunft: Anspielung auf eine Aussage des Apostels Paulus im ersten Korintherbrief (1. Korinther 7,38), die in der Volksüberlieferung ihren belehrenden Ton verloren hat.
Themen: EhePartnerschaftLeben
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Ehen werden im Himmel geschlossen.
Wer heiratet, wagt mehr als der, der auszieht.
Sprichw.Die dauerhafte Bindung verlangt mehr Mut als der Aufbruch ins Ungewisse.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: EheMutPartnerschaft
Siehe auch: Wer heiratet, heiratet die Familie mit. Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden. Zwei, die sich brauchen, sind noch kein Paar.
Wer in der Ehe recht behalten will, verliert.
Sprichw.Der gewonnene Streit kostet mehr, als er einbringt.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Themen: EheStreitPartnerschaft
Siehe auch: Zur Ehe gehören zwei, zum Streit auch. Wo Liebe ist, da ist auch Streit. Nicht der erste Streit entscheidet, sondern die erste Versöhnung.
Wer sich entschuldigen kann, ist der Stärkere.
Sprichw.Den ersten Schritt zu tun erfordert mehr als recht zu behalten.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem Sprichwort, der Klügere gebe nach.
Themen: PartnerschaftStreitBescheidenheit
Siehe auch: Zu einer guten Ehe gehören zwei, die verzeihen können. Nicht der erste Streit entscheidet, sondern die erste Versöhnung. In der Ehe muss man verzeihen können.
Wer zusammen lachen kann, hält länger zusammen.
Sprichw.Geteilter Humor trägt eine Verbindung weiter als geteilte Interessen.
Herkunft: Eine Formel aus der Paarforschung des 20. Jahrhunderts.
Themen: PartnerschaftLiebeFreundschaft
Siehe auch: Gemeinsam alt werden ist mehr als gemeinsam jung sein. Eine Ehe ist ein langes Gespräch. Alte Liebe rostet nicht.
Wo Eifersucht einzieht, zieht die Ruhe aus.
Sprichw.Misstrauen verdrängt die Gelassenheit aus einer Verbindung.
Herkunft: Ein Reimspruch aus den deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts.
Themen: EifersuchtPartnerschaftUnglück
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Ein wenig Eifersucht schadet nicht, viel zerstört alles.
Wo zwei sich vertragen, hat der Dritte nichts zu suchen.
Sprichw.In eine funktionierende Verbindung soll sich niemand einmischen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Themen: PartnerschaftNachbarnStreit
Zu einer guten Ehe gehören zwei, die verzeihen können.
Sprichw.Nachsicht muss von beiden Seiten kommen, sonst hält sie nicht.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Themen: EhePartnerschaftStreit
Siehe auch: Nicht der erste Streit entscheidet, sondern die erste Versöhnung. In der Ehe muss man verzeihen können. Wer sich entschuldigen kann, ist der Stärkere.
Zur Ehe gehören zwei, zum Streit auch.
Sprichw.Weder die Verbindung noch das Zerwürfnis lässt sich einem allein zuschreiben.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Themen: EhePartnerschaftStreit
Siehe auch: Wo Liebe ist, da ist auch Streit. Wer in der Ehe recht behalten will, verliert. Nicht der erste Streit entscheidet, sondern die erste Versöhnung.
Zwei Bäume wachsen nebeneinander, nicht ineinander.
Sprichw.Nähe setzt voraus, dass beide für sich bestehen bleiben.
Herkunft: Das Bild geht auf die Beobachtung zurück, dass zu eng stehende Bäume einander das Licht nehmen.
Themen: PartnerschaftLiebeNatur
Siehe auch: Wo Liebe ist, da ist auch Streit. Wer alles teilt, muss auch das Schweigen teilen können. Eine Ehe ohne Streit ist eine Ehe ohne Gespräch.
Zwei, die sich brauchen, sind noch kein Paar.
Sprichw.Gegenseitige Angewiesenheit ist etwas anderes als Zuneigung.
Herkunft: Eine Formel aus der Paarberatung des 20. Jahrhunderts.
Themen: PartnerschaftLiebeErfahrung
Siehe auch: Wer den anderen halten will, muss ihn gehen lassen können. Gemeinsam alt werden ist mehr als gemeinsam jung sein. Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Liebe und Husten lassen sich nicht verbergen.
Sprichw.Manche Dinge zeigen sich, ob man will oder nicht.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt, in ähnlicher Form auch in anderen europäischen Sprachen.
Themen: LiebePartnerschaftWahrheit
Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.
Sprichw.Ein einmal geschlossener Bund soll nicht wieder aufgelöst werden; klassische Formel bei kirchlichen Trauungen.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Neuen Testament (Matthäus 19,6).
Themen: EhePartnerschaftFamilie
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Wer heiratet, heiratet die Familie mit. Wer heiratet, wagt mehr als der, der auszieht. Zwei, die sich brauchen, sind noch kein Paar.
Was sich liebt, das neckt sich.
Sprichw.Kleine Sticheleien zwischen zwei Menschen gelten als Zeichen von Zuneigung.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 18. Jahrhundert belegt. Der Satz wird heute kritisch gesehen, weil er Grenzüberschreitungen verharmlosen kann.
Themen: LiebeStreitPartnerschaft
Siehe auch: Wo Liebe ist, da ist auch Eifersucht. Liebe lässt sich nicht erzwingen. Liebe geht durch den Magen.
Wo Liebe ist, da ist auch Eifersucht.
Sprichw.Wer sich stark bindet, fürchtet auch, den anderen zu verlieren.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei Ovid, der schreibt, wer nicht eifersüchtig sei, liebe nicht.
Auch: Eifersucht ist die Schwester der Liebe.
Themen: EifersuchtLiebePartnerschaft
QuelleOvid
Siehe auch: Was sich liebt, das neckt sich. Liebe lässt sich nicht erzwingen. Liebe geht durch den Magen.
Wo Liebe ist, da ist auch Streit.
Sprichw.Wer sich nahesteht, gerät auch aneinander; das eine schließt das andere nicht aus.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Themen: EheLiebeStreitPartnerschaft
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Eine Ehe ohne Streit ist eine Ehe ohne Gespräch. Zur Ehe gehören zwei, zum Streit auch. Wer in der Ehe recht behalten will, verliert.
Kurze Sprichwörter
Liebe macht blind.
Sprichw.Wer verliebt ist, übersieht die Fehler des anderen.
Herkunft: Der Gedanke ist in der antiken Dichtung verbreitet, unter anderem bei Theokrit und Plautus. Die Darstellung des Liebesgottes mit verbundenen Augen ist eine mittelalterliche Zutat.
Themen: LiebePartnerschaftKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Eifersucht macht blind. Wissen ist nicht Weisheit. Wer wenig weiß, zweifelt selten.
Wer festhält, verliert schneller.
Sprichw.Je enger man jemanden bindet, desto eher entzieht er sich.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Beratungsliteratur.
Themen: EifersuchtLiebePartnerschaft
Siehe auch: Eifersucht bewacht, was sie längst verloren hat. Wer bewacht, verliert. Abschiednehmen heißt ein wenig sterben.
Wo die Liebe hinfällt.
Sprichw.Kommentar zu einer Verbindung, die man von außen nicht nachvollziehen kann.
Herkunft: Eine umgangssprachliche Formel, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Themen: LiebePartnerschaftSchicksal
Siehe auch: Wer das Glück hat, führt die Braut heim. Der Regen fällt auf Gerechte und Ungerechte. Das Glück ist blind.
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