Sprichwörter · Leben
Sprichwörter über Unglück, Seite 2
42 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 2 von 2
Bekannte Sprichwörter
Ein Wald wächst langsamer, als er brennt.
Sprichw.Aufbauen dauert lange, Zerstören geht schnell.
Herkunft: Eine forstwirtschaftliche Erfahrung: Ein Bestand braucht Jahrzehnte, ein Brand Stunden. Als Redensart erst im 20. Jahrhundert verbreitet.
Siehe auch: Wer jeden Tag einen Stein setzt, hat am Ende eine Mauer. Schneller Erfolg hält am kürzesten. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Wer im Unglück lacht, hat es halb überwunden.
Sprichw.Humor nimmt der Not einen Teil ihrer Wirkung.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem Satz vom Humor als Haltung.
Siehe auch: Im Unglück zeigt sich der Charakter. Veränderung beginnt im Kopf. Nicht das Schicksal entscheidet, sondern der Umgang damit.
Wer oben steht, steht allein.
Sprichw.Mit der Verantwortung wächst die Distanz zu allen anderen.
Herkunft: Eine Formel aus der Führungsliteratur des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wie der Herr, so's Gescherr. Wer befehlen will, muss gehorchen gelernt haben. Herrschen heißt dienen.
Wer schlecht schläft, sieht die Welt grau.
Sprichw.Schlafmangel verändert die Wahrnehmung der Lage.
Herkunft: Eine volkstümliche Erfahrungsformel des 20. Jahrhunderts.
Themen: SchlafGesundheitUnglück
Siehe auch: Wer zu wenig schläft, bezahlt es am Tag. Wer nachts nicht schlafen kann, dem fehlt am Tag der Mut. Wer die Nacht durchwacht, verliert den Tag.
Wer trinkt, vergisst nicht, er verschiebt nur.
Sprichw.Alkohol beseitigt keine Sorge, er vertagt sie.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Suchtberatung.
Themen: TrinkenUnglückErfahrung
Siehe auch: Der Wein ist ein Spiegel des Menschen. Bier auf Wein, das lass sein; Wein auf Bier, das rat ich dir. Wo der Wein eingeht, geht der Verstand aus.
Wo Eifersucht einzieht, zieht die Ruhe aus.
Sprichw.Misstrauen verdrängt die Gelassenheit aus einer Verbindung.
Herkunft: Ein Reimspruch aus den deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts.
Themen: EifersuchtPartnerschaftUnglück
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Ein wenig Eifersucht schadet nicht, viel zerstört alles.
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
Sprichw.Wem etwas misslingt, der wird zusätzlich zum eigentlichen Schaden auch noch ausgelacht.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Der Satz beschreibt eine Erfahrung, keine Forderung.
Themen: UnglückMisserfolgNachbarn
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer nichts macht, macht auch nichts falsch. Gäste sind wie Fische, nach drei Tagen fangen sie an zu riechen. Beim Geizigen isst man satt an der Einladung.
Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.
Sprichw.Wer das Risiko immer wieder sucht, wird ihm irgendwann zum Opfer fallen.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch Jesus Sirach (3,26) im Alten Testament.
Themen: VorsichtLeichtsinnUnglück
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer aufs Eis geht, muss mit dem Einbrechen rechnen. Übermut tut selten gut. Wer alles auf eine Karte setzt, hat keine zweite.
Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten.
Sprichw.Zu jeder glänzenden Seite gehört eine dunkle.
Herkunft: Die Wendung stammt aus Goethes „Götz von Berlichingen“ (1773).
QuelleGoethe
Siehe auch: Pech im Spiel, Glück in der Liebe. Das Alter nimmt die Kraft und gibt die Ruhe.
Die Zeit heilt alle Wunden.
Sprichw.Mit zunehmendem Abstand verlieren Kränkungen und Verluste einen Teil ihrer Schärfe.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits in der Antike, unter anderem bei Menander und Seneca. Im Deutschen ist die Formel seit dem 16. Jahrhundert geläufig.
Siehe auch: Kein Unglück dauert ewig. Pech im Spiel, Glück in der Liebe. Ohne Regen kein Regenbogen.
Kurze Sprichwörter
Unglück verbindet.
Sprichw.Gemeinsam durchgestandene Not schafft Bindungen, die sonst nicht entstanden wären.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Themen: UnglückZusammenhaltFreundschaft
Siehe auch: Geteilte Freude ist doppelte Freude. Geteiltes Brot schmeckt besser.
Wer neidet, der leidet.
Sprichw.Missgunst quält vor allem den, der sie empfindet.
Herkunft: Ein Reimspruch aus den deutschen Sprichwortsammlungen des 17. Jahrhunderts.
Siehe auch: Der Neid frisst seinen eigenen Herrn. Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer. Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.
Auf dieser Seite stehen sprichwörter über Unglück. Alle weiteren Themen finden Sie im Themenregister, den gesamten Bestand im alphabetischen Verzeichnis.