Sprichwörter · Arbeit und Gesellschaft
Sprichwörter über die Arbeit, Seite 4
126 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 4 von 5
Bekannte Sprichwörter
Wer nichts tut, hat nie Zeit.
Sprichw.Gerade die Untätigen berufen sich am häufigsten auf Zeitmangel.
Herkunft: Eine volkstümliche Beobachtung des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Faulheit ist die Mutter aller Ausreden. Wer schläft, sündigt nicht. Faulheit und Armut sind Nachbarn.
Wer nie Nein sagt, hat bald keine Zeit mehr für Ja.
Sprichw.Wer alles zusagt, kommt zu dem, was ihm wichtig ist, nicht mehr.
Herkunft: Eine Formel aus der Arbeitsorganisation des 20. Jahrhunderts.
Themen: LeichtsinnArbeitZeit
Wer nur verwaltet, gestaltet nichts.
Sprichw.Die bloße Aufrechterhaltung ist keine Leistung.
Herkunft: Eine Formel aus der Verwaltungskritik des 20. Jahrhunderts.
Themen: FaulheitArbeitVeränderung
Siehe auch: Wer rastet, der rostet. Wer nichts verändert, verliert auch. Wer nicht vorwärtsgeht, der kommt zurücke.
Wer oft den Beruf wechselt, wird in keinem Meister.
Sprichw.Können entsteht durch Verweilen, nicht durch Wechseln.
Herkunft: Eine Handwerksregel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer seinen Beruf nicht kennt, findet keinen Feierabend. Wie der Meister, so das Werk. Wer seine Arbeit versteht, muss nicht darüber reden.
Wer schmieden will, muss erst das Feuer schüren.
Sprichw.Vor der eigentlichen Arbeit steht die Vorbereitung.
Herkunft: Ein Handwerkssprichwort, in deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Erst die Ordnung, dann das Werk. Wie die Saat, so die Ernte. Wer den Kern essen will, muss die Nuss knacken.
Wer schreibt, der bleibt.
Sprichw.Was schriftlich festgehalten ist, überdauert; wer es festhält, sichert sich ab.
Herkunft: Ein Reimspruch aus der Kanzlei- und Verwaltungssprache, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Wer seine Arbeit plant, arbeitet halb so lange.
Sprichw.Vorbereitung verkürzt die Ausführung erheblich.
Herkunft: Eine Handwerks- und Verwaltungsregel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Ordnung spart Zeit. Ordnung halten ist weniger Arbeit als Ordnung schaffen. Gut geplant ist halb getan.
Wer seine Arbeit versteht, muss nicht darüber reden.
Sprichw.Können zeigt sich am Ergebnis, nicht in der Selbstdarstellung.
Herkunft: Eine Formel aus der Arbeitswelt des 20. Jahrhunderts.
Themen: BerufArbeitBescheidenheit
Siehe auch: Wie der Meister, so das Werk. Wer seinen Beruf nicht kennt, findet keinen Feierabend. Wer oft den Beruf wechselt, wird in keinem Meister.
Wer seinen Beruf liebt, arbeitet nicht.
Sprichw.Wer gern tut, was er tut, empfindet es nicht als Last.
Herkunft: Der Gedanke wird Konfuzius zugeschrieben, ohne dass sich eine Stelle nachweisen ließe.
QuelleKonfuzius
Siehe auch: Geteiltes Glück ist doppeltes Glück.
Wer seinen Beruf nicht kennt, findet keinen Feierabend.
Sprichw.Wer unsicher ist, kommt auch nach der Arbeit nicht zur Ruhe.
Herkunft: Eine Formel aus der Arbeitswelt des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer oft den Beruf wechselt, wird in keinem Meister. Jeder Beruf hat seine Bürde. Wie der Meister, so das Werk.
Wer selbst repariert, versteht die Sache.
Sprichw.Erst beim Auseinandernehmen begreift man, wie etwas funktioniert.
Herkunft: Eine Handwerksformel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer auswendig lernt, weiß nichts, er kann nur aufsagen. Was man versteht, vergisst man nicht. Was man nicht erklären kann, hat man nicht verstanden.
Wer sich am eigenen Werk nicht satt sieht, hat wenig geleistet.
Sprichw.Wer die eigene Arbeit dauernd bewundert, hat vermutlich nicht viel vorzuweisen.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne belegbaren Erstautor.
Themen: BescheidenheitHochmutArbeit
Siehe auch: Wer sich selbst kennt, überschätzt sich nicht. Wer maßhalten kann, braucht keinen Arzt. Wer genug hat, ist reich.
Wer sich drückt, wird gedrückt.
Sprichw.Wer die Arbeit anderen überlässt, bekommt es zurück.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Themen: FaulheitArbeitNachbarn
Siehe auch: Wer heute nichts tut, hat morgen doppelt zu tun. Wer den Tag verschläft, klagt über die Nacht. Fleiß bringt Brot, Faulheit Not.
Wer sich nicht ändert, wird geändert.
Sprichw.Wer die Anpassung verweigert, dem wird sie von außen auferlegt.
Herkunft: Eine Formel aus der Wirtschaftssprache des 20. Jahrhunderts.
Themen: VeränderungArbeitSchicksal
Siehe auch: Man muss den Esel nicht zum Brunnen tragen, wenn er nicht trinken will. Den Wind kann man nicht ändern, aber die Segel.
Wer täglich ein wenig tut, schafft mehr als der, der einmal viel tut.
Sprichw.Regelmäßigkeit bringt mehr zustande als der einzelne Kraftakt.
Herkunft: Eine volkstümliche Arbeitsregel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer jeden Tag einen Stein setzt, hat am Ende eine Mauer. Steter Tropfen höhlt den Stein. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Wer zu wenig schläft, bezahlt es am Tag.
Sprichw.Fehlende Erholung zeigt sich in Fehlern und Reizbarkeit.
Herkunft: Eine Formel aus der Arbeitsmedizin des 20. Jahrhunderts.
Themen: SchlafGesundheitArbeit
Siehe auch: Wie die Nacht, so der Tag. Wer schlecht schläft, sieht die Welt grau. Wer nachts nicht schlafen kann, dem fehlt am Tag der Mut.
Wer zweimal nachdenkt, muss nur einmal handeln.
Sprichw.Der Aufwand für das Überlegen ist geringer als der für die Korrektur.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit der Handwerksregel vom zweimaligen Messen.
Themen: VorsichtKlugheit und DummheitArbeit
Siehe auch: Fleiß ohne Richtung ist nur Bewegung. Erst besinnen, dann beginnen. Wer seine Arbeit plant, arbeitet halb so lange.
Wie der Bauer, so der Hof.
Sprichw.Am Zustand des Betriebs erkennt man den, der ihn führt.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsformel, in deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Themen: LandwirtschaftArbeitOrdnung
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Am Werkzeug erkennt man den Meister. Zweimal messen, einmal schneiden. Was man selbst tut, ist gut getan.
Wie man's macht, ist es verkehrt.
Sprichw.Resignierter Kommentar, wenn jede Entscheidung von irgendjemandem bemängelt wird.
Herkunft: Eine umgangssprachliche Formel des 20. Jahrhunderts, meist resigniert gebraucht.
Themen: ArbeitMisserfolgStreit
Siehe auch: Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. Jeder kehre vor seiner eigenen Tür. Die Wahrheit tut weh.
Wissen ohne Anwendung ist wie eine Wolke ohne Regen.
Sprichw.Kenntnisse, die niemand einsetzt, bewirken nichts.
Herkunft: Das Bild stammt aus dem arabischen Schrifttum und ist über Übersetzungen ins Deutsche gelangt.
Siehe auch: Erfahrung ist die beste Lehrmeisterin. Probieren geht über Studieren. In der Schule lernt man nicht für den Lehrer.
Wo alles seinen Platz hat, findet man auch das Fehlende.
Sprichw.Ordnung zeigt nicht nur, was da ist, sondern auch, was fehlt.
Herkunft: Eine Werkstattregel des 19. Jahrhunderts.
Themen: OrdnungHaus und HeimatArbeit
Sprichwörter mit belegter Herkunft
Wer nur einen Hammer hat, sieht in allem einen Nagel.
Sprichw.Wer nur ein Mittel beherrscht, wendet es auf alles an, ob es passt oder nicht.
Herkunft: Die Formel geht auf den amerikanischen Psychologen Abraham Maslow zurück (1966).
Themen: HandwerkKlugheit und DummheitArbeit
QuelleMaslow
Wer sich auf andere verlässt, ist verlassen.
Sprichw.Wer die Erledigung anderen überlässt, steht am Ende ohne Ergebnis da.
Herkunft: Der Reimspruch spielt mit den beiden Bedeutungen von „verlassen“. In deutschen Sammlungen seit dem 18. Jahrhundert belegt.
Themen: VertrauenArbeitErfahrung
Siehe auch: In der Schule lernt man nicht für den Lehrer.
Wer vielerlei beginnt, gar wenig Dank gewinnt.
Sprichw.Wer sich verzettelt, bringt am Ende nichts richtig zu Ende.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Themen: ArbeitFleißMisserfolg
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer zwei Hasen zugleich jagt, fängt keinen.
Wer zwei Hasen zugleich jagt, fängt keinen.
Sprichw.Wer sich auf zu vieles gleichzeitig einlässt, erreicht nichts davon.
Herkunft: Der Gedanke ist bereits in der Antike belegt und findet sich in vielen europäischen Sprachen.
Themen: Klugheit und DummheitArbeitFleiß
Siehe auch: Wer vielerlei beginnt, gar wenig Dank gewinnt.
Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.
Sprichw.Wer von jemandem lebt, vertritt auch dessen Standpunkt.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt, später vor allem als Kritik an geistiger Abhängigkeit gebraucht.
Themen: ArbeitEhrlichkeitMacht
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer nach oben buckelt, tritt nach unten.
Wie der Herr, so's Gescherr.
Sprichw.An den Untergebenen erkennt man den Vorgesetzten. „Gescherr“ bezeichnete ursprünglich das Zuggeschirr und dann übertragen das Gesinde.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Auch: Wie der Herr, so der Knecht.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Der Fisch stinkt vom Kopf her. Wer oben steht, steht allein. Wer befehlen will, muss gehorchen gelernt haben.
Wie der Meister, so das Werk.
Sprichw.An der Arbeit erkennt man, wer sie gemacht hat.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt und aus dem Zunftwesen überliefert.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Nicht das Werkzeug macht den Meister. Wer seinen Beruf nicht kennt, findet keinen Feierabend. Wer seine Arbeit versteht, muss nicht darüber reden.
Wie die Arbeit, so der Lohn.
Sprichw.Die Bezahlung entspricht dem, was jemand leistet, und schlechte Bezahlung bringt schlechte Arbeit hervor.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt, ursprünglich als Rechtfertigung geringer Bezahlung bei schlechter Leistung.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Arbeit adelt. Wer zu wenig schläft, bezahlt es am Tag. Der Neid sieht das Ziel, nicht den Weg.
Wie die Saat, so die Ernte.
Sprichw.Das Ergebnis entspricht dem, was man vorher hineingesteckt hat.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Galaterbrief des Neuen Testaments. Die landwirtschaftliche Fassung ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Themen: LandwirtschaftArbeitSchicksal
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Wer schmieden will, muss erst das Feuer schüren. Wer im Herbst nicht pflügt, hat im Frühjahr doppelte Arbeit. Wer abends nichts richtet, hat morgens keine Ruhe.
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