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Sprichwörter mit J, Seite 2
36 Einträge mit Bedeutung · Seite 2 von 2
Die Jugend ist trunken ohne Wein.
Sprichw.Junge Menschen sind schon von sich aus überschwänglich, ohne dass es dazu eines Rausches bedürfte.
Herkunft: Der Ausspruch stammt aus Goethes „West-östlichem Divan“.
Themen: JugendTrinkenLeichtsinn
QuelleGoethe
Siehe auch: Jugend hat keine Tugend. Jugend ist keine Lebenszeit, sondern ein Zustand des Gemüts.
Die Jugend kennt die Grenzen nicht, das Alter kennt sie zu gut.
Sprichw.Was die einen wagen lässt, hält die anderen zurück.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer alles absichern will, kommt zu nichts.
Die Jugend meint, sie habe Zeit.
Sprichw.Erst mit dem Alter wird spürbar, wie begrenzt die Lebenszeit ist.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Siehe auch: Zeit und Stunde warten auf niemanden.
Jugend muss sich austoben.
Sprichw.Ausgelassenheit in jungen Jahren gehört dazu und wächst sich aus.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert geläufig und diente meist dazu, jugendliche Ausgelassenheit zu entschuldigen.
Auch: Jugend will sich austoben.
Themen: JugendLeichtsinnEltern
Siehe auch: Die Jugend braucht Vorbilder, keine Vorschriften. Wer sein Kind liebt, der züchtigt es. Wer jung ist, darf Fehler machen; wer alt ist, muss sie erklären.
Jung gewohnt, alt getan.
Sprichw.Was man sich früh angewöhnt, behält man ein Leben lang bei.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Der Satz gehört zu einer Gruppe von Sprüchen, die aus der frühen Prägung eine lebenslange Festlegung ableiten.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. In der Jugend legt man den Grundstein für das Alter. Wer früh sparen lernt, braucht es später nicht.
Die Jungen wollen, die Alten sollen.
Sprichw.Junge Menschen handeln aus Lust, ältere aus Pflichtgefühl.
Herkunft: Ein Reimspruch aus den deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts, der Antrieb und Pflichtgefühl den Lebensaltern zuordnet.
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Wer Macht hat, hat Verantwortung. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.