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Redewendungen · Redewendungen nach Themen

Redewendungen mit Körperteilen, Seite 2

70 Einträge mit Bedeutung und Herkunft · alphabetisch sortiert · Seite 2 von 3

Bekannte Redewendungen

  • Das Herz rutscht in die Hose

    Redew.

    Vor Angst plötzlich den Mut verlieren.

    Herkunft: Die Vorstellung, das Herz sinke bei Angst nach unten, findet sich in mehreren Sprachen. Die derbe deutsche Fassung mit der Hose ist seit dem 17. Jahrhundert bezeugt.

    Auch: Das Herz in die Hose fallen lassen

    Themen: Menschen und VerhaltenKörper

    Siehe auch: Weiß wie eine Wand werden Den Kopf in den Sand stecken Den Teufel an die Wand malen

  • Sich etwas hinter die Ohren schreiben

    Redew.

    Sich eine Ermahnung gut merken.

    Herkunft: Geht auf einen alten Rechtsbrauch zurück, bei dem jugendliche Zeugen einer Grenzbegehung an den Ohren gezogen wurden, damit sie sich den Vorgang lebenslang merkten.

    Themen: Menschen und VerhaltenKörper

    Siehe auch: Jemandem die Leviten lesen

  • Etwas in den Griff bekommen

    Redew.

    Eine Sache, die außer Kontrolle geraten war, wieder beherrschen.

    Herkunft: Dieselbe Bildquelle wie beim Griff des Werkzeugs, hier auf den Vorgang bezogen: Eine Sache, die sich entzogen hatte, wird wieder fassbar.

    Themen: ArbeitErfolgKörper

    Siehe auch: Etwas im Griff haben Aus dem Ruder laufen

  • Jemandem in den Rücken fallen

    Redew.

    Jemanden hintergehen, auf dessen Unterstützung er gezählt hat.

    Herkunft: Aus der Kriegssprache: Der Angriff von hinten trifft den Ungeschützten und galt als besonders ehrlos.

    Themen: Menschen und VerhaltenKörper

    Siehe auch: Jemanden in die Pfanne hauen

  • Jemandem die kalte Schulter zeigen

    Redew.

    Jemanden betont abweisend behandeln.

    Herkunft: Für die Wendung kursiert die Erklärung, ungeliebten Gästen sei kaltes Schulterstück vorgesetzt worden. Belegt ist das nicht. Näher liegt die Körperhaltung: Wer sich abwendet, zeigt dem anderen die Schulter statt des Gesichts.

    Themen: Menschen und VerhaltenKörper

    Siehe auch: Sich eine Abfuhr holen Jemanden abblitzen lassen Einen Korb bekommen

  • Mit dem falschen Fuß aufstehen

    Redew.

    Von morgens an schlechte Laune haben.

    Herkunft: Die Wendung geht auf den antiken Aberglauben zurück, das Aufstehen mit dem linken Fuß bringe Unglück. Links galt lange als die unheilvolle Seite.

    Auch: Mit dem linken Fuß aufstehen

    Themen: AlltagKörper

  • Mit einem blauen Auge davonkommen

    Redew.

    Eine gefährliche Lage mit vergleichsweise geringem Schaden überstehen.

    Herkunft: Das blaue Auge ist die geringste sichtbare Verletzung nach einer Schlägerei. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt.

    Themen: Glück und PechKörperFarben

    Siehe auch: Glück im Unglück haben

  • Jemandem nicht das Schwarze unter dem Fingernagel gönnen

    Redew.

    Jemandem nicht das Geringste gönnen.

    Herkunft: Der Schmutzrand unter dem Nagel steht für das Wertloseste, das man sich denken kann.

    Themen: FarbenMenschen und VerhaltenKörper

    Siehe auch: Grün vor Neid werden

Redewendungen mit belegter Herkunft

Kurze Redewendungen

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