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Kurze Sprichwörter mit höchstens vier Wörtern, Seite 6
166 Einträge mit Bedeutung · Seite 6 von 6
Wer schreibt, der bleibt.
Sprichw.Was schriftlich festgehalten ist, überdauert; wer es festhält, sichert sich ab.
Herkunft: Ein Reimspruch aus der Kanzlei- und Verwaltungssprache, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Wer schreit, hat unrecht.
Sprichw.Wer laut wird, hat meist keine Argumente mehr.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit der antiken Rhetorikregel, wonach die Sache selbst sprechen soll.
Themen: StreitWahrheitKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Hunde, die bellen, beißen nicht. Eifersucht hört nicht auf Vernunft.
Wer schweigt, stimmt zu.
Sprichw.Wer einer Behauptung nicht widerspricht, gilt als einverstanden.
Herkunft: Wiedergabe der lateinischen Rechtsregel „qui tacet, consentire videtur“.
Themen: WahrheitStreitVertrauen
Siehe auch: Keine Antwort ist auch eine Antwort. Wer die Wahrheit verschweigt, lügt mit. Wer die Wahrheit kennt und sie nicht sagt, ist ein Feigling.
Wer vergleicht, verliert.
Sprichw.Der Blick auf andere nimmt die Zufriedenheit mit dem Eigenen.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem älteren Gedanken vom Neid als Dieb der Freude.
Themen: EifersuchtNeidGlück
Siehe auch: Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat. Wer niemandem etwas gönnt, hat selbst am wenigsten. Der Neid schaut nach oben, die Dankbarkeit nach unten.
Wer vertraut, schläft besser.
Sprichw.Misstrauen kostet nicht nur die Beziehung, sondern auch die Nachtruhe.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: EifersuchtVertrauenSchlaf
Siehe auch: Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht. Wer Eifersucht sät, erntet Misstrauen. Argwohn ist der Anfang der Eifersucht.
Kein Wetter hält ewig.
Sprichw.Auch eine anhaltende Schlechtwetterlage geht vorbei; übertragen auf schwierige Zeiten.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Themen: WetterHoffnungVeränderung
Siehe auch: Auf jeden Winter folgt ein Frühling. Wetter und Laune ändern sich schnell. Nach Regen kommt Sonnenschein.
Wie gewonnen, so zerronnen.
Sprichw.Was mühelos zufällt, ist meist ebenso schnell wieder weg.
Herkunft: Ein Reimspruch, in deutschen Sammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. „Zerrinnen“ meint das Zerfließen wie von Schnee.
Themen: GeldReichtumLeichtsinn
Siehe auch: Wer alles behalten will, verliert am Ende alles. Dreimal umgezogen ist einmal abgebrannt.
Wissen ist Macht.
Sprichw.Wer besser informiert ist, hat gegenüber anderen einen handfesten Vorteil.
Francis Baconenglischer Philosoph, 1561 bis 1626
Herkunft: Geht auf eine Formulierung des englischen Philosophen Francis Bacon zurück und wurde in der deutschen Arbeiterbildungsbewegung des 19. Jahrhunderts zum Leitwort.
QuelleFrancis Bacon
Siehe auch: Wissen veraltet, Denken nicht. Wer viel liest, weiß viel; wer viel wandert, sieht viel. Wer viel liest und nichts denkt, wird nur belesen.
Wissen ist nicht Weisheit.
Sprichw.Kenntnisse zu sammeln ist etwas anderes, als sie richtig anzuwenden.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei Heraklit, der die Vielwisserei von der Einsicht unterscheidet.
Themen: WissenKlugheit und DummheitAlter
QuelleHeraklit
Siehe auch: Wer wenig weiß, zweifelt selten. Wer viel liest und nichts denkt, wird nur belesen. Die Schule gibt Wissen, nicht Verstand.
Wissen veraltet, Denken nicht.
Sprichw.Kenntnisse überholen sich, die Fähigkeit zum Urteil bleibt.
Herkunft: Eine Formel aus der Bildungsdiskussion des 20. Jahrhunderts.
Themen: WissenLernenVeränderung
Siehe auch: Wissen ist Macht. Wer viel liest, weiß viel; wer viel wandert, sieht viel. Wer viel liest und nichts denkt, wird nur belesen.
Wo die Liebe hinfällt.
Sprichw.Kommentar zu einer Verbindung, die man von außen nicht nachvollziehen kann.
Herkunft: Eine umgangssprachliche Formel, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Themen: LiebePartnerschaftSchicksal
Siehe auch: Wer das Glück hat, führt die Braut heim. Der Regen fällt auf Gerechte und Ungerechte. Das Glück ist blind.
Wohltun trägt Zinsen.
Sprichw.Wer anderen hilft, bekommt es auf Umwegen zurück.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt; der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament.
Themen: GroßzügigkeitDankbarkeitGeld
QuelleAltes Testament, Sprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer gibt, wird nicht ärmer. Doppelt gibt, wer schnell gibt. Wer nichts gibt, dem wird nichts gegeben.
Worte sind Wind.
Sprichw.Auf bloße Ankündigungen sollte man sich nicht verlassen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Das Bild vom Wind für das Folgenlose ist wesentlich älter.
Themen: WahrheitLügenVertrauen
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Papier ist geduldig. Taten sagen mehr als Worte. Ein Schelm gibt mehr, als er hat.
Zeit ist Geld.
Sprichw.Verlorene Zeit bedeutet entgangenen Verdienst.
Benjamin Franklinamerikanischer Staatsmann und Publizist, 1706 bis 1790
Herkunft: Der Satz stammt in dieser Form aus einem Ratgebertext von Benjamin Franklin aus dem Jahr 1748.
QuelleBenjamin Franklin
Siehe auch: Wer zu billig anbietet, verkauft sich selbst. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ordnung ist das halbe Leben.
Die Zukunft beginnt heute.
Sprichw.Was morgen sein wird, entscheidet sich an dem, was heute getan wird.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der politischen Sprache.
Siehe auch: Wer nur zurückblickt, sieht nicht, wohin er tritt. Wer die Zukunft fürchtet, verdirbt die Gegenwart. Die beste Art, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu gestalten.
Zweimal messen, einmal schneiden.
Sprichw.Sorgfalt bei der Vorbereitung spart den doppelten Arbeitsgang.
Herkunft: Eine Handwerksregel, im Deutschen wie in vielen anderen Sprachen belegt.
Themen: HandwerkVorsichtArbeit
Siehe auch: Wer krumm anfängt, wird nie gerade fertig. Wer nicht hinschaut, tritt daneben. Was man selbst tut, ist gut getan.
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