A–Z-Verzeichnis
Sprichwörter mit A, Seite 3
70 Einträge mit Bedeutung · Seite 3 von 3
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Sprichw.Was verschoben wurde, ist damit noch lange nicht erledigt.
Herkunft: Der Satz stammt aus der Rechtssprache: Ein vertagtes Verfahren ist nicht eingestellt. Das Wortspiel mit den beiden ähnlichen Verben hat ihn in die Alltagssprache gebracht.
Themen: MisserfolgZeitZukunft
Siehe auch: Wer nur zurückblickt, sieht nicht, wohin er tritt.
Das Auge isst mit.
Sprichw.Wie ein Gericht aussieht, beeinflusst, wie es schmeckt.
Herkunft: Der Gedanke geht auf die antike Kochkunst zurück und ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert als feste Wendung belegt.
Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Sprichw.Vergeltung im gleichen Maß wie die erlittene Tat.
Herkunft: Der Grundsatz stammt aus dem Alten Testament (2. Mose 21,24) und war ursprünglich eine Begrenzung der Rache auf ein angemessenes Maß.
Themen: Recht und GerechtigkeitStreit
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wie du mir, so ich dir.
Aus Büchern lernt man nicht alles.
Sprichw.Manches erschließt sich nur durch eigenes Tun.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem Sprichwort, Probieren gehe über Studieren.
Siehe auch: Erfahrung ist die beste Lehrmeisterin. Die Schule des Lebens hat hohes Schulgeld. Das Leben ist die beste Schule.
Aus den Augen, aus dem Sinn.
Sprichw.Wer nicht mehr präsent ist, gerät schnell in Vergessenheit.
Herkunft: Die Wendung übersetzt das lateinische „quod non videt oculus, cor non dolet“ und ist im Deutschen seit dem Mittelalter belegt.
Themen: AbschiedLiebeFreundschaftVergangenheit
Siehe auch: Über alles wächst Gras. Wer den Hafen erreicht hat, vergisst den Sturm.
Aus einem Streit werden schnell zwei.
Sprichw.Konflikte ziehen weitere nach sich, weil sich andere einmischen.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Kein Streit ist so bitter wie der in der Familie. Wer den Streit sucht, findet ihn überall. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.
Aus einer Niederlage lernt man mehr als aus einem Sieg.
Sprichw.Der Erfolg erklärt sich nicht, das Scheitern zwingt zur Untersuchung.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei den antiken Historikern und wurde im 19. Jahrhundert zur militärischen Lehrformel.
Themen: MisserfolgLernenErfahrung
Siehe auch: Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Die Jugend darf sich irren, das Alter muss es zugeben. Aus Fehlern wird man klug, aber nicht immer sofort.
Aus Fehlern lernt man.
Sprichw.Ein Fehlschlag ist kein Verlust, solange man daraus etwas mitnimmt.
Herkunft: Der Gedanke findet sich in der lateinischen Formel „errando discimus“ und ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert geläufig.
Themen: MisserfolgLernenErfahrung
Siehe auch: Wer lebt, macht Fehler; wer keine macht, lebt nicht. Stillstand ist Rückschritt.
Aus Fehlern wird man klug, aber nicht immer sofort.
Sprichw.Manche Erfahrung muss man mehrfach machen, bevor sie sitzt.
Herkunft: Eine ironische Erweiterung des älteren Sprichworts, im 20. Jahrhundert verbreitet.
Themen: MisserfolgLernenErfahrung
Siehe auch: Aus einer Niederlage lernt man mehr als aus einem Sieg. Übung macht den Meister. Wissen ist nicht dasselbe wie Verstehen.
Ausnahmen bestätigen die Regel.
Sprichw.Wird gesagt, um einen Einzelfall abzutun, der einer allgemeinen Aussage widerspricht.
Herkunft: Übersetzung der juristischen Formel „exceptio probat regulam in casibus non exceptis“, in der „probat“ ursprünglich „prüft“ bedeutete.
Themen: Recht und GerechtigkeitOrdnungWissen
Siehe auch: Ordnung muss sein. Neue Herren, neue Gesetze.