A–Z-Verzeichnis
Sprichwörter mit A, Seite 2
39 Einträge mit Bedeutung · Seite 2 von 2
Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.
Sprichw.Auf rüdes Verhalten darf man mit gleicher Härte antworten.
Herkunft: Das Bild stammt aus der Holzarbeit: Ein knorriger Klotz lässt sich nur mit einem entsprechend groben Keil spalten. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Auf einen strengen Winter folgt ein guter Sommer.
Sprichw.Bauernregel, die einem harten Winter eine gute Sommersaison zuschreibt.
Herkunft: Eine der Bauernregeln, für die sich kein statistischer Zusammenhang nachweisen lässt. Sie gehört zu den Ausgleichsregeln, die aus einem harten Winter eine Belohnung ableiten.
Themen: WetterJahreszeitenHoffnung
Siehe auch: Grüne Weihnacht, weiße Ostern. Wie der Oktober, so der März. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt.
Auf jeden Winter folgt ein Frühling.
Sprichw.Auf jede schwere Zeit folgt wieder eine bessere.
Herkunft: Eine volkstümliche Trostformel, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Themen: NaturHoffnungJahreszeiten
Siehe auch: Ohne Regen kein Regenbogen. Nach Regen kommt Sonnenschein. Morgen ist auch noch ein Tag.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Sprichw.Was verschoben wurde, ist damit noch lange nicht erledigt.
Herkunft: Der Satz stammt aus der Rechtssprache: Ein vertagtes Verfahren ist nicht eingestellt. Das Wortspiel mit den beiden ähnlichen Verben hat ihn in die Alltagssprache gebracht.
Themen: MisserfolgZeitZukunft
Das Auge isst mit.
Sprichw.Wie ein Gericht aussieht, beeinflusst, wie es schmeckt.
Herkunft: Der Gedanke geht auf die antike Kochkunst zurück und ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert als feste Wendung belegt.
Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Sprichw.Vergeltung im gleichen Maß wie die erlittene Tat.
Herkunft: Der Grundsatz stammt aus dem Alten Testament (2. Mose 21,24) und war ursprünglich eine Begrenzung der Rache auf ein angemessenes Maß.
Themen: Recht und GerechtigkeitStreit
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wie du mir, so ich dir.
Aus den Augen, aus dem Sinn.
Sprichw.Wer nicht mehr präsent ist, gerät schnell in Vergessenheit.
Herkunft: Die Wendung übersetzt das lateinische „quod non videt oculus, cor non dolet“ und ist im Deutschen seit dem Mittelalter belegt.
Themen: AbschiedLiebeFreundschaftVergangenheit
Siehe auch: Über alles wächst Gras.
Aus Fehlern lernt man.
Sprichw.Ein Fehlschlag ist kein Verlust, solange man daraus etwas mitnimmt.
Herkunft: Der Gedanke findet sich in der lateinischen Formel „errando discimus“ und ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert geläufig.
Themen: MisserfolgLernenErfahrung
Ausnahmen bestätigen die Regel.
Sprichw.Wird gesagt, um einen Einzelfall abzutun, der einer allgemeinen Aussage widerspricht.
Herkunft: Übersetzung der juristischen Formel „exceptio probat regulam in casibus non exceptis“, in der „probat“ ursprünglich „prüft“ bedeutete.
Themen: Recht und GerechtigkeitOrdnungWissen
Siehe auch: Ordnung muss sein. Neue Herren, neue Gesetze.