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Sprichwörter mit W, Seite 11
424 Einträge mit Bedeutung · Seite 11 von 15
Wer sein Haus bestellt, schläft ruhig.
Sprichw.Wer seine Angelegenheiten geregelt hat, sorgt sich nicht.
Herkunft: Der Gedanke geht auf das Alte Testament zurück, wo Hiskia aufgefordert wird, sein Haus zu bestellen.
Themen: Haus und HeimatOrdnungSchlaf
Siehe auch: Wer etwas zurückgelegt hat, schläft ruhiger. Wo Ordnung herrscht, kommt Ruhe ein. Wer gut gelernt hat, schläft vor der Prüfung.
Wer sein Kind liebt, der züchtigt es.
Sprichw.Alte Erziehungsmaxime, nach der Strenge ein Zeichen von Fürsorge sei. Sie wird heute überwiegend als überholt beurteilt.
Herkunft: Der Satz geht auf das Alte Testament zurück (Sprüche 13,24).
Siehe auch: Was Eltern säen, ernten die Kinder. Kleine Kinder, kleine Sorgen; große Kinder, große Sorgen. Kinder sind der Eltern Spiegel.
Wer seine Arbeit plant, arbeitet halb so lange.
Sprichw.Vorbereitung verkürzt die Ausführung erheblich.
Herkunft: Eine Handwerks- und Verwaltungsregel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Ordnung spart Zeit. Ordnung halten ist weniger Arbeit als Ordnung schaffen. Gut geplant ist halb getan.
Wer seine Arbeit versteht, muss nicht darüber reden.
Sprichw.Können zeigt sich am Ergebnis, nicht in der Selbstdarstellung.
Herkunft: Eine Formel aus der Arbeitswelt des 20. Jahrhunderts.
Themen: BerufArbeitBescheidenheit
Siehe auch: Wie der Meister, so das Werk. Wer seinen Beruf nicht kennt, findet keinen Feierabend. Wer oft den Beruf wechselt, wird in keinem Meister.
Wer seinen Beruf liebt, arbeitet nicht.
Sprichw.Wer gern tut, was er tut, empfindet es nicht als Last.
Herkunft: Der Gedanke wird Konfuzius zugeschrieben, ohne dass sich eine Stelle nachweisen ließe.
QuelleKonfuzius
Siehe auch: Geteiltes Glück ist doppeltes Glück.
Wer seinen Beruf nicht kennt, findet keinen Feierabend.
Sprichw.Wer unsicher ist, kommt auch nach der Arbeit nicht zur Ruhe.
Herkunft: Eine Formel aus der Arbeitswelt des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer oft den Beruf wechselt, wird in keinem Meister. Jeder Beruf hat seine Bürde. Wie der Meister, so das Werk.
Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer.
Sprichw.Das Urteil über fremde Leistung fällt umso strenger aus, je weniger eigene vorliegt.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Siehe auch: Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung. Neid ist die Steuer, die man auf Erfolg zahlt. Der Neid ist die aufrichtigste Bewunderung.
Wer selbst repariert, versteht die Sache.
Sprichw.Erst beim Auseinandernehmen begreift man, wie etwas funktioniert.
Herkunft: Eine Handwerksformel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer auswendig lernt, weiß nichts, er kann nur aufsagen. Was man versteht, vergisst man nicht. Was man nicht erklären kann, hat man nicht verstanden.
Wer sich absondert, sucht seinen eigenen Vorteil.
Sprichw.Wer sich von der Gemeinschaft löst, tut es selten ohne Grund.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament (Sprüche 18,1).
Themen: ZusammenhaltHochmutNachbarn
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer den Wein lobt, hat ihn meist schon getrunken. Jeder ist sich selbst der Nächste.
Wer sich am eigenen Werk nicht satt sieht, hat wenig geleistet.
Sprichw.Wer die eigene Arbeit dauernd bewundert, hat vermutlich nicht viel vorzuweisen.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne belegbaren Erstautor.
Themen: BescheidenheitHochmutArbeit
Siehe auch: Wer sich selbst kennt, überschätzt sich nicht. Wer maßhalten kann, braucht keinen Arzt. Wer genug hat, ist reich.
Wer sich auf andere verlässt, ist verlassen.
Sprichw.Wer die Erledigung anderen überlässt, steht am Ende ohne Ergebnis da.
Herkunft: Der Reimspruch spielt mit den beiden Bedeutungen von „verlassen“. In deutschen Sammlungen seit dem 18. Jahrhundert belegt.
Themen: VertrauenArbeitErfahrung
Siehe auch: In der Schule lernt man nicht für den Lehrer.
Wer sich drückt, wird gedrückt.
Sprichw.Wer die Arbeit anderen überlässt, bekommt es zurück.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Themen: FaulheitArbeitNachbarn
Siehe auch: Wer heute nichts tut, hat morgen doppelt zu tun. Wer den Tag verschläft, klagt über die Nacht. Fleiß bringt Brot, Faulheit Not.
Wer sich entschuldigen kann, ist der Stärkere.
Sprichw.Den ersten Schritt zu tun erfordert mehr als recht zu behalten.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem Sprichwort, der Klügere gebe nach.
Themen: PartnerschaftStreitBescheidenheit
Siehe auch: Zu einer guten Ehe gehören zwei, die verzeihen können. Nicht der erste Streit entscheidet, sondern die erste Versöhnung. In der Ehe muss man verzeihen können.
Wer sich entschuldigt, klagt sich an.
Sprichw.Eine unaufgeforderte Rechtfertigung weckt erst den Verdacht, den sie ausräumen soll.
Herkunft: Die Formel übersetzt das französische „qui s'excuse, s'accuse“ und ist im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt.
Themen: EhrlichkeitWahrheitKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Wo Rauch ist, ist auch Feuer. Wer sucht, findet auch, was nicht da ist. Der Zweck heiligt die Mittel.
Wer sich erinnert, lebt zweimal.
Sprichw.Erinnerung wiederholt das Erlebte, ohne dass es noch einmal geschehen muss.
Herkunft: Der Gedanke stammt von Martial, der schreibt, wer sich vergangener Freuden erinnere, lebe doppelt.
Themen: VergangenheitAlterGlück
QuelleMartial
Siehe auch: Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem man nicht vertrieben werden kann. Die gute alte Zeit war auch nicht besser. Alte Leute vergessen den Namen und behalten die Geschichte.
Wer sich für den Nabel der Welt hält, hat wenig von ihr gesehen.
Sprichw.Selbstüberschätzung ist meist ein Zeichen von Unkenntnis.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, gebildet aus der antiken Bezeichnung Delphis als Nabel der Welt.
Themen: HochmutReisenBescheidenheit
QuelleOrakel von Delphi
Siehe auch: Die Friedhöfe sind voll von unersetzlichen Leuten. Reisen bildet. Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.
Wer sich fürchtet, hat schon verloren.
Sprichw.Furcht lähmt und nimmt einem die Möglichkeit zu handeln.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem antiken Gedanken, die Furcht nehme dem Kämpfenden die Kraft.
Themen: AngstMutMisserfolg
Siehe auch: Wer zu lange plant, fängt nie an. Wer aufs Wetter wartet, sät nie.
Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.
Sprichw.Wer das Risiko immer wieder sucht, wird ihm irgendwann zum Opfer fallen.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch Jesus Sirach (3,26) im Alten Testament.
Themen: VorsichtLeichtsinnUnglück
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer aufs Eis geht, muss mit dem Einbrechen rechnen. Übermut tut selten gut. Wer alles auf eine Karte setzt, hat keine zweite.
Wer sich nicht ändert, wird geändert.
Sprichw.Wer die Anpassung verweigert, dem wird sie von außen auferlegt.
Herkunft: Eine Formel aus der Wirtschaftssprache des 20. Jahrhunderts.
Themen: VeränderungArbeitSchicksal
Siehe auch: Man muss den Esel nicht zum Brunnen tragen, wenn er nicht trinken will. Den Wind kann man nicht ändern, aber die Segel.
Wer sich nicht selbst lobt, wird auch nicht getadelt.
Sprichw.Wer keine Ansprüche anmeldet, bietet auch keine Angriffsfläche.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 18. Jahrhunderts belegt.
Themen: BescheidenheitHochmutVorsicht
Siehe auch: Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten. Wer sich zu klein macht, wird übersehen. Große Menschen machen wenig Aufhebens.
Wer sich richtig verabschiedet, kann wiederkommen.
Sprichw.Ein sauberer Abschied hält die Tür offen.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Themen: AbschiedFreundschaftNachbarn
Siehe auch: Wer geht, nimmt mehr mit als sein Gepäck. Wer geht, lässt immer etwas zurück. Wer gehen will, den soll man nicht halten.
Wer sich rühmt, dem glaubt man nicht.
Sprichw.Selbstlob mindert die Glaubwürdigkeit statt sie zu erhöhen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 17. Jahrhunderts belegt.
Themen: HochmutBescheidenheitVertrauen
Siehe auch: Eigenlob stinkt. Der leerste Krug klingt am lautesten. Wer viel weiß, redet wenig.
Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden.
Sprichw.Wer sich über andere stellt, wird darauf zurückgeworfen.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Lukasevangelium (Lukas 14,11).
Themen: HochmutBescheidenheitMisserfolg
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Hochmut kommt vor dem Fall. Wer hoch zu Ross sitzt, fällt tief.
Wer sich selbst genügt, braucht wenig Beifall.
Sprichw.Wer mit sich im Reinen ist, ist auf fremde Bestätigung nicht angewiesen.
Herkunft: Der Gedanke gehört zur stoischen Lehre von der Selbstgenügsamkeit und findet sich bei Mark Aurel.
Themen: BescheidenheitHochmutGlück
QuelleMark Aurel
Siehe auch: Ein eigenes Dach ist mehr wert als ein fremder Palast. Ehre, wem Ehre gebührt. Der Neid ist die aufrichtigste Bewunderung.
Wer sich selbst kennt, überschätzt sich nicht.
Sprichw.Wer die eigenen Grenzen kennt, verspricht nicht mehr, als er halten kann.
Herkunft: Der Gedanke geht auf die Inschrift von Delphi zurück und findet sich bei Sokrates und den Stoikern.
Themen: BescheidenheitKlugheit und DummheitWissen
QuelleOrakel von Delphi, Sokrates
Siehe auch: Wer sich am eigenen Werk nicht satt sieht, hat wenig geleistet. Wer reist, lernt Länder kennen; wer bleibt, lernt sich selbst. Wer maßhalten kann, braucht keinen Arzt.
Wer sich über andere freuen kann, hat doppelt so viel Grund zur Freude.
Sprichw.Das Gegenteil des Neides vervielfacht die Anlässe zur Zufriedenheit.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: NeidFreundschaftGlück
Siehe auch: Wer danken kann, hat mehr vom Leben. Wer dankbar lebt, hat weniger Ansprüche. Wer dankbar ist, ist nie ganz arm.
Wer sich unter die Kleie mischt, den fressen die Säue.
Sprichw.Wer sich in schlechte Gesellschaft begibt, trägt die Folgen mit.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Man sieht sich immer zweimal im Leben. In der Partnerschaft entscheidet nicht das Thema, sondern der Ton. Höflichkeit kostet nichts und bringt viel.
Wer sich verstellt, hält es nicht lange durch.
Sprichw.Eine angenommene Rolle lässt sich auf Dauer nicht halten.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem Satz, die Wahrheit komme ans Licht.
Themen: LügenEhrlichkeitZeit
Siehe auch: Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge. Schneller Erfolg hält am kürzesten. Nichts ist so beständig wie der Wandel.
Wer sich zu klein macht, wird übersehen.
Sprichw.Übertriebene Zurückhaltung wird nicht als Tugend erkannt, sondern als Bedeutungslosigkeit.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem älteren Spottvers über die Bescheidenheit als Zier.
Themen: BescheidenheitHochmutErfolg
Siehe auch: Große Menschen machen wenig Aufhebens. Wer leise auftritt, wird länger gehört. Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten.
Wer sich zum Schaf macht, den fressen die Wölfe.
Sprichw.Wer sich alles gefallen lässt, wird ausgenutzt.
Herkunft: Die Formel ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt und findet sich in ähnlicher Form in mehreren europäischen Sprachen.