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Sprichwörter mit W, Seite 9
424 Einträge mit Bedeutung · Seite 9 von 15
Wer nicht hinschaut, tritt daneben.
Sprichw.Unaufmerksamkeit ist die häufigste Ursache vermeidbarer Fehler.
Herkunft: Eine Arbeitsschutzformel des 20. Jahrhunderts.
Themen: LeichtsinnVorsichtArbeit
Siehe auch: Leichtfertig begonnen ist halb verloren. Zweimal messen, einmal schneiden. Wer krumm anfängt, wird nie gerade fertig.
Wer nicht hören will, muss fühlen.
Sprichw.Wer Ratschläge und Warnungen ausschlägt, muss die unangenehmen Folgen selbst tragen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Der Satz stammt aus der Erziehungspraxis und rechtfertigte die körperliche Züchtigung.
Themen: ErfahrungKinderKlugheit und Dummheit
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Wie man sich bettet, so liegt man. Wer nicht auf den Körper hört, muss auf den Arzt hören. Wer einmal betrogen wurde, misstraut auch dem Ehrlichen.
Wer nicht lernt, verlernt.
Sprichw.Kenntnisse gehen verloren, wenn man sie nicht auffrischt.
Herkunft: Eine Formel aus der Bildungssprache des 20. Jahrhunderts, ohne älteren Beleg.
Siehe auch: Wer nicht geht, verlernt das Gehen. Es lernt sich nichts von selbst. Fleiß schlägt Begabung, wenn Begabung nicht fleißig ist.
Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang.
Sprichw.Alter Trinkspruch, der die einfachen Freuden des Lebens verteidigt.
Herkunft: Der Vers wird traditionell Martin Luther zugeschrieben, ist in seinen Schriften jedoch nicht nachweisbar; belegt ist er erst im 18. Jahrhundert.
QuelleLuther
Siehe auch: Wer schnell trinkt, schmeckt nichts.
Wer nicht loslassen kann, kommt nicht an.
Sprichw.Wer am Vergangenen festhält, kann sich auf Neues nicht einlassen.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Beratungsliteratur.
Themen: AbschiedVeränderungNeuanfang
Siehe auch: Was vorbei ist, ist vorbei. Wer immer zurückschaut, stolpert nach vorn. Was gewesen ist, kommt nicht wieder.
Wer nicht schlafen kann, hat meist zu viel gedacht.
Sprichw.Schlaflosigkeit ist häufiger eine Folge des Nachdenkens als der Umstände.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Themen: SchlafAngstKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Wer vertraut, schläft besser. Im Schlaf sind alle Menschen gleich. Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen.
Wer nicht vorwärtsgeht, der kommt zurücke.
Sprichw.Wer sich nicht weiterentwickelt, verliert gegenüber anderen an Boden.
Johann Wolfgang von GoetheDichter und Naturforscher, 1749 bis 1832
Herkunft: Der Vers stammt von Johann Wolfgang von Goethe und ist in dieser Form aus seinen Sprüchen überliefert.
Themen: ZukunftFleißVeränderung
QuelleGoethe
Siehe auch: Stillstand ist Rückschritt. Wer rastet, der rostet. Wer nur verwaltet, gestaltet nichts.
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Sprichw.Ohne ein gewisses Risiko einzugehen, kommt man zu keinem Gewinn.
Herkunft: Die Formel übersetzt das lateinische „qui audet adipiscitur“ und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Auch: Wer wagt, gewinnt.
Themen: MutErfolgLeichtsinnNeuanfang
Siehe auch: Wer wagt, verliert manchmal. Wer nicht wagt, verliert immer. Wer nie verliert, hat nie gespielt. Wer nichts riskiert, lebt länger und langweiliger.
Wer nicht warten kann, verdirbt die Ernte.
Sprichw.Zu früh geerntet ist verloren, gleichgültig wie gut es gewachsen ist.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsregel des 19. Jahrhunderts.
Themen: GeduldLandwirtschaftMisserfolg
Siehe auch: Wer schnell trinkt, schmeckt nichts. Was schnell wächst, hält nicht lange. Ungeduld verdirbt das Werk.
Wer nichts anfängt, bringt nichts zu Ende.
Sprichw.Ohne Anfang gibt es auch keinen Abschluss, über den man klagen könnte.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Themen: FaulheitNeuanfangArbeit
Siehe auch: Wer neu anfangen will, muss zuerst aufhören. Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen. Wer zu lange plant, fängt nie an.
Wer nichts ausgibt, hat auch nichts erlebt.
Sprichw.Wer nur zurücklegt, bekommt für sein Geld auch nichts.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer lebt, muss Abschied nehmen lernen.
Wer nichts fürchtet, ist nicht mutig, sondern unwissend.
Sprichw.Mut setzt voraus, dass man die Gefahr erkennt.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Aristoteles, der Tapferkeit als Mitte zwischen Furcht und Tollkühnheit beschreibt.
Themen: AngstMutKlugheit und Dummheit
QuelleAristoteles
Siehe auch: Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst. Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern das Handeln trotz Angst. Wissen ist nicht Weisheit.
Wer nichts gibt, dem wird nichts gegeben.
Sprichw.Wer sich verschließt, muss auch selbst mit Zurückhaltung rechnen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 17. Jahrhunderts belegt.
Themen: GroßzügigkeitGeizNachbarn
Siehe auch: Wer hilft, ohne zu fragen, hilft am meisten. Wer gern gibt, dem gibt man gern. Wohltun trägt Zinsen.
Wer nichts hat, den beneidet auch niemand.
Sprichw.Missgunst richtet sich nur gegen den, der etwas vorzuweisen hat.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits bei den antiken Moralisten und ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert geläufig.
Siehe auch: Der Neidische magert an fremdem Fett. Wer viel verschenkt, muss wenig bewachen. Wer viel hat, hat viel zu verlieren.
Wer nichts hat, kann nichts sparen.
Sprichw.Nüchterne Feststellung gegen den Ratschlag, man müsse nur sparsam sein.
Herkunft: Eine volkstümliche Gegenrede zu den Sparsprüchen des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer nichts übrig hat, kann nichts zurücklegen. Wer sparen will, muss zuerst rechnen. Wer nichts zurücklegt, lebt von der Hand in den Mund.
Wer nichts hat, kann nichts verlieren.
Sprichw.Wer keinen Besitz zu schützen hat, muss auch nicht um ihn bangen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 17. Jahrhunderts belegt.
Siehe auch: Wer viel verschenkt, muss wenig bewachen. Wer viel hat, hat viel zu verlieren. Wer nichts hat, den beneidet auch niemand.
Wer nichts macht, macht auch nichts falsch.
Sprichw.Spöttische Feststellung über Menschen, die Verantwortung meiden, um sich nichts vorwerfen lassen zu müssen.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts aus der Arbeitswelt, meist ironisch gegen übermäßige Vorsicht gerichtet.
Themen: MisserfolgFaulheitMut
Siehe auch: Wer schläft, sündigt nicht. Wer die Arbeit kennt und sich nicht drückt, der ist verrückt. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
Wer nichts riskiert, lebt länger und langweiliger.
Sprichw.Scherzhafte Abwägung zwischen Sicherheit und Erlebnis.
Herkunft: Eine umgangssprachliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Themen: LeichtsinnMutLeben
Siehe auch: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wer wagt, verliert manchmal. Wer nicht wagt, verliert immer. Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.
Wer nichts tut, hat nie Zeit.
Sprichw.Gerade die Untätigen berufen sich am häufigsten auf Zeitmangel.
Herkunft: Eine volkstümliche Beobachtung des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Faulheit ist die Mutter aller Ausreden. Wer schläft, sündigt nicht. Faulheit und Armut sind Nachbarn.
Wer nichts übrig hat, kann nichts zurücklegen.
Sprichw.Sparen setzt einen Überschuss voraus, den nicht jeder hat.
Herkunft: Eine volkstümliche Gegenrede zu den Sparsprüchen des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer nichts zurücklegt, lebt von der Hand in den Mund. Wer nichts hat, kann nichts sparen. Spare in der Zeit, so hast du in der Not.
Wer nichts verändert, verliert auch.
Sprichw.Der Verzicht auf Veränderung ist keine sichere Wahl, sondern eine andere Form des Risikos.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Wirtschaftssprache.
Themen: VeränderungNeuanfangMisserfolg
Siehe auch: Wer wagt, verliert manchmal. Wer nicht wagt, verliert immer. Wer nur verwaltet, gestaltet nichts. Wer nie verliert, hat nie gespielt.
Wer nichts zu verbergen hat, muss sich nichts merken.
Sprichw.Aufrichtigkeit ist die bequemere Lebensform.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem Satz, ein Lügner brauche ein gutes Gedächtnis.
Themen: EhrlichkeitLügenKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Wer lügt, braucht ein gutes Gedächtnis. Die Wahrheit braucht keine Zeugen. Wer zweimal nachdenkt, muss nur einmal handeln.
Wer nichts zu verlieren hat, fürchtet nichts.
Sprichw.Wer keinen Besitz zu schützen hat, geht auch keine Rücksicht ein.
Herkunft: Der Gedanke ist in der antiken Literatur verbreitet, unter anderem bei Juvenal, der schreibt, der Reisende mit leeren Taschen singe vor dem Räuber.
QuelleJuvenal
Siehe auch: Wer wagt, verliert manchmal. Wer nicht wagt, verliert immer. Wer nie verliert, hat nie gespielt. Wer nichts riskiert, lebt länger und langweiliger.
Wer nichts zurücklegt, lebt von der Hand in den Mund.
Sprichw.Ohne Rücklage ist jede Störung sofort eine Krise.
Herkunft: Die Wendung von der Hand in den Mund ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Wer nichts übrig hat, kann nichts zurücklegen. Wer nichts hat, kann nichts sparen. Sparen heißt heute verzichten, um morgen zu können.
Wer nie gescheitert ist, hat nie etwas versucht.
Sprichw.Ein makelloser Lebenslauf spricht eher für Vorsicht als für Können.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem Gedanken, wer nie verliere, habe nie gespielt.
Themen: MisserfolgMutErfolg
Siehe auch: Wer nie verliert, hat nie gespielt. Wer lebt, macht Fehler; wer keine macht, lebt nicht. Jeder Anfang ist ein Versuch.
Wer nie Nein sagt, hat bald keine Zeit mehr für Ja.
Sprichw.Wer alles zusagt, kommt zu dem, was ihm wichtig ist, nicht mehr.
Herkunft: Eine Formel aus der Arbeitsorganisation des 20. Jahrhunderts.
Themen: LeichtsinnArbeitZeit
Wer nie verliert, hat nie gespielt.
Sprichw.Ohne die Möglichkeit zu scheitern gibt es auch keinen Gewinn.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus dem Sportumfeld, ohne älteren Beleg.
Themen: MutMisserfolgErfolg
Siehe auch: Wer wagt, verliert manchmal. Wer nicht wagt, verliert immer. Wer nie gescheitert ist, hat nie etwas versucht. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Wer niemandem etwas gönnt, hat selbst am wenigsten.
Sprichw.Wer anderen den Erfolg missgönnt, verdirbt sich den eigenen.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem älteren Satz, der Neid frisse seinen Herrn.
Siehe auch: Wer vergleicht, verliert. Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat. Der Neid ist des Glückes Schatten.
Wer niemandem traut, dem traut auch niemand.
Sprichw.Misstrauen fällt auf denjenigen zurück, der es aussendet.
Herkunft: In deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt. Der Satz beschreibt das Misstrauen als sich selbst erfüllende Erwartung.
Themen: VertrauenFreundschaftStreit
Siehe auch: Wer vertraut, dem wird vertraut. Wie du mir, so ich dir. Wer vertraut, schläft besser.
Wer noch Eltern hat, weiß nicht, was er hat.
Sprichw.Der Wert der Eltern wird meist erst nach ihrem Tod erkannt.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Themen: ElternFamilieDankbarkeit
Siehe auch: Man weiß erst, was man hatte, wenn man es verloren hat. Die Gesundheit merkt man erst, wenn sie fehlt. Man erkennt das Glück erst am Geräusch seines Fortgehens.