A–Z-Verzeichnis
Sprichwörter mit W, Seite 7
424 Einträge mit Bedeutung · Seite 7 von 15
Wer im Kleinen nicht spart, spart im Großen vergebens.
Sprichw.Wer die alltäglichen Ausgaben nicht im Blick hat, dem nützt der einmalige Verzicht nichts.
Herkunft: Eine Formel aus der Sparkassenliteratur des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer sparen will, muss zuerst rechnen. Wer nichts hat, kann nichts sparen. Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.
Wer im Sommer nicht sammelt, muss im Winter darben.
Sprichw.Wer die günstige Zeit ungenutzt lässt, hat später nichts.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament (Sprüche 10,5).
Themen: FleißSparenJahreszeitenLandwirtschaft
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer im Herbst nicht pflügt, hat im Frühjahr doppelte Arbeit. Ist der Mai kühl und nass, füllt's dem Bauern Scheun und Fass. Im Winter zeigt sich, wer Holz gemacht hat.
Wer im Unglück lacht, hat es halb überwunden.
Sprichw.Humor nimmt der Not einen Teil ihrer Wirkung.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem Satz vom Humor als Haltung.
Siehe auch: Im Unglück zeigt sich der Charakter. Veränderung beginnt im Kopf. Nicht das Schicksal entscheidet, sondern der Umgang damit.
Wer immer dasselbe tut, darf kein anderes Ergebnis erwarten.
Sprichw.Ohne Änderung des Vorgehens ändert sich auch das Ergebnis nicht.
Herkunft: Der Ausspruch wird gern Albert Einstein zugeschrieben; nachweisbar ist die Formulierung erst in amerikanischer Ratgeberliteratur der 1980er Jahre.
Themen: VeränderungMisserfolgKlugheit und Dummheit
QuelleEinstein
Siehe auch: Wissen ist nicht dasselbe wie Verstehen. Wer alle Antworten kennt, hat die Fragen nicht verstanden. Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.
Wer immer fragt, ob er geliebt wird, glaubt es ohnehin nicht.
Sprichw.Die ständige Rückversicherung ersetzt kein Vertrauen, sie zeigt nur, dass keines da ist.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Paarberatung.
Themen: EifersuchtLiebeVertrauen
Siehe auch: Wer eifersüchtig ist, traut vor allem sich selbst nicht. Eifersucht ist die Furcht vor dem Vergleich.
Wer immer kontrolliert, wird immer etwas finden.
Sprichw.Wer lange genug sucht, deutet am Ende auch Harmloses als Beweis.
Herkunft: Eine Formel aus der Paarberatung des 20. Jahrhunderts.
Themen: EifersuchtVertrauenMisserfolg
Siehe auch: Wer sucht, findet auch, was nicht da ist. Eifersucht braucht keinen Grund, nur einen Anlass. Die Eifersucht braucht keine Beweise, sie hat Vermutungen.
Wer immer zurückschaut, stolpert nach vorn.
Sprichw.Wer an Vergangenem hängt, versäumt, was vor ihm liegt.
Herkunft: Eine jüngere Formel ohne belegbaren Ursprung.
Themen: NeuanfangVergangenheitZukunft
Siehe auch: Was vorbei ist, ist vorbei. Wer nicht vorwärtsgeht, der kommt zurücke. Wer nicht loslassen kann, kommt nicht an.
Wer in den Topf des Nachbarn schaut, versalzt den eigenen.
Sprichw.Wer ständig vergleicht, vernachlässigt die eigene Sache.
Herkunft: Eine volkstümliche Bildformel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Der Neid sieht nur den fremden Garten. Beim Nachbarn ist das Gras immer grüner. Wer vergleicht, verliert.
Wer in der Ehe recht behalten will, verliert.
Sprichw.Der gewonnene Streit kostet mehr, als er einbringt.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Themen: EheStreitPartnerschaft
Siehe auch: Zur Ehe gehören zwei, zum Streit auch. Wo Liebe ist, da ist auch Streit. Nicht der erste Streit entscheidet, sondern die erste Versöhnung.
Wer in der Ehe schweigt, spart sich nichts.
Sprichw.Nicht ausgesprochene Vorwürfe verschwinden nicht, sie sammeln sich.
Herkunft: Eine Formel aus der Paarberatung des 20. Jahrhunderts.
Themen: EheStreitEhrlichkeit
Siehe auch: Zur Ehe gehören zwei, zum Streit auch. Wo Liebe ist, da ist auch Streit. Wer in der Ehe recht behalten will, verliert.
Wer in der Jugend nicht spart, muss im Alter darben.
Sprichw.Wer früh nichts zurücklegt, hat später nichts.
Herkunft: Ein Merkvers aus der Sparkassenbewegung des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer früh sparen lernt, braucht es später nicht. In der Jugend legt man den Grundstein für das Alter. Wer nichts übrig hat, kann nichts zurücklegen.
Wer in der Jugend nichts wagt, hat im Alter nichts zu erzählen.
Sprichw.Was man später erzählen kann, entsteht in den Jahren, in denen man etwas riskiert.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Siehe auch: Wer nie gescheitert ist, hat nie etwas versucht. Wer alt wird, hat mehr gesehen, nicht mehr verstanden. Man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu.
Wer in der Schule schläft, wacht im Leben auf.
Sprichw.Spottvers über den, der die leichte Gelegenheit zum Lernen verpasst und später umso mehr Mühe hat.
Herkunft: Ein Schülerspruch des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer trinkt, um zu vergessen, soll vorher bezahlen. Graue Haare machen noch keinen Weisen. Ein Narr kann mehr fragen, als sieben Weise beantworten können.
Wer in Ehren alt wird, hat mehr erreicht als der, der reich stirbt.
Sprichw.Ein tadelloser Ruf wiegt am Lebensende schwerer als Vermögen.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 18. Jahrhunderts belegt.
Themen: AlterEhrlichkeitReichtum
Siehe auch: Im Handel ist der Ruf das Kapital. Im Alter zählt nicht, was man hatte, sondern was man getan hat. Ein guter Name ist besser als Reichtum.
Wer jeden Pfennig dreimal umdreht, verpasst das Geschäft.
Sprichw.Übertriebene Sparsamkeit kostet mehr, als sie einbringt.
Herkunft: Eine Kaufmannsformel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer lange feilscht, verliert den Kauf.
Wer jeden Tag einen Stein setzt, hat am Ende eine Mauer.
Sprichw.Beharrlichkeit bringt zustande, was der einzelne Kraftakt nicht schafft.
Herkunft: Eine Handwerksformel, verwandt mit dem Bild vom stetigen Tropfen, der den Stein höhlt.
Siehe auch: Wer täglich ein wenig tut, schafft mehr als der, der einmal viel tut. Schneller Erfolg hält am kürzesten. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Wer jeden Vorteil sucht, findet keinen Partner.
Sprichw.Wer bei jedem Geschäft das Maximum herausholt, hat beim nächsten niemanden mehr.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel des 20. Jahrhunderts.
Themen: GeizHandelFreundschaft
Siehe auch: Geiz verdirbt die Freundschaft. Jeder ist sich selbst der Nächste.
Wer jung heiratet, wächst zusammen; wer alt heiratet, muss sich einigen.
Sprichw.Der Zeitpunkt entscheidet darüber, wie die Verbindung entsteht.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Die Jugend ist die Zeit, Weisheit zu lernen, das Alter die Zeit, sie anzuwenden. Die Jugend hat die Kraft, das Alter die Übersicht.
Wer jung ist, darf Fehler machen; wer alt ist, muss sie erklären.
Sprichw.Was in jungen Jahren als Lernschritt gilt, wird später als Versäumnis gewertet.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: JugendAlterMisserfolg
Siehe auch: Kleine Kinder, kleine Sorgen; große Kinder, große Sorgen. Jugend muss sich austoben. Irren ist menschlich.
Wer Kinder erzieht, erzieht sich selbst mit.
Sprichw.Wer andere prägen will, muss zuerst an sich arbeiten.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei mehreren Pädagogen des 19. Jahrhunderts, unter anderem bei Friedrich Fröbel.
QuelleFröbel
Siehe auch: Kinder lernen nicht, was man ihnen sagt, sondern was sie sehen. Eltern sind die ersten Lehrer und die letzten Richter. Eltern können nur weitergeben, was sie selbst gelernt haben.
Wer Kinder erzieht, pflanzt Bäume, in deren Schatten er nicht sitzt.
Sprichw.Erziehung wirkt in eine Zeit hinein, die der Erziehende nicht mehr erlebt.
Herkunft: Das Bild vom Baumpflanzen für spätere Generationen stammt aus einer Fabel des römischen Dichters Caecilius Statius, überliefert bei Cicero.
QuelleCaecilius Statius, Cicero
Siehe auch: Wer sein Kind liebt, der züchtigt es. Wer Kinder schlägt, hat die Argumente verloren. Wer Kinder hat, lernt Geduld oder verliert sie.
Wer Kinder hat, hat Sorgen, wer keine hat, erst recht.
Sprichw.Scherzhafte Feststellung, dass beides seine Last hat.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Das Alter ist eine Last, aber die Alternative ist schlechter.
Wer Kinder hat, lernt Geduld oder verliert sie.
Sprichw.Die Erziehung schult die Nerven oder ruiniert sie.
Herkunft: Eine umgangssprachliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer sein Kind liebt, der züchtigt es. Wer Kinder schlägt, hat die Argumente verloren. Wer Kinder erzieht, pflanzt Bäume, in deren Schatten er nicht sitzt.
Wer Kinder schlägt, hat die Argumente verloren.
Sprichw.Körperliche Gewalt in der Erziehung ist kein Mittel, sondern das Eingeständnis, keines mehr zu haben.
Herkunft: Eine Formel aus der pädagogischen Diskussion des 20. Jahrhunderts, die dem alten Satz vom Züchtigen ausdrücklich widerspricht.
Siehe auch: Wer sein Kind liebt, der züchtigt es. Wer Kinder hat, lernt Geduld oder verliert sie. Wer Kinder erzieht, pflanzt Bäume, in deren Schatten er nicht sitzt.
Wer krumm anfängt, wird nie gerade fertig.
Sprichw.Ein Fehler am Beginn lässt sich später nicht mehr ausgleichen.
Herkunft: Eine Handwerksregel, im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt.
Themen: HandwerkArbeitVorsicht
Siehe auch: Zweimal messen, einmal schneiden. Wer nicht hinschaut, tritt daneben. Ungeduld verdirbt das Werk.
Wer lange feilscht, verliert den Kauf.
Sprichw.Wer zu lange um den Preis streitet, dem kommt ein anderer zuvor.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Im Handel ist Geduld ein Zahlungsmittel. Wo ein Trog ist, kommen die Schweine. Wer jeden Pfennig dreimal umdreht, verpasst das Geschäft.
Wer lange lebt, sieht alles zweimal.
Sprichw.Wer alt genug wird, erlebt dieselben Entwicklungen ein zweites Mal.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Themen: AlterVergangenheitErfahrung
Siehe auch: Übung macht den Meister. Wer die Vergangenheit vergisst, verliert die Zukunft. Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen.
Wer lange schläft, den Tag verschläft.
Sprichw.Wer den Morgen verschläft, verliert den nützlichsten Teil des Tages.
Herkunft: Ein Reimspruch aus der Schul- und Erziehungsliteratur, verwandt mit dem Satz von der Morgenstunde.
Siehe auch: Wer nicht aufsteht, versäumt den Tag. Morgenstund hat Gold im Mund. Wo nichts wächst, hat vorher jemand nichts gesät.
Wer lebt, macht Fehler; wer keine macht, lebt nicht.
Sprichw.Fehlerfreiheit ist kein Zeichen von Können, sondern von Untätigkeit.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem Satz, wer nie scheitert, habe nichts versucht.
Themen: LebenMisserfolgMut
Siehe auch: Wer nie verliert, hat nie gespielt. Wer nie gescheitert ist, hat nie etwas versucht. Jeder Anfang ist ein Versuch.
Wer lebt, muss Abschied nehmen lernen.
Sprichw.Verluste gehören zum Leben und wollen geübt sein.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Trauerbegleitung.
Siehe auch: Abschiednehmen heißt ein wenig sterben. Wer nichts ausgibt, hat auch nichts erlebt. Man weiß erst, was man hatte, wenn man es verloren hat.