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Sprichwörter mit W, Seite 6
424 Einträge mit Bedeutung · Seite 6 von 15
Wer früh sparen lernt, braucht es später nicht.
Sprichw.Die früh eingeübte Zurückhaltung erspart den späteren Zwang dazu.
Herkunft: Eine Formel aus der Sparkassenerziehung des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer nichts übrig hat, kann nichts zurücklegen. Wer in der Jugend nicht spart, muss im Alter darben. Spare in der Zeit, so hast du in der Not.
Wer für Noten lernt, vergisst nach der Prüfung.
Sprichw.Wissen, das nur dem Abschluss dient, bleibt nicht.
Herkunft: Eine Formel aus der Bildungsdiskussion des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer auswendig lernt, weiß nichts, er kann nur aufsagen. Was man versteht, vergisst man nicht.
Wer gehen will, den soll man nicht halten.
Sprichw.Ein Mensch, der sich entschieden hat, lässt sich ohnehin nicht umstimmen.
Herkunft: Eine jüngere Formel des 20. Jahrhunderts, gebildet aus der älteren Gastregel, man solle niemanden am Gehen hindern.
Themen: AbschiedFreundschaftPartnerschaft
Siehe auch: Wer sich richtig verabschiedet, kann wiederkommen. Wer geht, nimmt mehr mit als sein Gepäck. Wer geht, lässt immer etwas zurück.
Wer geht, lässt immer etwas zurück.
Sprichw.Jeder Aufbruch hinterlässt eine Lücke, auch beim Gehenden selbst.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem älteren Gedanken vom Abschied als kleinem Sterben.
Themen: AbschiedVergangenheitFreundschaft
Siehe auch: Wer geht, nimmt mehr mit als sein Gepäck. Man geht nie ganz, man geht nur weiter. Jeder Abschied ist eine Probe darauf, was bleibt.
Wer geht, nimmt mehr mit als sein Gepäck.
Sprichw.Beim Aufbruch bleibt nicht nur etwas zurück, es geht auch etwas mit.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: AbschiedVergangenheitFreundschaft
Siehe auch: Man geht nie ganz, man geht nur weiter. Wer geht, lässt immer etwas zurück. Jeder Abschied ist eine Probe darauf, was bleibt.
Wer Geld liebt, wird Geldes nimmer satt.
Sprichw.Vermögen weckt das Verlangen nach mehr, statt es zu stillen.
Herkunft: Aus dem Buch Prediger im Alten Testament (Prediger 5,9).
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Dem Geizigen ist nie genug. Wer viel hat, will noch mehr. Der Geiz hat nie genug und der Neid nie Ruhe.
Wer Geld verleiht, verliert es oder den Freund.
Sprichw.Ein Darlehen unter Freunden endet meist mit einem Verlust, so oder so.
Herkunft: In deutschen Sprichwortsammlungen des 18. Jahrhunderts belegt.
Themen: GeldFreundschaftVertrauen
Siehe auch: Vertrauen ist eine Vorleistung. Man soll nicht alle Eier in einen Korb legen. Leichtsinn ist teurer als Vorsicht.
Wer genug hat, ist reich.
Sprichw.Reichtum bemisst sich am Verhältnis von Besitz und Bedürfnis.
Herkunft: Der Gedanke gehört zur epikureischen Lebenslehre und findet sich in Epikurs Brief an Menoikeus.
Themen: GlückReichtumBescheidenheit
QuelleEpikur
Siehe auch: Der Reichste ist nicht der mit dem meisten Geld, sondern der mit den wenigsten Wünschen. Wer viel gibt, braucht selbst am wenigsten. Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht.
Wer gern gibt, dem gibt man gern.
Sprichw.Wer sich großzügig zeigt, erfährt auch selbst Großzügigkeit.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Lukasevangelium, wonach mit demselben Maß gemessen werde, mit dem man selbst misst.
Themen: GroßzügigkeitDankbarkeitNachbarn
Siehe auch: Wer nichts gibt, dem wird nichts gegeben. Wer gibt, wird nicht ärmer. Wer gibt, soll schweigen; wer nimmt, soll reden.
Wer gern reist, hat auch gern ein Zuhause.
Sprichw.Beides bedingt einander: Der Aufbruch setzt einen Ort voraus, zu dem man zurückkehrt.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: ReisenHaus und HeimatGlück
Siehe auch: Die schönste Reise ist die Heimreise. Wer die Welt sehen will, muss die Tür hinter sich zumachen. Ost, West, zu Hause best.
Wer gibt, macht sich frei.
Sprichw.Wer teilt, löst sich zugleich von der Sorge um den Besitz.
Herkunft: Der Gedanke gehört zur stoischen und zur christlichen Besitzlehre und findet sich bei Seneca.
Themen: GroßzügigkeitReichtumBescheidenheit
QuelleSeneca
Siehe auch: Wer viel gibt, braucht selbst am wenigsten. Wer viel verschenkt, muss wenig bewachen. Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten.
Wer gibt, soll schweigen; wer nimmt, soll reden.
Sprichw.Der Gebende soll nicht davon sprechen, der Empfangende schon.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Seneca in seiner Schrift über die Wohltaten.
Themen: GroßzügigkeitDankbarkeitBescheidenheit
QuelleSeneca
Siehe auch: Wer viel gibt, braucht selbst am wenigsten. Wer gibt, wird nicht ärmer. Wer gibt, macht sich frei.
Wer gibt, wird nicht ärmer.
Sprichw.Großzügigkeit mindert das Vermögen weniger, als man befürchtet.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament (Sprüche 11,24).
Themen: GroßzügigkeitReichtumDankbarkeit
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Was man verschenkt, hat man behalten. Die gebende Hand wird nicht leer. Wohltun trägt Zinsen.
Wer Glück erwartet, wird enttäuscht; wer es bemerkt, hat es.
Sprichw.Zufriedenheit entsteht nicht durch Anspruch, sondern durch Aufmerksamkeit.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Zufriedenheitsforschung.
Themen: GlückDankbarkeitErfahrung
Siehe auch: Es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Erwartungen. Die Furcht vor dem Übel ist schlimmer als das Übel selbst.
Wer gut gelernt hat, schläft vor der Prüfung.
Sprichw.Gute Vorbereitung zeigt sich daran, dass die Aufregung ausbleibt.
Herkunft: Eine Schülerformel des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer bereit ist, fürchtet sich weniger. Wer sein Haus bestellt, schläft ruhig. Wer etwas zurückgelegt hat, schläft ruhiger.
Wer gut kocht, hat immer Gäste.
Sprichw.Gutes Essen zieht Menschen an, ohne dass man sie einladen müsste.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Themen: EssenNachbarnFreundschaft
Siehe auch: Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder. Beim Geizigen isst man satt an der Einladung.
Wer gut schläft, lebt gut.
Sprichw.Erholsamer Schlaf ist die Grundlage für alles Übrige.
Herkunft: Eine volkstümliche Gesundheitsregel, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Themen: SchlafGesundheitLeben
Siehe auch: Wie die Nacht, so der Tag. Der Schlaf vor Mitternacht ist der beste. Wer abends zur Ruhe kommt, steht morgens auf.
Wer hat, dem wird gegeben.
Sprichw.Wer schon viel besitzt, bekommt am leichtesten noch mehr dazu.
Herkunft: Der Satz stammt aus dem Neuen Testament (Matthäus 25,29) und wird heute meist gesellschaftskritisch gebraucht.
Themen: ReichtumGeldRecht und Gerechtigkeit
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Die kleinen Diebe hängt man, die großen lässt man laufen. Das Recht ist für alle da, aber nicht für alle gleich erreichbar.
Wer heiratet, heiratet die Familie mit.
Sprichw.Eine Verbindung schließt immer auch die Angehörigen des anderen ein.
Herkunft: Eine volkstümliche Erfahrungsformel des 20. Jahrhunderts.
Themen: EheFamiliePartnerschaft
Siehe auch: Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden. Wer heiratet, wagt mehr als der, der auszieht. Zwei, die sich brauchen, sind noch kein Paar.
Wer heiratet, tut gut; wer ledig bleibt, tut besser.
Sprichw.Alte, spöttisch gemeinte Abwägung zwischen Ehe und Ledigenstand.
Herkunft: Anspielung auf eine Aussage des Apostels Paulus im ersten Korintherbrief (1. Korinther 7,38), die in der Volksüberlieferung ihren belehrenden Ton verloren hat.
Themen: EhePartnerschaftLeben
QuelleNeues Testament
Siehe auch: Ehen werden im Himmel geschlossen.
Wer heiratet, wagt mehr als der, der auszieht.
Sprichw.Die dauerhafte Bindung verlangt mehr Mut als der Aufbruch ins Ungewisse.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: EheMutPartnerschaft
Siehe auch: Wer heiratet, heiratet die Familie mit. Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden. Zwei, die sich brauchen, sind noch kein Paar.
Wer heute nichts tut, hat morgen doppelt zu tun.
Sprichw.Aufgeschobene Arbeit verschwindet nicht, sie sammelt sich.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Die Arbeit läuft nicht davon. Wer sich drückt, wird gedrückt. Wer den Tag verschläft, klagt über die Nacht.
Wer heute spart, hat morgen die Wahl.
Sprichw.Rücklagen verschaffen nicht Reichtum, sondern Handlungsspielraum.
Herkunft: Eine Formel aus der Finanzberatung des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Sparen ohne Ziel ist auch nur Horten. Spare in der Zeit, so hast du in der Not.
Wer hilft, ohne zu fragen, hilft am meisten.
Sprichw.Die wirksamste Hilfe kommt, bevor man darum bitten muss.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: GroßzügigkeitFreundschaftNachbarn
Siehe auch: Wer nichts gibt, dem wird nichts gegeben. Wer nicht danken kann, dem hilft man nicht zweimal. Man braucht den Nachbarn erst, wenn es brennt.
Wer hoch steigt, fällt tief.
Sprichw.Je größer der Aufstieg, desto härter der Sturz.
Herkunft: Der Gedanke ist in der antiken Literatur verbreitet, unter anderem bei Horaz, und im Mittelalter durch das Motiv des Glücksrads bildlich geworden.
Themen: HochmutMisserfolgMacht
QuelleHoraz
Siehe auch: Wer oben sitzt, vergisst leicht, wie der Weg nach oben war. Wer hoch zu Ross sitzt, fällt tief. Wer die Leiter hochsteigt, sollte sie nicht wegstoßen.
Wer hoch zu Ross sitzt, fällt tief.
Sprichw.Je größer die Überheblichkeit, desto härter der Sturz.
Herkunft: Eine Bildformel, die auf die Redewendung vom hohen Ross zurückgeht und in deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts belegt ist.
Themen: HochmutMisserfolgTiere
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Hochmut kommt vor dem Fall. Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden. Wer hoch steigt, fällt tief.
Wer im Dunkeln pfeift, hat Angst.
Sprichw.Lautes Auftreten verrät oft die Unsicherheit dahinter.
Herkunft: Die Beobachtung ist alt: Das Pfeifen soll die eigene Furcht übertönen. Als deutsche Redensart seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Siehe auch: Wer viele fürchtet, muss viele fürchten. Wer die Gefahr kennt, fürchtet sie weniger. Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst.
Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen.
Sprichw.Wer selbst angreifbar ist, sollte andere nicht für dieselben Fehler kritisieren.
Herkunft: Eine Lehnübersetzung des englischen Sprichworts, das seit dem 17. Jahrhundert belegt ist. Gemeint war ursprünglich das Gewächshaus, das damals ein Zeichen von Reichtum war.
Siehe auch: Jeder kehre vor seiner eigenen Tür. Ein Esel schilt den anderen Langohr. Wie man's macht, ist es verkehrt.
Wer im Handel lügt, verkauft nur einmal.
Sprichw.Ein erschwindelter Abschluss kostet alle künftigen.
Herkunft: Eine Kaufmannsregel, in deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Themen: HandelLügenEhrlichkeit
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer lügt, der trügt. Lügen haben kurze Beine. Betrug schlägt seinen eigenen Herrn.
Wer im Herbst nicht pflügt, hat im Frühjahr doppelte Arbeit.
Sprichw.Wer die Vorarbeit verschiebt, zahlt später mit Mehraufwand.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsregel, in deutschen Sammlungen des 19. Jahrhunderts belegt.
Themen: LandwirtschaftFleißJahreszeiten
QuelleSammlungen des 19. Jahrhunderts
Siehe auch: Wer im Sommer nicht sammelt, muss im Winter darben. Der Winter ist keine Pause, nur eine andere Arbeit. Ist der Mai kühl und nass, füllt's dem Bauern Scheun und Fass.