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Sprichwörter mit W, Seite 5
424 Einträge mit Bedeutung · Seite 5 von 15
Wer die Nacht durchwacht, verliert den Tag.
Sprichw.Was man nachts gewinnt, fehlt am nächsten Tag doppelt.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Themen: SchlafZeitGesundheit
Siehe auch: Der Schlaf holt sich, was man ihm vorenthält. Wer zu wenig schläft, bezahlt es am Tag. Wer schlecht schläft, sieht die Welt grau.
Wer die Natur beobachtet, braucht keine Uhr.
Sprichw.Der Lauf des Jahres lässt sich an Pflanzen und Tieren ablesen.
Herkunft: Eine bäuerliche Erfahrungsformel, die der phänologischen Kalenderrechnung zugrunde liegt.
Themen: NaturJahreszeitenLandwirtschaft
Siehe auch: Wenn der Tau am Morgen liegt, bleibt das Wetter schön. Dreht der Wind, dreht das Wetter. Der Wald hat Ohren, das Feld hat Augen.
Wer die Tochter haben will, muss die Mutter fragen.
Sprichw.Wer eine Verbindung eingehen will, muss auch die Familie für sich gewinnen.
Herkunft: Ein Brauchtumssprichwort, in deutschen Sammlungen seit dem 18. Jahrhundert belegt.
Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen.
Sprichw.Ohne Kenntnis der Vorgeschichte bleiben gegenwärtige Verhältnisse unerklärlich.
Herkunft: Der Gedanke geht in verschiedenen Fassungen auf die Geschichtsschreibung der Antike zurück und ist im 20. Jahrhundert in dieser knappen Form geläufig geworden.
Themen: VergangenheitWissenLernen
Siehe auch: Wissen veraltet, Denken nicht. Wissen ist Macht. Wer viel liest, weiß viel; wer viel wandert, sieht viel.
Wer die Vergangenheit schönt, hat aus ihr nichts gelernt.
Sprichw.Verklärung verhindert genau die Erkenntnis, die aus Erfahrung entstehen soll.
Herkunft: Eine Formel aus der geschichtspolitischen Diskussion des 20. Jahrhunderts.
Themen: VergangenheitWahrheitLernen
Siehe auch: Wissen ist nicht dasselbe wie Verstehen. Gegen die Wahrheit hilft kein Argument. Die gute alte Zeit war auch nicht besser.
Wer die Vergangenheit vergisst, verliert die Zukunft.
Sprichw.Ohne Erinnerung wiederholen sich dieselben Fehler.
Herkunft: Der Gedanke stammt von George Santayana, der 1905 schrieb, wer sich der Vergangenheit nicht erinnere, sei verurteilt, sie zu wiederholen.
Themen: VergangenheitZukunftWissen
QuelleSantayana
Siehe auch: Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen. Das Vergangene lehrt das Kommende. Wer lange lebt, sieht alles zweimal.
Wer die Wahl hat, hat die Qual.
Sprichw.Eine große Auswahl macht die Entscheidung nicht leichter, sondern schwerer.
Herkunft: Der Reim lebt vom Gleichklang von Wahl und Qual. Die Wendung ist im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt.
Themen: LebenKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Guter Rat kommt über Nacht. Eifersucht ist ein schlechter Ratgeber. Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.
Wer die Wahrheit kennt und sie nicht sagt, ist ein Feigling.
Sprichw.Schweigen aus Bequemlichkeit ist eine eigene Form der Unwahrhaftigkeit.
Herkunft: Der Ausspruch wird Konfuzius zugeschrieben, ohne dass sich eine Stelle nachweisen ließe.
Themen: WahrheitMutEhrlichkeit
QuelleKonfuzius
Siehe auch: Wer die Wahrheit verschweigt, lügt mit. Wissen ohne Gewissen ist der Ruin der Seele. Wer schweigt, stimmt zu.
Wer die Wahrheit liebt, muss sie auch über sich hören.
Sprichw.Der Anspruch auf Wahrhaftigkeit gilt in beide Richtungen.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem antiken Gedanken der Selbsterkenntnis.
Themen: WahrheitBescheidenheitEhrlichkeit
Siehe auch: Die Wahrheit tut weh. Jeder kehre vor seiner eigenen Tür.
Wer die Wahrheit nicht hören will, findet immer einen, der ihm etwas anderes sagt.
Sprichw.Wer sich schonen lassen will, findet dafür stets jemanden.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem älteren Gedanken vom Hofschmeichler.
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.
Sprichw.Wer offen ausspricht, was andere nicht hören wollen, muss mit Ärger rechnen.
Herkunft: Ein Sprichwort aus dem angelsächsischen Raum, im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert verbreitet.
Themen: WahrheitEhrlichkeitMut
Siehe auch: Die Wahrheit ist selten bequem. Trunkener Mund tut Wahrheit kund. Nicht der Fehler ist die Schande, sondern das Vertuschen.
Wer die Wahrheit verschweigt, lügt mit.
Sprichw.Auch das bewusste Weglassen ist eine Form der Täuschung.
Herkunft: Der Gedanke gehört zur Rechtslehre der Aufklärung und findet sich in ähnlicher Form bei Kant.
Themen: LügenWahrheitEhrlichkeit
QuelleKant
Siehe auch: Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge. Wer die Wahrheit kennt und sie nicht sagt, ist ein Feigling. Wer schweigt, stimmt zu.
Wer die Warnung überhört, zahlt das Lehrgeld.
Sprichw.Was man sich hätte sagen lassen können, lernt man teurer selbst.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Themen: LeichtsinnErfahrungMisserfolg
Siehe auch: Nach dem Rausch kommt die Rechnung. Wie man sich bettet, so liegt man. Wer nicht hören will, muss fühlen.
Wer die Welt sehen will, muss die Tür hinter sich zumachen.
Sprichw.Aufbruch verlangt, das Vertraute wirklich zu verlassen.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Themen: ReisenHaus und HeimatMut
Siehe auch: Wer gern reist, hat auch gern ein Zuhause. Wer das Wetter scheut, bleibt zu Hause. Wer weit reisen will, muss leicht packen.
Wer die Zukunft fürchtet, verdirbt die Gegenwart.
Sprichw.Die Sorge um das Kommende nimmt einem das, was gerade ist.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei Seneca, der schreibt, wer alles fürchte, lebe nicht.
QuelleSeneca
Siehe auch: Wer viel verschenkt, muss wenig bewachen. Wer viel hat, hat viel zu verlieren. Wer nur zurückblickt, sieht nicht, wohin er tritt.
Wer die Zukunft plant, plant mit Unbekannten.
Sprichw.Jede Planung arbeitet mit Annahmen, die sich als falsch erweisen können.
Herkunft: Eine Formel aus der Planungslehre des 20. Jahrhunderts.
Themen: ZukunftVorsichtKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Die Zukunft lässt sich nicht vorhersagen, nur vorbereiten. Niemand weiß, was der morgige Tag bringt. Man soll das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist.
Wer Eifersucht sät, erntet Misstrauen.
Sprichw.Ständiges Nachfragen erzeugt genau das Misstrauen, das es aufdecken wollte.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, gebildet nach dem biblischen Muster von Saat und Ernte.
Themen: EifersuchtPartnerschaftVertrauen
Siehe auch: Wer einmal betrogen wurde, misstraut auch dem Ehrlichen. Argwohn ist der Anfang der Eifersucht. Wer vertraut, schläft besser.
Wer eifersüchtig ist, traut vor allem sich selbst nicht.
Sprichw.Hinter dem Misstrauen gegenüber dem anderen steckt oft das Misstrauen gegenüber der eigenen Anziehungskraft.
Herkunft: Eine jüngere Formel aus der Ratgeberliteratur des 20. Jahrhunderts.
Themen: EifersuchtVertrauenLiebe
Siehe auch: Wer immer fragt, ob er geliebt wird, glaubt es ohnehin nicht. Eifersucht ist die Furcht vor dem Vergleich.
Wer eifersüchtig liebt, liebt sich selbst.
Sprichw.Die Sorge gilt dem eigenen Anspruch, nicht dem anderen.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei La Rochefoucauld in seinen „Maximen“.
Themen: EifersuchtLiebeHochmut
QuelleLa Rochefoucauld
Siehe auch: Eifersucht ist mehr Selbstliebe als Liebe. Wer viel hat und wenig zeigt, hat am meisten.
Wer ein Licht teilt, verliert nichts davon.
Sprichw.Manches vermehrt sich, wenn man es weitergibt, statt sich zu verringern.
Herkunft: Das Bild von der Kerze, die eine andere entzündet, ohne selbst schwächer zu werden, ist in der antiken Literatur belegt.
Themen: GroßzügigkeitWissenFreundschaft
Siehe auch: Geteiltes Brot schmeckt besser. Geteiltes Glück ist doppeltes Glück.
Wer einen Freund ohne Fehler sucht, bleibt ohne Freund.
Sprichw.Wer den Maßstab zu hoch legt, findet niemanden.
Herkunft: Der Gedanke findet sich in mehreren europäischen Sprichwortsammlungen seit dem 17. Jahrhundert.
Themen: FreundschaftBescheidenheitErfahrung
QuelleSprichwortsammlungen des 16. Jahrhunderts
Siehe auch: Die Liebe ist blind, die Freundschaft schließt die Augen zu. Irren ist menschlich.
Wer einmal betrogen wurde, misstraut auch dem Ehrlichen.
Sprichw.Ein Vertrauensbruch wirkt über den Einzelfall hinaus.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bereits in einer Fabel Äsops und ist im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Themen: VertrauenLügenErfahrung
QuelleÄsop
Siehe auch: Wer Eifersucht sät, erntet Misstrauen. Leicht versprochen, schwer gehalten. Eine Lüge ist schnell gesagt und lange nicht vergessen.
Wer einmal ehrlich war, dem glaubt man auch das Unangenehme.
Sprichw.Aufrichtigkeit ist ein Vorrat, von dem man später zehrt.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: EhrlichkeitVertrauenWahrheit
Siehe auch: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht. Wer sich rühmt, dem glaubt man nicht. Eine Lüge ist schnell gesagt und lange nicht vergessen.
Wer einmal Glück hatte, rechnet damit beim zweiten Mal.
Sprichw.Ein geglücktes Wagnis verleitet dazu, das nächste zu unterschätzen.
Herkunft: Eine Formel aus der Risikoforschung des 20. Jahrhunderts.
Themen: LeichtsinnGlückErfahrung
Siehe auch: Wer alles auf eine Karte setzt, hat keine zweite. Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Wer nichts riskiert, lebt länger und langweiliger.
Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht.
Sprichw.Ist das Vertrauen einmal beschädigt, wird auch späteren wahren Aussagen misstraut.
Herkunft: In deutschen Sammlungen seit dem 17. Jahrhundert belegt. Der Gedanke findet sich bereits in einer Fabel Äsops vom Hirtenjungen, der zum Spaß vor dem Wolf warnt.
Themen: LügenVertrauenEhrlichkeit
QuelleÄsop
Siehe auch: Wer einmal ehrlich war, dem glaubt man auch das Unangenehme. Eine Lüge ist schnell gesagt und lange nicht vergessen. Wer sich rühmt, dem glaubt man nicht.
Wer Erfolg hat, bekommt recht, nicht umgekehrt.
Sprichw.Das Urteil über eine Entscheidung richtet sich nach ihrem Ausgang.
Herkunft: Eine Formel aus der Entscheidungsforschung des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer selbst nichts erreicht, misst gern die Leistung anderer. Jedes Ding hat zwei Seiten. Die Wahrheit liegt in der Mitte.
Wer etwas zurückgelegt hat, schläft ruhiger.
Sprichw.Die Rücklage wirkt weniger finanziell als seelisch.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wer sein Haus bestellt, schläft ruhig. Wer nichts übrig hat, kann nichts zurücklegen. Wer nichts zurücklegt, lebt von der Hand in den Mund.
Wer festhält, verliert schneller.
Sprichw.Je enger man jemanden bindet, desto eher entzieht er sich.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Beratungsliteratur.
Themen: EifersuchtLiebePartnerschaft
Siehe auch: Eifersucht bewacht, was sie längst verloren hat. Wer bewacht, verliert. Abschiednehmen heißt ein wenig sterben.
Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten. Wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer.
Sprichw.Die kurze Peinlichkeit einer Frage wiegt leichter als dauerhaftes Nichtwissen.
Herkunft: Wird meist als chinesisches Sprichwort zitiert, ohne dass sich eine Quelle nachweisen ließe.
Themen: SchuleLernenKlugheit und Dummheit
Siehe auch: Wer nicht fragt, bleibt dumm. Wer viel fragt, bekommt viel Antwort.
Wer früh anfängt, muss nicht schnell arbeiten.
Sprichw.Ein rechtzeitiger Beginn erspart die Hetze am Ende.
Herkunft: Eine volkstümliche Arbeitsregel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Alles zu seiner Zeit. Wo Ordnung herrscht, kommt Ruhe ein.