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Sprichwörter mit W, Seite 3
424 Einträge mit Bedeutung · Seite 3 von 15
Wer alle Antworten kennt, hat die Fragen nicht verstanden.
Sprichw.Sicherheit in allen Punkten ist ein Zeichen von Oberflächlichkeit.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: SchuleKlugheit und DummheitWissen
Siehe auch: Wissen ist nicht dasselbe wie Verstehen. Wie man fragt, so wird man belehrt. Furcht ist der Anfang der Weisheit.
Wer allein geht, geht schneller; wer zusammen geht, kommt weiter.
Sprichw.Alleingang ist schneller, gemeinsames Vorgehen trägt weiter.
Herkunft: Die Formel wird als afrikanisches Sprichwort zitiert, ohne dass sich eine Quelle nachweisen ließe.
Themen: ZusammenhaltErfolgFreundschaft
Siehe auch: Wer zusammen reist, lernt sich kennen. Wer warten kann, siegt am Ende. Viele Tropfen machen ein Meer.
Wer allein isst, isst schneller und schlechter.
Sprichw.In Gesellschaft wird langsamer und bewusster gegessen.
Herkunft: Eine Beobachtung aus der Ernährungsforschung des 20. Jahrhunderts.
Themen: EssenNachbarnGesundheit
Siehe auch: Wer schnell trinkt, schmeckt nichts. Was man selbst geerntet hat, schmeckt anders.
Wer alles absichern will, kommt zu nichts.
Sprichw.Vollständige Sicherheit gibt es nicht, das Streben danach verhindert das Handeln.
Herkunft: Eine Formel aus der Managementliteratur des 20. Jahrhunderts.
Themen: AngstLeichtsinnMut
Siehe auch: Die Jugend kennt die Grenzen nicht, das Alter kennt sie zu gut.
Wer alles auf eine Karte setzt, hat keine zweite.
Sprichw.Wer keine Rücklage lässt, hat nach dem Fehlschlag nichts mehr.
Herkunft: Das Bild stammt aus dem Kartenspiel und ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt.
Themen: LeichtsinnVorsichtGlück
Siehe auch: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Wer einmal Glück hatte, rechnet damit beim zweiten Mal. Wer aufs Eis geht, muss mit dem Einbrechen rechnen.
Wer alles behalten will, verliert am Ende alles.
Sprichw.Übertriebenes Festhalten kann mehr kosten, als rechtzeitiges Loslassen gebracht hätte.
Herkunft: Der Gedanke findet sich in einer Fabel Äsops vom Hund, der die Beute im Wasserspiegel sieht und darüber die eigene verliert.
QuelleÄsop
Siehe auch: Der Geizige gibt erst im Tod. Wie gewonnen, so zerronnen.
Wer alles glaubt, wird oft betrogen.
Sprichw.Vertrauen ohne Prüfung lädt zum Missbrauch ein.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch Jesus Sirach im Alten Testament (Sirach 19,4).
Themen: VertrauenLügenKlugheit und Dummheit
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer lügt, der trügt. Wer lügt, braucht ein gutes Gedächtnis. Wer im Handel lügt, verkauft nur einmal.
Wer alles kontrolliert, hat nie vertraut.
Sprichw.Lückenlose Überwachung ist das Eingeständnis fehlenden Zutrauens.
Herkunft: Eine Formel aus der Führungsliteratur des 20. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wie der Herr, so's Gescherr. Wer Macht hat, hat Verantwortung. Der Fisch stinkt vom Kopf her.
Wer alles teilt, muss auch das Schweigen teilen können.
Sprichw.Zur Gemeinsamkeit gehört auch, nebeneinander still sein zu können.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: PartnerschaftFreundschaftZusammenhalt
Siehe auch: Gute Freunde kann man auch schweigend ertragen. Ein guter Nachbar ist besser als ein ferner Freund. Zwei Bäume wachsen nebeneinander, nicht ineinander.
Wer alt wird, hat mehr gesehen, nicht mehr verstanden.
Sprichw.Lebensjahre bringen Beobachtungen mit sich, aber nicht zwangsläufig Erkenntnis.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem Satz, graue Haare machten keinen Weisen.
Siehe auch: Wer reist, vergleicht; wer vergleicht, versteht. Wissen ist nicht dasselbe wie Verstehen. Wer viel liest, weiß viel; wer viel wandert, sieht viel.
Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.
Sprichw.Wer anderen schaden will, richtet den Schaden häufig bei sich selbst an.
Herkunft: Der Gedanke findet sich im biblischen Buch der Sprüche (26,27) und im Prediger (10,8).
Themen: NeidStreitRecht und Gerechtigkeit
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Betrug schlägt seinen eigenen Herrn.
Wer Angst vor Fehlern hat, macht nichts.
Sprichw.Die Furcht vor dem Fehler verhindert mehr als der Fehler selbst.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Arbeitswelt.
Themen: AngstMutMisserfolg
Siehe auch: Hoffen ohne Tun ist Träumen.
Wer aufräumt, findet mehr als er sucht.
Sprichw.Beim Ordnen kommt regelmäßig zum Vorschein, was man längst vergessen hatte.
Herkunft: Eine umgangssprachliche Formel des 20. Jahrhunderts.
Themen: OrdnungHaus und HeimatArbeit
Siehe auch: Jede Jahreszeit hat ihre Arbeit.
Wer aufs Eis geht, muss mit dem Einbrechen rechnen.
Sprichw.Wer sich in eine gefährliche Lage begibt, kann sich über die Folgen nicht wundern.
Herkunft: Eine volkstümliche Warnformel, verwandt mit der Redewendung vom dünnen Eis.
Themen: LeichtsinnVorsichtNatur
Siehe auch: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Übermut tut selten gut. Wer alles auf eine Karte setzt, hat keine zweite.
Wer aufs Wetter wartet, sät nie.
Sprichw.Wer auf die vollkommenen Bedingungen wartet, fängt nie an.
Herkunft: Der Gedanke stammt aus dem Buch Prediger im Alten Testament (Prediger 11,4).
Themen: WetterLandwirtschaftMut
QuelleAltes Testament
Siehe auch: Wer zu lange plant, fängt nie an. Wer sich fürchtet, hat schon verloren. Dem Glück muss man nachhelfen.
Wer aus Rücksicht lügt, spart den Schmerz nur auf.
Sprichw.Die schonende Unwahrheit verschiebt die unangenehme Wahrheit nur.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Kommunikationsberatung.
Themen: LügenWahrheitFreundschaft
Wer auswendig lernt, weiß nichts, er kann nur aufsagen.
Sprichw.Reproduktion ist kein Wissen, sondern nur eine Leistung des Gedächtnisses.
Herkunft: Eine Formel aus der Bildungskritik des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Was man versteht, vergisst man nicht. Wer für Noten lernt, vergisst nach der Prüfung. Was man nicht erklären kann, hat man nicht verstanden.
Wer befehlen will, muss gehorchen gelernt haben.
Sprichw.Nur wer die untere Seite kennt, kann von oben vernünftig entscheiden.
Herkunft: Der Gedanke stammt von Aristoteles aus seiner „Politik“.
QuelleAristoteles
Siehe auch: Wie der Herr, so's Gescherr. Wer oben steht, steht allein. Herrschen heißt dienen.
Wer bereit ist, fürchtet sich weniger.
Sprichw.Was geregelt ist, verliert einen Teil seines Schreckens.
Herkunft: Der Gedanke gehört zur stoischen Todesbetrachtung und findet sich bei Seneca.
QuelleSeneca
Siehe auch: Wer gut gelernt hat, schläft vor der Prüfung. Wer etwas zurückgelegt hat, schläft ruhiger. Leichtfertig begonnen ist halb verloren.
Wer bewacht, verliert.
Sprichw.Überwachung zerstört genau die Bindung, die sie sichern soll.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit dem älteren Gedanken, Liebe lasse sich nicht erzwingen.
Themen: EifersuchtLiebeVertrauen
Siehe auch: Wer liebt, ohne zu vertrauen, liebt nicht. Wer liebt, macht sich verwundbar. Wer festhält, verliert schneller.
Wer billig kauft, kauft zweimal.
Sprichw.An der falschen Stelle gespart bedeutet, dass man die Sache bald erneut anschaffen muss.
Herkunft: Die Formel ist im deutschen Handel seit dem 19. Jahrhundert geläufig. Sie ist die Umkehrung des Werbeversprechens vom günstigen Preis.
Auch: Wer billig kauft, kauft teuer.
Themen: GeldHandelSparenVorsicht
Siehe auch: Wer zu billig anbietet, verkauft sich selbst. Was nichts kostet, ist nichts wert. Der Preis ist vergessen, die Qualität bleibt.
Wer blind vertraut, wird sehend enttäuscht.
Sprichw.Vertrauen ohne jede Prüfung endet regelmäßig in der Ernüchterung.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts ohne älteren Beleg.
Themen: LeichtsinnVertrauenErfahrung
Siehe auch: Wer viel verspricht, hält wenig. Versprechen und Halten sind zweierlei. Undank ist der Welt Lohn.
Wer daheim bleibt, lernt die Welt nicht kennen.
Sprichw.Ohne Aufbruch bleibt der eigene Erfahrungsraum eng.
Herkunft: Eine volkstümliche Gegenrede zum Sprichwort vom eigenen Herd.
Themen: ReisenHaus und HeimatWissen
Siehe auch: Wer reist, lernt Länder kennen; wer bleibt, lernt sich selbst. Wer viel liest, weiß viel; wer viel wandert, sieht viel. Wer reist, vergleicht; wer vergleicht, versteht.
Wer dankbar ist, ist nie ganz arm.
Sprichw.Wer sieht, was er hat, empfindet den Mangel weniger.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts, verwandt mit der stoischen Genügsamkeitslehre.
Themen: DankbarkeitArmutGlück
Siehe auch: Wer danken kann, hat mehr vom Leben. Wer dankbar lebt, hat weniger Ansprüche. Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat.
Wer dankbar lebt, hat weniger Ansprüche.
Sprichw.Dankbarkeit und Anspruchsdenken schließen einander weitgehend aus.
Herkunft: Eine Formel aus der Lebensberatung des 20. Jahrhunderts.
Themen: DankbarkeitBescheidenheitGlück
Siehe auch: Wer danken kann, hat mehr vom Leben. Wer dankbar ist, ist nie ganz arm. Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat.
Wer danken kann, hat mehr vom Leben.
Sprichw.Dankbarkeit ist weniger eine Schuldigkeit als eine Fähigkeit, die zufrieden macht.
Herkunft: Eine Formel des 20. Jahrhunderts aus der Lebensberatung.
Themen: DankbarkeitGlückLeben
Siehe auch: Wer dankbar lebt, hat weniger Ansprüche. Wer dankbar ist, ist nie ganz arm. Wer neidet, hat vergessen, was er selbst hat.
Wer das Glück festhalten will, verscheucht es.
Sprichw.Der Versuch, einen guten Zustand zu sichern, zerstört ihn oft.
Herkunft: Eine volkstümliche Formel, verwandt mit dem antiken Bild der flüchtigen Fortuna.
Wer das Glück hat, führt die Braut heim.
Sprichw.Am Ende entscheidet oft nicht die Leistung, sondern das Glück.
Herkunft: Ein Reimspruch aus den deutschen Sammlungen des 18. Jahrhunderts, entstanden im Umfeld der Werbung um eine Braut.
Siehe auch: Wo die Liebe hinfällt. Wer sich erinnert, lebt zweimal. Wer das Glück sucht, findet es selten.
Wer das Glück sucht, findet es selten.
Sprichw.Zufriedenheit stellt sich nebenbei ein, nicht als Ergebnis der Suche.
Herkunft: Der Gedanke findet sich bei den antiken Stoikern und bei Montaigne.
QuelleMontaigne
Siehe auch: Wer das Glück hat, führt die Braut heim. Die Seinen gibt's der Herr im Schlaf. Der dümmste Bauer hat die dicksten Kartoffeln.
Wer das Material kennt, braucht weniger Kraft.
Sprichw.Sachkenntnis ersetzt Anstrengung.
Herkunft: Eine Handwerksregel des 19. Jahrhunderts.
Siehe auch: Wie der Meister, so das Werk. Nicht das Werkzeug macht den Meister. Jedes Handwerk hat seine Kniffe.